Aktuelles

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Übersicht

  1. Start
  2. Über uns
  3. Produktion
  4. Berufliche Bildung & Teilhabe am Arbeitsleben
  5. Werkstattbetriebe
  6. Tagesförderstätte
  7. Service
  8. Stellen / Mitarbeit

Aktuelles

Feuerwehren probten in Rotenhain für den Ernstfall

Caritas-Werkstätten waren Schauplatz einer Brandschutzübung mit rund 40 Einsatzkräften

ROTENHAIN. Gegen 19.30 Uhr wird eine unklare Rauchentwicklung am Friedhof in Rotenhain gemeldet. Die Freiwilligen Feuerwehren Bellingen und Stockum-Püschen rücken aus. Nachdem sich vor Ort herausstellt, dass der Rauch aus den benachbarten Caritas-Werkstätten kommt, werden zusätzlich die Wehren aus Langenhahn, Hintermühlen und Enspel sowie der Einsatzleitwagen der VG Westerburg nachalarmiert. Nach Rücksprache mit dem Betriebsleiter der Einrichtung, Günter Keßler, erfahren die Brandschützer, dass sich noch Personen im Gebäude befinden. Jetzt ist Eile geboten. Was sich auf den ersten Blick wie ein Schreckensszenario darstellt, ist glücklicherweise kein Ernstfall. Der Rauch wurde künstlich initiiert und die zu bergenden Personen sind freiwillige Statisten. Lediglich die Feuerwehrleute sind echt!

Rund 40 Einsatzkräfte probten in den Caritas-Werkstätten in Rotenhain für den Ernstfall. Geplant hatten das Szenario der Jugendfeuerwehrwart der Verbandsgemeinde Westerburg, Niklas Mohr, sowie Katja Lemmer und Volker Proff. Im Rahmen der Übung galt es für die Rettungstrupps mit ihrem schweren Atemschutzgerät die Einrichtung zu durchsuchen und drei vermisste Personen zu retten. Zusätzlich musste ein verunglückter Kamerad geborgen und in Sicherheit gebracht werden. Beide Aufgaben im Inneren der Einrichtung wurden von den engagierten Brandschützern gemeistert, während die restlichen Kräfte die „Löscharbeiten“ am Gebäude übernahmen.

Bei der anschließenden Nachbesprechung wurden erste positive Erkenntnisse analysiert. Dabei sprachen die Übungsleiter sowie der stellvertretende Wehrleiter der Verbandsgemeinde Westerburg, Detlef Gröschen, aber auch Punkte an, die es künftig noch zu verbessern gilt. Weitere Details, so kündigten die Verantwortlichen an, sollten später noch vertieft werden.

Betriebsleiter Günter Keßler bedankte sich bei den Feuerwehren für ihren Einsatz. Er unterstrich den hohen Stellenwert des Gesundheitsschutzes mit der Arbeitssicherheit und dem Brandschutz in den Caritas-Werkstätten. „Die Bestückung mit Feuerlöschern und sonstigen Löschhilfsmitteln ist entsprechend der Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR) gegeben. Außerdem gibt es Rettungspläne, nach denen bei uns regelmäßig Evakuierungsübungen stattfinden. Bei diesen Übungen sind in ca. zwei bis drei Minuten 130 Menschen mit Behinderung und 30 angestellte Mitarbeiter an den beiden Sammelplätzen der Werkstatt versammelt“, erläuterte Keßler, der im Anschluss an die Übung alle beteiligten Einsatzkräfte noch zu einem kleinen Imbiss einlud.

Brandschutzübung am Standort Rotenhain

In den Caritas-Werkstätten in Rotenhain fand kürzlich eine Brandschutzübung statt. Dabei waren gleich mehrere Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde Westerburg mit rund 40 Feuerwehrleuten im Einsatz.

Erlebnistag der Caritas-Werkstätten in der Spaßfabrik

Die Beschäftigten der Caritas-Werkstätten WW-RL Betriebe St. Goarshausen und Lahnstein verbrachten im August 2017 ihren Erlebnistag in der Spaßfabrik in Lahnstein

Für die Beschäftigten der Werkstatt St. Goarshausen ging es schon mit einer Busfahrt los. Nachdem sie in der Spaßfabrik eingetroffen waren, wurde erst einmal gefrühstückt. In der Zwischenzeit wurden die Beschäftigten der Werkstatt Lahnstein mit dem Bus abgeholt.

Als alle 71 Beschäftigten und 22 Betreuer eingetroffen waren, konnte der Spaß beginnen.

In der Spaßfabrik standen uns 13 Aktionsgeräte, u.a. ein Kletterberg, eine Rodelbahn, Bullriding, ein Fallschirmsprung Simulator, ein Demolition-Wreckling Ball, Bogenschießen und viele Rutschen zur Verfügung. Dies wurde natürlich ausgiebig genutzt und ausprobiert. Wer sich noch mehr austoben wollte, der konnte dies auf der 500 qm großen Trampolinanlage tun. Gerne wurden auch die in der Spaßfabrik bereitstehenden Kicker und ein XXL-Kicker genutzt. Bei Malen und Brett- und Kartenspielen konnte man sich von den Anstrengungen erholen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen endete der Tag und die Beschäftigten wurden in ihren Bussen wieder nach Hause gebracht.  Alle waren sich im nachhinein einig, diese Art von Erlebnistag können wir gerne wiederholen.

Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn: Kein Verständnis für Klage des Landes

Land Rheinland-Pfalz verklagt alle 36Träger von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen

MONTABAUR, 2. August 2017. Das Landesamt für Soziales hat alle 36 Werkstätten für behinderte Menschen im Land Rheinland-Pfalz verklagt. Grund ist eine Rüge des Landesrechnungshofes aus dem Jahr 2015, sowohl an der Arbeit des Landesamtes für Soziales und des Sozialministeriums, als auch an einigen Werkstätten für behinderte Menschen. Ein wichtiger Punkt der Kritik waren fehlende Rahmenverträge zwischen dem Land und den Trägern der Werkstätten. Als einziges Bundesland hat das Land RLP bisher keine Landesrahmenverträge mit den Trägern abgeschlossen. Der aktuelle Streit und die daraus resultierende Klage entzünden sich insbesondere an der Frage, ob das Land ein uneingeschränktes und jederzeitiges anlassloses Prüfrecht erhalten soll.

Der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft „Werkstätten für behinderte Menschen“ Marco Dobrani betont, dass die Werkstätten „keinesfalls etwas zu verbergen“ haben, sich aber gegen Prüfungen ohne jeglichen konkreten Anlass wehren. Das sei ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Berufssouveränität. Dafür fehle es an einer Rechtsgrundlage.

„Bereits im Jahr 2015 haben wir als Caritas-Werkstätten mit dem Land Rheinland-Pfalz Einzelverhandlungen über unsere Vergütungssätze geführt, dabei umfangreich Auskunft über unsere wirtschaftliche Lage erteilt und Einblick in unsere betriebswirtschaftlichen Aufzeichnungen gewährt“, erklärt Armin Gutwald, Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn. „Damit haben wir bereits genau das getan was das Landesamt heute mit der Klage von uns fordert. Deshalb sind wir sehr verwundert, dass wir trotz der Offenlegung aller betriebswirtschaftlichen Aufzeichnungen im Jahre 2015 ebenfalls mitverklagt wurden.“

Auch die Caritas Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn sind der Meinung, dass eine verlässliche Grundlage, z.B. durch eine Landesrahmenvereinbarung, Klarheit und Transparenz für alle Beteiligten schafft und unsachlichen Diskussionen vorbeugt. „Eine solche Diskussion, wie sie gerade geführt wird, schadet allen Beteiligten, insbesondere den Menschen mit Behinderungen, die auf die Teilhabeleistungen in einer Werkstatt angewiesen sind“, führt Gutwald weiter aus. „Sie wirft ein schlechtes Bild auf die Werkstätten, die sparsam und wirtschaftlich mit den zur Verfügung stehenden Mitteln umgehen.“

Dass die Landesrahmenvereinbarung nun bald in gemeinsamen Gesprächen zwischen  Landesarbeitsgemeinschaft und Land vereinbart wird, ist für die nahe Zukunft notwendig. Das Bundesteilhabegesetz hat diesen Punkt verbindlich für alle Länder vorgeschrieben.

Hintergrundinformation

Seit über 40 Jahren sind die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn verlässlicher Partner für Menschen mit Behinderung, die Kommunen und ihre gewerblichen Kunden und das auf wirtschaftlich geprüfter und solider Basis.

Sie bieten heute mehr als 600 Menschen mit geistiger, körperlicher oder seelischer Behinderung, die dauerhaft oder vorübergehend nicht erwerbsfähig sind, Teilhabe am Arbeitsleben an acht Standorten im Westerwaldkreis und Rhein-Lahn-Kreis an. Sie sind zugelassener Träger für Bildungsmaßnahmen nach dem Recht der Arbeitsförderung (AZAV). In der den Caritas-Werkstätten angegliederten Tagesförderstätte in Wirges nutzen erwachsene Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf Angebote zur Teilhabe am Leben in der Gesellschaft mit dem Ziel der größtmöglichen Selbstbestimmung und der Verbesserung der Lebensqualität.

Neben den Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben für behinderte Menschen haben sich die Caritas-Werkstätten in den vergangenen 40 Jahren zu einem verlässlichen Partner im Produktions- und Dienstleistungsbereich für viele regionale Unternehmen und Betriebe entwickelt. „Die Caritas-Werkstätten bieten ein breites Leistungsspektrum in den Bereichen Fertigung, Montage und Dienstleistung. Die jahrzehntelangen Geschäftsbeziehungen in der Region zeigen, dass die Kunden unsere Qualität, Preise, Termintreue und Zuverlässigkeit schätzen. Wir werden regelmäßig nach den Anforderungen der DIN EN ISO 9001 und denen der AZAV zertifiziert“, erläuterte Geschäftsführer Armin Gutwald.

Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn
Warthestr. 21
56410 Montabaur

E-Mail: agutwald@caritaswerkstaetten-wwrl.de
www.caritaswerkstaetten-wwrl.de

 

 

Flur der Caritas-Werkstätten in Nauort erstrahlt in neuem Glanz

Brandschutzmaßnahmen waren nötig – Zusätzlich Fitnessraum saniert und neues Büro geschaffen

NAUORT. Ein Teilbereich der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn in Nauort erstrahlt in neuem Glanz. Unter anderem wurde der Flur, der den Speisesaal mit dem Werkstatt-Bereich verbindet, komplett saniert. Das Gebäude in der Schulstraße 16 in Nauort hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Seit 1987 sind die Caritas-Werkstätten dort beheimatet und bieten derzeit rund 40 Menschen mit Behinderung in den Bereichen Montage und Verpackung die Teilhabe am Arbeitsleben.

Brandschutzmaßnahmen machten nun einige Sanierungsarbeiten dringend notwendig. So wurde der Flur zwischen Speisesaal und Werkstatt-Bereich zunächst komplett entkernt. Anschließend wurden unter anderem die Decke angehoben. Auch eine Wand wurde teilweise entfernt, um insbesondere mehr Platz für Rollstuhlfahrer in dem bislang recht engen Flur zu schaffen. Weiterhin wurde die Elektrik erneuert und die alten Lampen durch moderne LED-Lichter ersetzt. Spezielle Brandschutztüren sichern im Brandfall künftig die Zugänge zum Speicher und zu den Gruppenräumen ab. „Dank einer elektrischen Glasschiebetür wurde außerdem ein barrierefreier Zugang zum Speisesaal geschaffen“, erläutert Betriebsleiter Axel Detrois. Im Zuge der Arbeiten wurde außerdem der an den Flur angrenzende Fitnessraum für die Beschäftigten auf Vordermann gebracht. „Hier wurde unter anderem eine neue Sprossenwand installiert“, erklärt Detrois, der ebenfalls von den Sanierungsmaßnahmen profitierte: Es entstand zusätzlich ein Büro für den Betriebsleiter, der damit seinen Arbeitsplatz aus der Montage- und Verpackungsgruppe dorthin verlegen konnte. Der neue Flur inklusive Fitnessraum und Büro sollen nicht das letzte Projekt in den Caritas-Werkstätten in Nauort gewesen sein. „Weitere Sanierungsmaßnahmen sind bereits in Planung“, verrät Axel Detrois.

Renovierung am Standort Nauort

Die Mitarbeiter um Betriebsleiter Axel Detrois (ganz hinten) sowie die Beschäftigten der Caritas-Werkstätten in Nauort freuen sich über den neuen Flur. Zur Verschönerung wurden zusätzlich einige Bilder aufgehängt, die von den Beschäftigten während ihrer beruflichen Bildung gefertigt wurden.

„Tage zum Aufatmen“

Beschäftigte und MitarbeiterInnen im Wilhelm-Kempf-Haus Wiesbaden

NAUROD / WIRGES: Eine Gruppe von 8 Beschäftigten und 6 MitarbeiterInnen der Tagesförderstätte Wirges fuhren vom  04. bis 05. April 2017 nach Wiesbaden – Naurod zu den diesjährigen „Tagen zum Aufatmen“. Die Tage waren gefüllt mit Liedern, Gebeten und Allem rund um das Thema „Hände“. Im Mittelpunkt stand die Frage „Was machen wir mit unseren Händen?“  Sie können arbeiten, beten und anderen Menschen etwas Gutes tun. Gemeinsam in einer großen Gruppe, mit Gästen aus Oberursel und St. Goarshausen wurden unter der Führung von Jochen Straub, Leitung des Referates Seelsorge für Menschen mit Behinderung des Bischöfliches Ordinariats Limburg, kleine Kreuze mit den Teilnehmern gestaltet. Diese wurden mit den Fähigkeiten eines jeden Einzelnen handbemalt. „Das Kreuz hängt jetzt in meinem Zimmer.“, erzählt Gabriele und fügt hinzu „Das war ja so schön da. Wir haben gesungen und gebetet.“ Am nachfolgenden Tag gestaltete die ganze Gruppe gemeinsam ein großes Holzkreuz aus betenden Händen für die Tagesförderstätte. Zum Abschluss hielt Jochen Straub einen Gottesdienst für alle Teilnehmer und beendete damit die „Tage zum Aufatmen“.

 

Tage zum Aufatmen

Thema "Was machen wir mit unsren Händen" bei den "Tagen zum Aufatmen"

Arbeit EINFACH machen –

Caritas-Werkstätten-Westerwald-Rhein-Lahn punkten mit innovativen Ideen auf der Werkstätten:Messe Nürnberg

NÜRNBERG/MONTABAUR: Armin Gutwald, Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn begrüßte David Langner, Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie auf dem Messestand der Caritas-Werkstätten in Nürnberg. Dort findet vom 29.03.-01.04.2017 die Werkstätten: Messe 2017 statt, auf der sich zahlreiche Werkstätten für Menschen mit Behinderung aus dem gesamten Bundesgebiet präsentieren. Die Caritas-Werkstätten nutzen diese Leistungsschau und zeigen eine Produktionslinie, die Vorrichtungsbauer Christian Wüst auf die Bedürfnisse der Beschäftigten angepasst hat. Diese Montageplätze bieten unter dem Motto „Arbeit EINFACH machen“ Unterstützung unter ergonomischen Gesichtspunkten, um möglichst vielen Menschen Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Darüber hinaus geben Tablets , die in die Montagelinie integriert sind, Hinweise zur Umsetzung von Arbeitsschritten.

Langner informierte sich vor Ort über die Möglichkeiten der digitalen Arbeitsplatzunterstützung. Damit setzen die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn den Standard 4.0 auch im Arbeitsbereich der Werkstatt im operativen Arbeitsprozess sukzessive um.

Ebenfalls unter dem Aspekt „Arbeit EINFACH machen“ wird „der ergonomische Tisch“, ein individuell konfigurierbarer Einzelarbeitsplatz, der zur Reduzierung der körperlichen und psychischen Belastung am Arbeitsplatz beiträgt, im Rahmen der Werkstätten:Messe 2017 einem breiten Fachpublikum vorgestellt.

Staatsekretär Langner zeigte sich beeindruckt von den gezeigten Produkten und so konnten sich die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn über das Interesse und die lobenden Worte betreffend eines professionellen und gelungenen Messeauftritts freuen.



von links: Armin Gutwald, Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn, Thomas Umsonst, Geschäftsführer der LAG WfbM Rheinland-Pfalz, Marco Dobrani, Vorsitzender der LAG WfbM RLP sowie David Langner, Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie.


von links: Vertreter der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn Katja Ferdinand, Armin Gutwald und Christian Wüst (von links) am Messestand mit David Langner, Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (zweiter von links).

Kunst vereint Schüler und Werkstatt-Beschäftigte

Caritas-Werkstätten und Wilhelm-Hofmann-Gymnasium initiierten gemeinsames Projekt

ST. GOARSHAUSEN/BORNICH. Über eine Spende des Wilhelm-Hofmann-Gymnasiums in Höhe von 500 Euro konnten sich die Caritas-Werkstätten in St. Goarshausen freuen. Das Geld kam beim Sponsorenlauf der St. Goarshausener Schule zusammen und wurde für ein inklusives Kunstprojekt verwendet.

Ende vergangenen Jahres hatten sich Schüler des Kunstkurses der 12. Stufe des Wilhelm-Hofmann-Gymnasiums und zehn Beschäftigte der Caritas-Werkstätten St. Goarshausen insgesamt sechsmal getroffen, um gemeinsam kreativ zu sein. Für den 47. Internationalen Jugendwettbewerb „Jugend creativ“ entstanden so zahlreiche tolle Kunstwerke zum Thema „Freundschaft ist bunt“. Außerdem hatten sich die Gymnasiasten im Rahmen des Projektes mit abstrakter Kunst von Künstlern mit und ohne Behinderung auseinandergesetzt und ihre Ergebnisse für die Beschäftigten der Caritas-Einrichtung in Referaten zusammengefasst. Begleitet wurde das Projekt von Isabel Stahnecker, Kunstlehrerin am Wilhelm-Hofmann-Gymnasium, sowie von den pädagogischen Fachkräften Sabine Blath und Corinna Groß von der Caritas-Werkstätten in St. Goarshausen.

Bei den kreativen Treffen sind wunderschöne großformatige, abstrakte Acrylmalereien mit verschiedenen Techniken (Spachteln, Tropfen, Schieben, Schaben, usw.) entstanden, die derzeit bei der Veranstaltung „Kultur im Winzerkeller“ in Bornich bei den Kulturwochen der Winzergenossenschaft Bornich gezeigt werden. Besichtigt werden kann die Ausstellung im Winzerkeller in Bornich noch am Sonntag, 26. März, von 13 bis 18 Uhr.

 

CABito weiß, was in den Caritas-Werkstätten so los ist

Barrierefreies Informationssystem ermöglicht Beschäftigten die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben

WESTERWALDKREIS/RHEIN-LAHN-KREIS. Was gibt es heute Mittag zu essen? Wie lauten die Ergebnisse der Fußballbundesliga vom Wochenende? Und welche Veranstaltungen stehen in den nächsten Wochen auf dem Programm? Antworten auf diese, aber auch auf viele andere Fragen, erhalten die Beschäftigten der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn von CABito. Denn CABito weiß, was in den Caritas-Werkstätten so los ist!

Bei CABito handelt es sich um ein barrierefreies Informationssystem, welches Informationen einfach und durch eine multimodale Ausgabe – also durch Text, Bild und Sprache – darstellt und vermittelt. „CABito ist wie ein elektronisches schwarzes Brett. Es ermöglicht den Werkstatt-Beschäftigten sich selbstbestimmt und barrierefrei Informationen zu beschaffen und so am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen“, erklärt Projektleiterin Carolin Hehl. Die Studentin der Sozialen Arbeit an der Hochschule Koblenz absolvierte 2015 ihr praktisches Studiensemester im Sozialdienst der Caritas-Werkstätten in Montabaur und ist nun im Rahmen ihres Studiums für die Umsetzung des Projektes „CABito in den Caritas-Werkstätten Westerwald Rhein-Lahn“ verantwortlich. Die Initiative zur Anschaffung des barrierefreien Informationssystems CABito („CABito“ steht für den Entwickler der Software, die Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH) ging dabei vom Werkstattrat der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn aus. Mittlerweile stehen CABito-Terminals an den Werkstatt-Standorten in Montabaur, Rotenhain, Niederelbert und St. Goarshausen. Der Touchscreen-Monitor beim CABito ist höhenverstellbar und somit auch für kleinere Menschen oder etwa Rollstuhlfahrer leicht zugänglich. Um an die Informationen zu gelangen, muss der Nutzer die verschiedenen Tasten einfach mit dem Finger berühren. „Die Informationen sind an die Bedürfnisse und Interessen der Beschäftigten angepasst und werden wöchentlich aktualisiert“, erklärt Carolin Hehl. So etwa sind über CABito der für die jeweilige Woche gültige Speiseplan, aktuelle Veranstaltungshinweise und Neuigkeiten aus der Einrichtung, aber auch Nachrichten aus aller Welt oder etwa Bildergalerien von den jüngsten Veranstaltungen und Festen abrufbar. „Die Informationen werden stets in leichter Sprache, mit Symbolen oder über eine Sprachausgabe vermittelt“, sagt Hehl, die dafür verantwortlich zeichnet, CABito regelmäßig mit den entsprechenden Informationen „zu füttern“. Dabei erhalten auch die Beschäftigte die Möglichkeit, sich aktiv bei der redaktionellen Pflege des Gerätes mit einzubringen, zum Beispiel durch das Einlesen von Speiseplänen oder das  Sammeln von neuen interessanten Informationen und Ideen. Unter anderem nutzt auch der Werkstattrat CABito, um sich vorzustellen und um den Beschäftigten wichtige Informationen aus seiner Arbeit mitzuteilen.

 

Eine Spende, die hoffentlich nie zum Einsatz kommt

Defibrillatoren an Caritas-Einrichtungen in Arzbach und Montabaur übergeben

ARZBACH/MONTABAUR. Über eine Spende der besonderen Art konnten sich jetzt das Caritas-Altenzentrum St. Josef in Arzbach sowie die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn in Montabaur freuen: In beiden Einrichtungen hängen ab sofort Defibrillatoren, die im Notfall zum Lebensretter werden können. Weitere Geräte in anderen Einrichtungen des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn sind bereits in Planung.

Der plötzliche Herztod kann jeden treffen. In Deutschland versterben daran jedes Jahr mehr als 100.000 Menschen. Das sind doppelt bis dreimal soviel wie bei Verkehrsunfällen. Bei rund 85 Prozent aller plötzlichen Herztode liegt anfangs ein Kammerflimmern vor. Hier entscheiden oft wenige Minuten über Leben und Tod. Zum Unterbrechen von Kammerflimmern und anderen lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen eignen sich Elektroschocks. Sie sorgen im Herzen zunächst einmal für Ruhe, indem sie alle Erregungen unterbrechen. Dadurch hat das Herz die Chance, wieder einen geordneten Herzschlag zu beginnen. Und genau das macht der Defi, wie der Defibrillator im Ärztejargon gerne genannt wird.

Jeweils einen solcher „möglichen Lebensretter“ hat die Firma ToMa Marketing GmbH aus Neustadt an der Weinstraße jetzt im Caritas-Altenzentrum in Arzbach sowie in den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn in Montabaur installiert. „Aufgrund der Lage unserer Einrichtung kann es rund 20 Minuten dauern, bis der Notarzt hier ist. Je nach Notfall kann es dann bereits zu spät sein“, betonte Rita Schlageter bei der Übergabe des Defibrillators. „Daher“, so die Leiterin des Arzbacher Caritas-Altenzentrums, „sind wir sehr froh über diese Spende. Wenngleich wir hoffen, dass sie nie zum Einsatz kommen muss.“

Genau so sieht dies auch Martin Sobotta, Betriebsleiter der Caritas-Werkstätten in Montabaur: „Wir haben zwar das Krankenhaus quasi um die Ecke, aber in unseren Werkstätten sind tagtäglich viele Menschen unterwegs. Bei einem Notfall entscheiden wenige Minuten, daher sind wir sehr froh, dass unsere Einrichtung ab sofort über einen eigenen Defibrillator verfügt.“

Die Firma ToMa hat die Defibrillatoren nicht nur installiert, sondern übernimmt im Rahmen ihrer Kampagne „Kampf dem Herztod“ künftig auch kostenlos alle notwendigen Wartungen der Geräte. Finanziert wird die Lebensrettungs-Kampagne durch regionale Unternehmen, die sich auf einer Notfalltafel präsentieren, die direkt neben den Defibrillatoren angebracht ist. Angst, beim Einsatz des Defi etwas falsch oder gar schlimmer zu machen, muss übrigens niemand haben, wie Manfred Teschendorf von der Firma ToMa erläuterte. „Das Gerät spricht mit dem Benutzer. Ruhige, klare Sprachanweisungen führen den medizinischen Laien Schritt für Schritt durch den Rettungsablauf“, erklärte der Fachmann und betonte: „Es gibt nur einen Fehler, den man bei einem Notfall tun kann. Und der ist – NICHTS zu tun!“

 

Bischof zu Gast bei den Caritas-Werkstätten in Montabaur

Limburgs neuer Bischof,  Dr. Georg Bätzing, besucht die Caritas-Werkstätten in Montabaur

MONTABAUR. Am Mittwoch, 15. Februar 2017, besuchte der neue Bischof des Bistums Limburg, Bischof Dr. Georg Bätzing die Caritas-Werkstätten in Montabaur. Bei seinem Besuch stand der Kontakt mit den Menschen an den Arbeitsplätzen in den Caritas-Werkstätten im Fokus seines Besuches.
Dazu gab es  nach der Begrüßung durch Caritasdirektor Frank Keßler-Weiß, im Rahmen eines  intensiven Betriebsrundganges, vielfältige Gelegenheiten.

Die erste Station der Betriebsbesichtigung führte in den Bereich MoDiTec der Caritas-Werkstätten, hier werden komplexe Bauteile in mehreren Arbeitsgängen zu einem Elektrolüfter montiert. Auftraggeber ist die Fa. LKH Kunststofftechnik in Heiligenroth, die insbesondere wegen der gelungenen Einbindung der Menschen mit Behinderung an den Arbeitsplätzen, zu den langjährigen Kunden der Caritas-Werkstätten zählt und auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit baut.

Ebenso war Bischof Bätzing von den hohen ergonomischen Standards der Arbeitsplätze in den Caritas-Werkstätten beeindruckt. Insbesondere auch deshalb, weil diese Arbeitsplätze von den Caritas-Werkstätten selbst hergestellt und individuell auf die besonderen Bedürfnisse der Menschen angepasst werden. Von den Kompetenzen im Vorrichtungsbau konnte sich Bischof Bätzing im Gespräch mit den Mitarbeitern an der Fertigungslinie persönlich überzeugen.

Ein besonderes Highlight war die Übergabe des Staplerführerscheins an Herrn Kenzler, der diesen im Rahmen seiner beruflichen erst vor einer Woche erfolgreich bestanden hatte, durch den Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten, Herrn Armin Gutwald, im Beisein von Bischof Bätzing, Bezirksdekan Heinz-Walther Barthenheier, Caritasdirektor Frank Keßler-Weiß, Bezirksreferent Stefan Geller und Lagerleiter Manfred Köhler, der auch die Staplerprüfung durchführte.

Das die Caritas-Werkstätten nicht nur kompetenter und verlässlicher Partner für die Betriebe der Westerwälder Wirtschaft sind , sondern auch mit den Kirchgemeinden und Pfarreien im Rahmen des sog. „Brückenkopfmodelss“ vertrauensvoll und verlässlich zusammenarbeiten, wurde Bischof Bätzing durch Frau Cornelia Herzmann, Gruppenleiterin bei den Caritas-Werkstätten erläutert.

Im Abschlussgespräch bedankte sich Bischof Bätzing für die vielfältigen Eindrücke und Begegnungen, die während des Betriebsrundganges möglich wurden. Für die Caritas-Werkstätten Westerwald Rhein-Lahn war der Besuch von Bischof Bätzing eine äußerst erfreuliche und sehr angenehme Begegnung mit „ihrem“ neuen Bischof, die noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.

 

Menschen mit Behinderung berufliche Perspektiven bieten

Im  Zentralen Berufsbildungsbereich der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn fand vor zehn Jahren der erste Kurs statt

WESTERWALDKREIS/RHEIN-LAHN-KREIS. Menschen mit Behinderung die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen, ist das primäre Ziel der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn. Dies gilt für Menschen mit geistiger Behinderung ebenso, wie für Menschen mit körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen. Derzeit arbeiten rund 630 Menschen mit Behinderung in den acht verschiedenen Betrieben in Montabaur, Lahnstein, Nauort, Niederelbert, Rotenhain und St. Goarshausen sowie im CAP-Lebensmittelmarkt in Hundsangen. Dort sind sie in verschiedenen Berufsfeldern tätig; je nach Betrieb findet man Arbeitsplätze in den Bereichen Gärtnerei/Garten- und Landschaftsbau, Montage/Verpackung, Holz- und Metallbearbeitung, Küche/Hauswirtschaft, Heißmangel/Wäscherei, Lebensmitteleinzelhandel sowie Lager/Logistik.

Der Weg in die einzelnen Arbeitsbereiche erfolgt in der Regel über den Berufsbildungsbereich. Während einer zweijährigen Maßnahme besuchen die Teilnehmer aller Standorte Schulungen im  Zentralen Berufsbildungsbereich (ZBBB) der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn, der in diesem Jahr einen „runden Geburtstag“ feiern kann. „Vor genau zehn Jahren fand in Montabaur der erste Kurs des ZBBB statt“, sagt Tanja Sprünker-Eraerds, Leiterin des Kompetenzzentrums Berufliche Qualifizierung und Integration, unter dessen Dach neben dem Zentralen Berufsbildungsbereich auch die Viweca (Abteilung für Arbeitsmarktintegration) sowie die sogenannten Bildungsbegleiter zu finden sind.

Der ZBBB der Caritas-Werkstätten hat seinen Sitz in der Montabaurer Moselstraße 4 und dient dazu, die beruflichen Kompetenzen von Menschen mit Behinderung festzustellen und diese zu fördern. „Dies erfolgt mit speziellen Testverfahren wie beispielsweise hamet, bei dem unter anderem die beruflichen Basiskompetenzen und die handwerklichen Fähigkeiten der Teilnehmer erhoben werden“, erklärt Friederike Corrigan, Leiterin des ZBBB. Die Zeit im Berufsbildungsbereich der Caritas-Werkstätten kann mit der Ausbildung eines Lehrlings auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt verglichen werden. Die Qualifizierung dauert in der Regel zwei Jahre.

Die Teilnehmer werden auf der Grundlage ihrer individuellen Eignungen und Wünsche fachpraktisch an verschiedenen Arbeitsplätzen in den jeweiligen Werkstattbetrieben qualifiziert und nehmen zusätzlich an regelmäßigen Schulungen im ZBBB teil. „Auch Praktika in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes stehen auf der Tagesordnung der angehenden Werkstattbeschäftigten, die während ihrer Qualifizierung von sogenannten Bildungsbegleitern unterstützt werden“, erklärt Corrigan.

Zum Abschluss des Berufsbildungsbereiches erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat; und es wird gemeinsam geprüft, wo sie ihre beruflichen Fähigkeiten dauerhaft verwirklichen können. Die Caritas-Werkstätten zählen jährlich rund 35 Absolventen. „Aktuell befinden sich 80 Teilnehmer in der Phase der beruflichen Bildung“, betont Armin Gutwald, Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten.

Zwei, die die berufliche Qualifizierung im ZBBB bereits durchlaufen haben und nun ihren festen Arbeitsbereich in den Werkstätten beziehen, sind Verena Metz und Kevin Knoblich. Während die 21-jährige Lahnsteinerin ihre Qualifizierung bereits zum 1. Dezember vergangenen Jahres beendet hat, folgt ihr der 22-jährige, ebenfalls aus Lahnstein stammende Knoblich zum 1. Februar. Beide werden künftig in den Werkstätten in Lahnstein tätig sein. Rückblickend haben ihnen die 27 Monate im Berufsbildungsbereich sehr gut gefallen: „Einige Aufgaben waren schon schwer, andere sind mir sehr leicht gefallen“, erinnert sich Verena Metz an den Beginn ihrer Qualifizierung zurück. Die meiste Zeit waren die zwei im Betrieb in Lahnstein tätig und erhielten dort Einblicke in das Arbeitsfeld Montage/ Verpackung, wo sie auch künftig arbeiten werden. „Unter anderem haben wir den Hubwagen-Führerschein gemacht, im Lager geholfen und verschiedene Montagearbeiten durchgeführt“, berichtet Kevin Knoblich und betont, dass er während seiner Zeit im Berufsbildungsbereich „etliche neue Dinge gelernt hat - und vor allem auch viel selbstständiger geworden ist“.

In den zurückliegenden Monaten haben sowohl Metz als auch Knoblich einige Praktika auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt absolviert. Die 21-Jährige sammelte Erfahrungen in einem Getränkemarkt und erprobte sich im Berufsfeld „Hauswirtschaft“ in einem Seniorenzentrum sowie in einer Klinik. Kevin Knoblich arbeitete ebenfalls zunächst in einem Getränkemarkt. Die meiste Freude allerdings bereitete ihm das zweite Praktikum in einer Schreinerei: „Das hat richtig Spaß gemacht“, schwärmt der 22-Jährige, der schon in der Schule immer gerne mit Holz zu tun hatte. Daher könnte er sich durchaus vorstellen, später auch mal in einer Schreinerei zu arbeiten. Eventuell will er daher auch nach seiner Zeit im Berufsbildungsbereich noch mal das eine oder andere Praktikum absolvieren. Bis dahin fühlt sich der junge Mann – ebenso wie Verena Metz – in den Caritas-Werkstätten in Lahnstein wohl: „Wir haben hier ein tolles Team und verstehen uns mit allen gut“, unterstreicht Knoblich und betont: „Wir freuen uns jeden Morgen auf die Arbeit.“ Eine Aussage, die nicht nur die Verantwortlichen um Tanja Sprünker-Eraerds freut, sondern die vor allem zeigt, dass der Zentrale Berufsbildungsbereich der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn auch zehn Jahre nach dem ersten Kurs sein primäres Ziel erreicht: Nämlich Menschen mit Behinderung berufliche Perspektiven zu bieten.

Weitere Infos gibt es bei Tanja Sprünker-Eraerds, Leiterin Kompetenzzentrum Berufliche Qualifizierung und Integration, unter Telefon 02602/130719 oder per E-Mail an tspruenker@caritaswerkstaetten-wwrl.de.


Berufliche Perspektiven für Menschen mit Handicap

Gelungene Kooperation zwischen den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn und dem Seniorenzentrum St. Josef in Dernbach

MONTABAUR/DERNBACH. Die 32-jährige Melanie Bürgers aus Nordhofen hat ihre Berufung gefunden. Seit einem Jahr ist die Beschäftigte der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn auf einem sogenannten Außenarbeitsplatz im Seniorenzentrum St. Josef in Dernbach im Bereich Soziale Betreuung sowie Hauswirtschaft tätig. Zwischen Betten machen und Brote schmieren erzählt die junge Frau, wie ihre ersten Schritte in der Senioreneinrichtung ausgesehen haben: „Zunächst habe ich hier verschiedene Stationen durchlaufen. Schnell wurde mir klar, dass der direkte Kontakt mit den Bewohnern genau mein Ding ist!“ Schon am ersten Tag fiel Melanie Bürgers durch ihre ruhige und hilfsbereite Art auf. Sie erkennt die Bedürfnisse der Bewohner und geht im Sinne des Leitbildes des Seniorenzentrums sehr gut auf sie sein. Mittlerweile hat sie sich als feste Kraft auf dem Wohnbereich etabliert und wird von allen als Bereicherung des Teams geschätzt.

Dieses Beispiel für gelungene Integration ist auch das Ergebnis der guten Zusammenarbeit zwischen dem Seniorenzentrum St. Josef und Viweca, der Integrationsabteilung der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn. Die Caritas-Werkstätten erbringen seit mehr als 40 Jahren Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderung. Sie stellen Menschen mit Handicap im Berufsbildungs- und Arbeitsbereich ein breites Spektrum an Berufsfeldern in den eigenen Betrieben und auf Außenarbeitsplätzen zur Verfügung. Dabei geht es den Mitarbeitern der Viweca darum, möglichst passgenaue, wohnortnahe Qualifizierungs- und Arbeitsplätze für diejenigen zu suchen, die sich eine Beschäftigung in Betrieben und Einrichtungen des allgemeinen Arbeitsmarktes wünschen und die die Voraussetzungen dafür mitbringen.

So wie im Fall von Melanie Bürgers starten viele Werkstattbeschäftigte oder Teilnehmer von berufsbildenden und qualifizierenden Maßnahmen der Caritas-Werkstätten zunächst mit einem Praktikum im externen Betrieb. Sie werden dabei von den sogenannten Jobcoaches der Viweca begleitet und unterstützt. „Wichtig dabei ist, dass es im Betrieb einen festen Ansprechpartner gibt, der für den Integrationsprozess verantwortlich ist und als Ansprechpartner für alle Beteiligten zur Verfügung steht“, erläutert Tanja Sprünker-Eraerds, Leiterin des Kompetenzzentrums Berufliche Qualifizierung und Integration der Caritas-Werkstätten im Gespräch mit Diana Daubach, Sozialdienstleitung vom Seniorenzentrum St. Josef.

Melanie Bürgers konnte im Praktikum in Dernbach durch ihre soziale Kompetenzen, ihre Fachkenntnisse im Bereich Hauswirtschaft, ihre Bereitschaft zur weiteren Qualifizierung sowie ihre Motivation und ihre Persönlichkeit überzeugen. Und so wurde Ende 2015 aus dem Praktikum ein sogenannter Außenarbeitsplatz. Das bedeutet für Melanie Bürgers, dass sie weiterhin Werkstattbeschäftigte ist, aber im Seniorenzentrum St. Josef arbeitet. Dabei wird sie weiterhin vom für sie zuständigen Integrationsassistenten der Viweca in Form von regelmäßigen Besuchen und speziellen Schulungen unterstützt.

In der Vergangenheit konnte Melanie Bürgers auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht dauerhaft sozialversicherungspflichtig tätig sein. Der Eintritt in die Caritas-Werkstätten im Jahr 2013 war für sie ein wichtiger Schritt. Hier stärkte sie ihr Selbstbewusstsein, qualifizierte sich in verschiedenen Berufsfeldern und entwickelte für sich berufliche Perspektiven.

Heute kümmert sie sich um die Mahlzeiten der Senioren, macht Betten, verrichtet hauswirtschaftliche Tätigkeiten und unterstützt die Fachkräfte der sozialen Betreuung. Sie geht mit den Bewohnern spazieren oder führt mit ihnen Gespräche. Die Bewohner schätzen Melanie Bürgers mittlerweile als eine zuverlässige Vertrauensperson, mit der man gerne auch über persönliche Dinge spricht. Diana Daubach ist sich sicher: „Melanie hat hier einen festen Platz gefunden. Sie lassen wir nicht mehr gehen!“

Für die sympathische Frau aus Nordhofen kann es noch weitere Perspektiven in Dernbach geben. Eine Möglichkeit ist der Übergang in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis im Rahmen des Budgets für  Arbeit. Es steht Werkstattbeschäftigten in Rheinland-Pfalz offen, die ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis anstreben. Die Arbeitgeber erhalten bei einer Einstellung einen Minderleistungsausgleich, um die Beschäftigung dauerhaft zu sichern. Seit Bestehen dieses Modells konnten insgesamt 26 Werkstattbeschäftigte mit Unterstützung der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse vermittelt werden.

Durch die Kooperation mit interessierten Arbeitgebern, wie dem Seniorenzentrum in Dernbach, erhalten Menschen mit Handicap mit Unterstützung der Caritas-Werkstätten die Chance möglichst gleichgestellt am Arbeitsleben teilzuhaben. Neben Melanie Bürgers haben sich in den vergangenen Monaten weitere Praktikanten der Caritas-Werkstätten in den Berufsfeldern Soziale Betreuung oder Verwaltung im Altenzentrum St. Josef erproben können. „Beispiele einer erfolgreichen Integration, wie das von Melanie Bürgers, tragen zur Selbstverwirklichung und Weiterentwicklung der Persönlichkeit bei und sind auch für die externen Betriebe eine Bereicherung, die die Motivation und Einsatzbereitschaft der jeweiligen Personen schätzen“, betont Tanja Sprünker-Eraerds.

Weitere Infos bei Dagmar Theis, Leitung Viweca, unter Telefon 02602/1342570 oder per E-Mail an theis.viweca@caritaswerkstaetten-wwrl.de. Neben Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben im Berufsbildungsbereich und Arbeitsbereich werden weitere Unterstützungsleistungen im Bereich Arbeitsmarktintegration angeboten.


Spende für das „Fenster zur Welt“

Kirchengemeinde Rothenbach unterstützt Caritas-Werkstätten in Rotenhain mit 520 Euro – Tablets sollen angeschafft werden

ROTENHAIN. Über eine Spende in Höhe von 520 Euro konnten sich jetzt die Caritas-Werkstätten in Rotenhain freuen. Das Geld stammt aus den Einnahmen des Pfarrfestes der Kirchengemeinde Rothenbach und wurde von Thomas Hastrich, Schriftführer im Ortsausschuss des Kirchortes Rothenbach, übergeben. „Das Pfarrfest findet immer am Pfingstmontag statt, im Anschluss an die Wallfahrt und einen Gottesdienst in Rothenbach“, erklärte Hastrich im Rahmen der Spendenübergabe. Den Erlös aus der Tombola sowie aus dem Verkauf von Getränken, Kuchen und anderen Speisen spendet die Kirchengemeinde Rothenbach, die zur Pfarrei Liebfrauen Westerburg gehört, zu 50 Prozent an ein Patenschaftsprojekt in Sambia. Und die andere Hälfte geht meist an regionale Einrichtungen – wie jetzt an die Caritas-Werkstätten in der Bahnhofstraße in Rotenhain.

Betriebsleiter Günter Keßler freute sich natürlich über den unverhofften Geldsegen und verriet, dass die Spende zur Anschaffung von Tablets verwendet werden soll. „Medien sind im Wortsinn (Ver-)Mittler und erfüllen gerade für Menschen mit Behinderungen vielfältige Funktionen bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Sie können das ‚Fenster zur Welt‘ sein, vorhandene Einschränkungen kompensieren, Bildung und Informationen erfahrbar machen sowie individuelle Erfahrungs- und Handlungsräume erweitern“, sagte Keßler und betonte, dass es daher eine zentrale Aufgabe der inklusiven Gesellschaft sei, allen Menschen Zugang wie auch Nutzungsmöglichkeiten digitaler Medien zu gewährleisten.

 

Nach dem Einkauf lädt das „CAPpuccino“ zum Verweilen ein

Der CAP-Markt in Hundsangen hat den Backshop-Bereich für seine Kunden umgestaltet ­- Weitere Neuerungen sind in Planung

HUNDSANGEN. Im Mai 2014 eröffnete der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn den CAP-Markt in Hundsangen und stellte damit die Nahversorgung des Ortes sicher. Schnell wurde der Lebensmittelmarkt von den Bürgern angenommen und hat längst seinen festen Platz im täglichen Dorfleben. In erster Linie ist der Markt in der Hauptstraße 49 natürlich der Ort, an dem die Hundsänger sowie viele Bewohner der umliegenden Ortschaften ihre Einkäufe tätigen. Aber der CAP-Markt ist noch mehr – er ist auch ein beliebter Treffpunkt für so manch gemütlichen Plausch.

Da werden vor der Kühltheke schon mal Neuigkeiten aus dem Dorf ausgetauscht, an der Kasse über das Wetter philosophiert oder im Eingangsbereich die letzten Feierlichkeiten vom vergangenen Wochenende in der Ollmerschhalle analysiert. Besonders beliebt für eine nette Plauderei ist insbesondere auch der Backshop-Bereich, der zum CAP-Markt gehört. Damit  sich die Kunden dort künftig noch wohler fühlen, wurde die Café-Ecke mit dem Namen „CAPpuccino“ kürzlich umgestaltet und lädt die Kunden regelrecht zum Verweilen ein. Eine gemütliche Eckbank und zwei Tische bieten rund acht Personen Platz. „Wir wollen den Kunden damit die Gelegenheit bieten, nach dem Einkauf eine Pause einzulegen und zum Beispiel bei einer Tasse Kaffee mit anderen ins Gespräch zu kommen“, sagt Marktleiter Nils Fette, der sich darüber freut, dass die neue Café-Ecke bereits nach kurzer Zeit gut angenommen wird. Wer im „CAPpuccino“ Platz nimmt, kann sich neben Kaffee und Cappuccino unter anderem auch einen Latte Macchiato, eine heiße Schokolade oder einen Tee gönnen. Außerdem stehen regemäßig leckere Kuchen und belegte Brötchen zur Auswahl, und das frische Brot im CAP-Markt-Backshop stammt aus der Backstube des örtlichen Bäckerermeisters Hubert Quirmbach.

Die Neugestaltung der gemütlichen „CAPpuccino“-Ecke soll nicht die letzte Maßnahme gewesen sein, die den Kunden zugutekommt: „Unter anderem planen wir in Zukunft kostenloses WLan anzubieten, und im kommenden Jahr wollen wir außerdem den Außenbereich neu gestalten und auch dort vernünftige Sitzmöglichkeiten schaffen“, verrät Nils Fette.

 

Einblicke in den Arbeitsalltag von Menschen mit Behinderung erhalten

FSJler und BFDler aus dem Bistum Limburg waren zu Gast in den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn

MONTABAUR. 25 junge Frauen und Männer waren kürzlich zu Gast in den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn und erlebten für einen Nachmittag lang den Arbeitsalltag in der Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Bei den Gästen handelte es sich um FSJler (Freiwilliges Soziales Jahr) und BFDler (Bundesfreiwilligendienst), die im Rahmen einer Bildungswoche der Fachstelle Freiwilligendienste im Bistum Limburg für fünf Tage in Kirchähr weilten. Die Bildungswoche stand unter dem Titel „Leben mit Behinderung. Wann ist ein Leben lebenswert?“ und beschäftigte sich unter anderem mit Themen wie „Pränatale Diagnostik und ihre Folgen“, „Selbsterfahrung und Pflege“, „Integration vs. Inklusion“ sowie „Menschen mit Behinderung in der deutschen Geschichte“.

Beim Besuch in den Caritas-Werkstätten beschäftigte sich die Gruppe unter der Leitung von Katrin Hering mit dem Schwerpunkt „Integration vs. Inklusion“. Dabei nutzen die Gäste aus dem Bistum Limburg den Nachmittag in erster Linie auch, um allgemeine Einblicke in die Praxis der Arbeit mit Menschen mit Behinderung zu erhalten. Aufgeteilt in mehrere kleine Gruppen, hatten die FSJler und BFDler die Gelegenheit, in verschiedene Abteilungen und Betriebe der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn reinzuschnuppern. Bevor es in die einzelnen Arbeitsgruppen ging, wurde den Gästen die Einrichtung im Rahmen von kurzweiligen Vorträgen nähergebracht. Dabei erfuhren sie einiges über die Leistungen der Caritas-Werkstätten, die derzeit an acht Standorten im Westerwaldkreis und im Rhein-Lahn-Kreis rund 650 Menschen mit Behinderung berufliche Perspektiven bieten. Im Anschluss hatten die FSJler und BFDler dann die Gelegenheit, in verschiedenen Abteilungen selbst am Arbeitsalltag teilzunehmen und den Beschäftigten zu hospitieren. Im Nachgang reflektierten die Teilnehmer gemeinsam ihre neugewonnenen Eindrücke, ehe es schließlich zurück nach Kirchähr ging.

 

Einkaufstüten für Flüchtlinge gepackt

CAP-Markt in Hundsangen beteiligt sich an bundesweiter Spendenaktion und unterstützt Flüchtlingshelfer in der Verbandsgemeinde Wallmerod

HUNDSANGEN. „Von mir. Für Dich. 5 Euro spenden 5 Euro kommen an!“, lautet das Motto einer Spendenaktion, mit der die CAP-Märkte in ganz Deutschland gemeinsam mit ihren Kunden bedürftige Menschen, von Armut bedrohte Mitbürger oder soziale Projekte vor Ort unterstützen. Auch der vom Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn betriebene CAP-Markt in Hundsangen beteiligt sich an der Aktion und erfreute jetzt die in der Verbandsgemeinde Wallmerod tätige Flüchtlingshilfe mit einer Spende.

Die Idee ist eigentlich ganz einfach: Die teilnehmenden CAP-Märkte entscheiden sich für eine lokale Initiative, eine Organisation oder einen Verein. Anschließend informiert der Markt seine Kunden über die Spendenempfänger. Die Kunden können nun mit einem Spendenbeitrag von 5 Euro eine prall gefüllte Tüte kaufen, die Dinge enthält, die diese Menschen besonders nötig brauchen. Die Kosten für Packen, Logistik und Lieferung übernehmen die CAP-Märkte und leisten damit einen wesentlichen Beitrag, damit jeder gespendete Euro auch ankommt. So konnten deutschlandweit bislang schon mehr als 14.300 Spendentüten für den guten Zweck gepackt werden.

In Hundsangen waren es insgesamt 27 Tüten, die dank der Kunden den Besitzer wechselten. Im Vorfeld der Aktion hatten sich Marktleiter Nils Fette und sein Team dafür entschieden, die gespendeten Einkäufe den Flüchtlingen in der Verbandsgemeinde Wallmerod zukommen zu lassen. Also nahm man Kontakt mit den Ehrenamtlichen um Melanie Schneeweis sowie dem Ehepaar Günter und Helga Neuroth auf, die sich in der Wallmeroder Flüchtlingshilfe stark engagieren. Gemeinsam mit den ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern stellte man die Produkte zusammen, die in jede Tüte gepackt wurden. Keine einfache Aufgabe, schließlich durfte der Inhalt pro Tüte die Kosten von 5 Euro nicht überschreiten, und zum anderen sollten natürlich auch nur Dinge des täglichen Bedarfs eingepackt werden, die auch wirklich benötigt werden. „Bei der Zusammenstellung haben wir insbesondere auch die Wünsche der Flüchtlinge berücksichtigt“, erklärte Günter Neuroth bei der Spendenübergabe im Hundsänger CAP-Markt. So beinhaltete schließlich jede der 27 Tüten einen Kuchen, Speiseöl, Hygieneartikel wie etwa Seife und schwarzen Tee. „Unser Dank geht an die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer, die tolle Arbeit in der Verbandsgemeinde Wallmerod leisten“, betonte CAP-Marktleiter Nils Fette, „aber vor allem geht unser Dank natürlich an unsere Kunden, die die Tütenübergabe mit ihrer Spende erst ermöglicht haben.“

Spendentüten für Flüchtlinge

Von mir. Für Dich.: Dank der Kunden des CAP-Marktes in Hundsangen, konnten Marktleiter Nils Fette (links) und seine Mitarbeiter insgesamt 27 Einkaufstüten mit Dingen des täglichen Bedarfs an die Flüchtlinge in der Verbandsgemeinde Wallmerod übergeben. Um die Verteilung der Spenden kümmerten sich die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer Melanie Schneeweis (5. von links), Günter Neuroth (6. von rechts) und Helga Neuroth (rechts).

Freizeitfahrt der Tagesförderstätte Wirges

Die Tagesförderstätte war mit einer großen Gruppe von 8 Beschäftigten und 6 Mitarbeitern auf der diesjährigen 5-tägigen Freizeitfahrt in Simmerath bei Monschau. In idyllischer Lage befand sich das Ferienhaus „Waldstube“ mit vielen, schönen Themenzimmern und einem gemütlichen Sitzbereich mit Grillmöglichkeit direkt vor der Haustür. Bei der Anreise am 20. Juni 2016 gab es auch schon die erste Überraschung für die Beschäftigten. Jedes Zimmer war liebevoll nach einem bestimmten Thema gestaltet. Dies sorgte bei allen Beschäftigten für große Augen, da sie somit entweder mitten im Wald, im Saloon, in den Alpen oder direkt am Rursee schlafen konnten. Nach erholsamer Nacht frühstückte die Gruppe in gemütlicher Atmosphäre gemeinsam an einer langen Tafel, die am Abend zum Zusammensitzen einlud.

Die nähere Umgebung hatte Einiges an Aktivitäten zu bieten. Wir besuchten die schöne Stadt Monschau, die eine der beliebtesten Urlaubs- und Ausflugsziele der Eifel ist. Dort befindet sich die historische Senfmühle, bei der die Beschäftigten Andenken und kleine Geschenke für ihre Angehörigen kauften. Ein weiteres Highlight war der Besuch des Hochwildparks Rheinland in Mechernich-Kommern, wo man Rotwild, sowie Damwild hautnah erleben und füttern konnte. Am schönsten und sonnigsten Tag der Woche unternahm die Gruppe eine Schiffstour auf dem Rursee.  Man konnte gemütlich an der Reling sitzen, sich die Seeluft um die Nase wehen lassen und die einmalige Landschaft genießen. Nach den aufregenden Tagestouren wurde der große Hunger in einem der umliegenden Restaurants gestillt. Die Beschäftigten suchten sich dort natürlich ihr Gericht auch selbst aus. Die Abende wurden im Ferienhaus bei Gemeinschaftsspielen und Musik aus der Wurlitzer Jukebox oder auf der großen und sonnigen Terrasse mit gemütlichen, rustikalen Holzbänken ausklingen gelassen. Natürlich verfolgte die Gruppe auch am Dienstagabend das große Deutschlandspiel und fieberte mit unserer Nationalmannschaft mit.

Freizeitfarhrt des Tagesförderstätte

Caritasverband erwies sich als guter Gastgeber für die Westerwälder Wirtschaft

Rund 500 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft verbrachten einen gelungenen Abend in den Caritas-Werkstätten in Montabaur

MONTABAUR. Rund 500 Gäste aus der heimischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft hatten in dieser Woche den Weg in die Caritas-Werkstätten in der Montabaurer Warthestraße gefunden, um einige informative, aber auch gesellige Stunden zu verbringen. Und wenngleich die Veranstaltung kurzzeitig stromlos erschien, so war es am Ende doch ein rundum gelungener Abend, bei dem sich der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn als ein guter Gastgeber auszeichnen konnte.

Einmal im Jahr folgen die heimischen Unternehmer der Einladung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Westerwaldkreises, der Wirtschaftsjunioren Westerwald-Lahn, der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald, der Westerwälder Zeitung sowie der Industrie- und Handelskammer Koblenz mit ihrer Geschäftsstelle in Montabaur und kommen beim Empfang der Westerwälder Wirtschaft zusammen, um sich zu informieren und auszutauschen, um neue Kontakte zu knüpfen und bestehende zu pflegen. Dabei holt sich das Veranstalter-Quintett jedes Jahr einen wechselnden sechsten Partner mit ins Boot, der als Gastgeber des Wirtschaftsempfangs fungiert. In diesem Jahr hieß der Gastgeber Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn.

„Für uns ist es eine tolle Sache, Gastgeber beim 21. Empfang der Westerwälder Wirtschaft zu sein. Zum einen gibt uns das die Möglichkeit, den Gäste einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren. Dabei können sie sich unter anderem selbst ein Bild davon machen, was die bei uns beschäftigten Menschen mit Behinderung leisten. Und auf der anderen Seite ist es für uns auch eine Bestätigung für die gute Zusammenarbeit und intensiven Beziehungen, die unsere Caritas-Werkstätten seit mehreren Jahrzehnten mit der heimischen Wirtschaft pflegen“, freute sich Caritasdirektor Frank Keßler-Weiß über die Gastgeber-Rolle.

Im Vorfeld des offiziellen Programms luden Armin Gutwald, Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn, und seine Mitarbeiter die Gäste ein, sich persönlich vom breiten Leistungsspektrum der Werkstätten zu überzeugen, deren Erfolgsgeschichte im Jahr 1975 in einem baulichen Provisorium in Niederelbert begann. Im Halbstunden-Rhythmus nutzten viele die Gelegenheit, an einer der informativen Führungen teilzunehmen, die die Teilnehmer durch unterschiedliche Bereiche der Montabaurer Einrichtung führten. Dabei war unter anderem zu erfahren, dass die Caritas-Werkstätten heute mehr als 600 Menschen mit geistiger, körperlicher oder seelischer Behinderung, die dauerhaft oder vorübergehend nicht erwerbsfähig sind, Teilhabe am Arbeitsleben bieten – und dies an acht Standorten im Westerwaldkreis und im Rhein-Lahn-Kreis. Die Teilnehmer der Führungen erhielten Einblick in unterschiedliche Produktionsprozesse und erfuhren unter anderem, dass unter dem Aspekt „Werkstatt 4.0“ mittlerweile auch die Digitalisierung in den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn Einzug gehalten hat. Eine weitere zusätzliche Übersicht über das breite Leistungsspektrum in den Bereichen Fertigung, Montage und Dienstleistung bot außerdem eine Ausstellung mit zahlreichen Ständen, die die Verantwortlichen im Hof der Einrichtung aufgebaut hatten.

Das offizielle Programm wurde eröffnet durch Landrat Achim Schwickert. Im Rahmen seiner Begrüßung verlieh der Kreischef unter anderem den Ehrentitel „Botschafter des Westerwaldkreises“ an die Schriftstellerin Annegret Held, „Fly & Help“-Stiftungsgründer Reiner Meutsch sowie Startenor Johannes Kalpers. Komplettiert wird das neue Wäller Botschafter-Quartett durch Fußballprofi Roman Weidenfeller, der sich allerdings entschuldigen lies, da er sich derzeit mit Borussia Dortmund mitten in der Vorbereitung auf die neuen Bundesligasaison befindet. Anschließend hießen Caritasdirektor Frank Keßler-Weiß und Werkstätten-Geschäftsführer Armin Gutwald die rund 500 Gäste willkommen und brachten ihnen den Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn im Ganzen und die Arbeit der Caritas-Werkstätten im Speziellen näher. Das vollbesetzte Zelt verfolgte gerade aufmerksam die interessanten Ausführungen der Gastgeber, da schob sich ein unangekündigter Programmpunkt dazwischen: Der Strom fiel aus. Und das gleich zweimal kurz hintereinander. Schuld waren wohl die plötzlich einsetzenden starken Regenfälle, die der Technik einen Strich durch die Rechnung machten und für einen Kurzschluss sorgten. Während Moderator Hans Kary die stromlose Zeit gekonnt überbückte, war die Panne schließlich relativ rasch behoben und die Veranstaltung konnte ohne weitere Zwischenfälle fortgesetzt werden.

Gastredner des Abends war Professor Ulrich Weinberg vom Hasso-Plattner-Institut, der unter dem Titel „Design Thinking: Besser vernetzt arbeiten!“ über die Arbeit an der HPI School of Design Thinking in Potsdam berichtete. „Design Thinking fördert und fordert kollaborative Kreativität, um Probleme ganzheitlich und nutzerzentriert zu lösen. Dabei geht er auch gern unkonventionelle Wege. Wirtschaft, Forschung und selbst Politik erkennen zunehmend das Potenzial, das in Teams steckt, die vor allem einen in den Mittelpunkt stellen: den Menschen“, so Weinberg, der die aus seiner Sicht drei wesentlichen Elemente für moderne Teamarbeit benannte: multidisziplinäre Teams, iterative Prozesse und variable Räumlichkeiten. Viele seien immer noch im sogenannten Brockhaus-Modus, betonte der Referent und appellierte: „Wir müssen endlich zum Netzwerk-Modus kommen!“

Abschließend dankte Kreishandwerksmeister Rolf Wanja sämtlichen Beteiligten für ihr großes Engagement und lud alle Gäste des 21. Westerwälder Wirtschaftsempfangs zum gemütlichen Get-together bei kulinarischen Leckereien – zubereitet vom Küchenteam der Caritas-Werkstätten - und diversen Getränken ein. „Der Abend war ein voller Erfolg. Dieser konnte auch von den zwei Stromausfällen nicht wirklich getrübt werden. Ich denke, der Informationsgehalt war für die Gäste trotz der kurzen Unterbrechungen reichhaltig“, zog Caritas-Werkstätten-Geschäftsführer Armin Gutwald sein positives Fazit und stellte zufrieden fest: „Es ist uns als Gastgeber gelungen, einen nachhaltigen und überaus positiven Eindruck unserer Arbeit zu vermitteln und uns als starker Partner der Wirtschaft zu präsentieren.“

Gruppenfoto vom Westerwälder Wirtschaftsempfang 2016

Freuten sich über einen gelungen Empfang der Westerwälder Wirtschaft bei den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn: die Veranstalter, Landrat Achim Schwickert (6. von rechts), Gastredner Professor Ulrich Weinberg (6. von links), Moderator Hans Kary (3. von rechts) sowie die Gastgeber Caritasdirektor Frank Keßler-Weiß (2. von links) und Werkstätten-Geschäftsführer Armin Gutwald (7. von rechts)

Seit über 40 Jahren ein verlässliche Partner der heimischen Wirtschaft

Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn bieten ein breites Leistungsspektrum in den Bereichen Fertigung, Montage und Dienstleistung an

Die Geschichte der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn beginnt im Jahr 1975 in einem baulichen Provisorium in Niederelbert. Heute – mehr als 40 Jahre später - bieten sie mehr als 600 Menschen mit geistiger, körperlicher oder seelischer Behinderung, die dauerhaft oder vorübergehend nicht erwerbsfähig sind, Teilhabe am Arbeitsleben an acht Standorten im Westerwaldkreis und im Rhein-Lahn-Kreis an. Die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn sind zugelassener Träger für Bildungsmaßnahmen nach dem Recht der Arbeitsförderung (AZAV). In der den Caritas-Werkstätten angegliederten Tagesförderstätte in Wirges und ab September auch in Montabaur nutzen erwachsene Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf Angebote zur Teilhabe am Leben in der Gesellschaft mit dem Ziel der größtmöglichen Selbstbestimmung und der Verbesserung ihrer individuellen Lebensqualität.

Die Werkstattbeschäftigten sind je nach ihren individuellen Fähigkeiten und Interessen in den unterschiedlichsten Berufsfeldern in den einzelnen Betrieben tätig. Zur Vorbereitung auf ihre Tätigkeit werden sie auf der Grundlage ihrer Eignungen und Wünsche fachpraktisch an verschiedenen Arbeitsplätzen qualifiziert. Sie nehmen Angebote der beruflichen Bildung und Qualifizierung wahr, die durchlässig gestaltet sind und individuelle Perspektiven der beruflichen Integration eröffnen. Menschen mit einer psychischen Erkrankung nutzen Angebote zum beruflichen Einstieg bzw. Wiedereinstieg in den MoDiTec-Betrieben in Montabaur und Lahnstein.

Darüber hinaus bieten die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn unterstützte Beschäftigungsmöglichkeiten in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes in verschiedenen Bildungs- und Teilhabemaßnahmen an. Von Arbeitserprobungen über betriebliche Qualifizierungen im Rahmen Unterstützter Beschäftigung bis zu dauerhaften Einsätzen und Vermittlungen in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse werden die Menschen mit Behinderung dabei von Viweca, der Integrationsabteilung der Caritas-Werkstätten, unterstützt. Die Mitarbeiter der Viweca akquirieren Praktikumsplätze, beraten die Arbeitgeber hinsichtlich des Einsatzes der Maßnahmeteilnehmer und Werkstattbeschäftigten und begleiten sehr engmaschig die betrieblichen Einsätze.

Neben den Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben für behinderte Menschen haben sich die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn in den vergangenen 40 Jahren darüber hinaus zu einem verlässlichen Partner im Produktions- und Dienstleistungsbereich für viele regionale Unternehmen und Betriebe entwickelt. „Wir bieten ein breites Leistungsspektrum in den Bereichen Fertigung, Montage und Dienstleistung. Die jahrzehntelangen Geschäftsbeziehungen in der Region zeigen, dass die Kunden unsere Qualität, Preise, Termintreue und Zuverlässigkeit schätzen“, betont Geschäftsführer Armin Gutwald nicht ohne Stolz und weist darauf hin, dass seit 20 Jahren ein QM-System nach der DIN EN ISO 9001 erfolgreich zertifiziert ist.

Besonders wichtig ist es den Verantwortlichen, dass alle Werkstatt-Beschäftigten, auch die mit einem hohen Unterstützungsbedarf, stets am Produktionsprozess mitwirken. „Wir können die Arbeit so gestalten, dass selbst Menschen mit schweren Behinderungen an dieser teilhaben können – dies ist unser gesetzlicher Auftrag und unsere Berufung“, unterstreicht Gutwald. In den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn wird die Arbeit für den Menschen angepasst. Dies eröffnet so die Möglichkeit, dass Menschen mit Behinderung an den Arbeitsaufgaben wachsen und gegebenenfalls auch wieder mehrgliederige Arbeitsschritte ausführen können. „Wir wollen die Beschäftigten fördern und dazu fordern wir sie, damit sie an der Arbeit wachsen“, erläutert Armin Gutwald.

Dabei ist es wichtig, die Ergonomie am Arbeitsplatz stetig zu verbessern. Um auch weiterhin die Anforderungen der Geschäftskunden  im Hinblick auf Prozesssicherheit und Produktivität zu erfüllen,  wurde unter anderem erst kürzlich mit dem Aufbau eines eigenen Bereiches Vorrichtungsbau eine ganz neue Perspektive eröffnet. Bei der Gestaltung der Arbeitsplätze setzt man daher auf Poka-Yoke (der Begriff stammt aus dem japanischen und heißt übersetzt so viel wie „unglückliche Fehler vermeiden“), ein aus mehreren Elementen bestehendes Prinzip, welches technische Vorkehrungen bzw. Einrichtungen zur sofortigen Fehleraufdeckung und -verhinderung umfasst. „Gerade in der Zusammenarbeit mit gewerblichen Kunden ist dies für unsere Werkstätten natürlich handlungsleitend“, so der Geschäftsführer. Weiterhin hält  auch die Digitalisierung Einzug in den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn. Unter dem Aspekt Werkstatt 4.0 werden an neu geschaffenen Arbeitsplätzen über Tablets die Arbeitsschritte mittels kurzen Videoclips dargestellt. „Diese sind von den Beschäftigten jederzeit wieder abrufbar und zeigen die konkreten Handgriffe auf, die auch unabhängig vom Gruppenleiter gerade in der Einarbeitungs- und Anlernphase wiederholt angesehen werden können“, erklärt Armin Gutwald und fügt hinzu, dass die Beschäftigten so überdies im Umgang mit modernen Medien geschult werden, was ihnen später einmal bei einem Arbeitsplatz außerhalb der Werkstätten durchaus zugutekommen kann. Gleichzeitig ist es aber auch – mit Blick auf eine immer stärker digitalisierte Welt - ein weiterer Weg zum Abbau von Barrieren. Und letztendlich unterstreicht es das Motto, dass sich die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn auf die Fahne geschrieben haben: „Wir wollen Arbeit einfach machen, damit die Arbeit einfach gemacht werden kann“, sagt Armin Gutwald.

„Tag der Begegnung“ lockt wieder nach Niederelbert

Caritas-Werkstätten öffnen am 24. April ihre Türen und präsentieren ein buntes Programm für Groß und Klein

NIEDERELBERT. Die Caritas-Werkstätten in Niederelbert werden wieder zu einem Ort der Begegnung. Alle zwei Jahre öffnet der Betrieb in der Horresser Straße 16 seine Türen und gewährt den Besuchern einen Blick hinter die Kulissen der Werkstätten des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn. Am Sonntag, 24. April, ist es wieder soweit: Dann lockt der mittlerweile schon traditionelle „Tag der Begegnung“ erneut nach Niederelbert. Umrahmt wird die Veranstaltung auch in diesem Jahr mit einem abwechslungsreichen Programm, das für die großen wie auch die kleinen Gäste einiges zu bieten hat.

Der Tag in Niederelbert beginnt um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst in der Einrichtung, der von Pfarrer Linnighäuser zelebriert und von einzelnen Mitarbeitern mitgestaltet wird. Anschließend verwandelt sich das gesamte Gelände in der Horresser Straße in einen riesigen Ort der Begegnung. „Die Veranstaltung dient in erster Linie der Begegnung. Sie soll Menschen mit Behinderung und nicht behinderte Menschen zusammenbringen“, unterstreicht Betriebsleiter Albrecht Noll den eigentlichen Sinn der Veranstaltung.

So können zum Beispiel die Arbeitsbereiche Garten- und Landschaftsbau, Gärtnerei, Floristik, technische Montage sowie Schlosserei und Zerspanung besichtigt werden. „Wir haben an diesem Tag alle Gruppen besetzt, sodass man den Werkstattbeschäftigten bei der Arbeit über die Schulter schauen kann“, berichtet der Betriebsleiter von den Planungen für den 24. April. Dabei wird es den Besuchern selbst überlassen sein, ob sie eigenständig durch die Räumlichkeiten schlendern oder sich im Rahmen eines geführten Rundgangs über die Caritas-Werkstätten informieren. Darüber hinaus wartet ein reichhaltiges Sortiment an Beet- und Balkonpflanzen aus den betriebseigenen Gewächshäusern auf die Besucher, aus dem man sich mit Pflanzen und Setzlingen für den eigenen Garten oder die Terrasse eindecken kann. „Der Gärtnereiverkauf sowie Bestellungen an diesem Tag erfolgen mit einem Sonderrabatt von 15 Prozent“, sagt Noll und weist darauf hin, dass es sich dabei ausschließlich um Produkte der Werkstattbeschäftigten handelt.

Neben der Besichtigung der Werkstätten, hat der „Tag der Begegnung“ aber auch noch einiges andere zu bieten. So zum Beispiel wird es eine Verlosung geben, bei der tolle Sachpreise winken. Für Kurzweil sorgen außerdem eine Vorführung der Diensthundestaffel der Polizeidirektion aus Koblenz sowie der Auftritt der Music-Minis aus Siershahn. Zudem wird der Hof der Caritas-Werkstätten zur Ausstellungsfläche für flotte Flitzer: Das Cadillac-Museum aus Hachenburg hat sich angekündigt und bringt natürlich auch gleich einige seiner beeindruckenden Exponate auf vier Rädern mit nach Niederelbert. Eine weitere Attraktion dürfte erneut der Minibagger sein, auf dem sich mit Sicherheit nicht nur die Kinder, sondern auch so manche Papas als Baggerführer versuchen werden. Abgerundet wird das bunte Programm mit Angeboten für die kleinsten Gäste, die sich unter anderem auf eine Kinderbelustigung freuen können. Und damit die Besucher weder Hunger noch Durst leiden müssen, gibt es natürlich auch eine Vielzahl von Getränken und Leckereien zu zivilen Preisen. Das Ende für den „Tag der Begegnung“ in Niederelbert  ist gegen 17 Uhr geplant.

Blumenpracht beim Tag der Begegnung

Blumenpracht beim „Tag der Begegnung“: Natürlich haben auch die betriebseigenen Gewächshäuser der Caritas-Werkstätten am 24. April in Niederelbert geöffnet und locken nicht nur mit einem reichhaltigen Sortiment, sondern sogar mit speziellen Sonderrabatten beim Gärtnereiverkauf.

Besuch der Tagesförderstätte Wirges im Phantasialand

WIRGES/BRÜHL: Am 14.04.2016 waren sieben Beschäftigte mit sechs Mitarbeitern im Phantasialand Brühl. Bei perfektem Wetter, mit viel Sonne und strahlend blauem Himmel besuchte die Gruppe viele Fahrgeschäfte und Attraktionen. Ein Teil der Beschäftigten fuhr mit wilden Achterbahnen, wie der „Black Mamba“ oder mit wilden Wasserbahnen. Andere wollten es ruhiger angehen lassen und fuhren lieber mit dem Wikinger-Boot über den See. Für jeden in der Gruppe war etwas dabei wie zum Beispiel die Geisterbahn, ein nostalgisches Karussell, Gesicht-Schminken, die Colorado-Bahn, das Eis essen und die Parkmaskottchen, die herumliefen um die Besucher zum Lachen zu bringen. Wie es sich gehört gingen alle gemeinsam auch eine Pommes mit Ketschup und Maja essen. Die Gruppe hatte einen tollen Tag und fuhr am Abend geschafft und glücklich vom Erlebten wieder zurück nach Wirges. Das sagten die Beschäftigten und Mitarbeiter dazu:

„Ich bin Holzachterbahn gefahre.“, „Ich war Geisterbahn. Durch dunkle Gänge, Böse Figure, Geisterschiff mit Wasser, Donner und Wind.“ „Wasser schhh.. hiooo… wooot… Hose nass. Ann-Sophie alles Nass.“ „Da ließ sich ein Schrei nicht unterdrücken.“ „Hoffentlich können wir nächstes Jahr wieder in Phantasialand.“

Die Tafö Wirges feierte Karneval

Auch in diesem Jahr wurde in der Tagesförderstätte Wirges die fünfte, närrische Jahreszeit gefeiert. Am Schwerdonnerstag kamen die Beschäftigten und die Mitarbeiter verkleidet in die Tafö. Nach einem ausgiebigen Frühstück fand in der Turnhalle die alljährliche Faschingsdisco statt. Die Halle war karnevalistisch mit Luftballons und Luftschlangen geschmückt. Alle tanzten den ganzen Tag  auf Faschings- und Schlagerlieder.  Wer mal eine Verschnaufpause einlegen wollte, konnte sich an den reichlichen Getränken und Knabbereien bedienen. Zum Mittag wurde Essen bestellt, was sich jeder am Tag zuvor aussuchen durfte.  Alle hatten sehr viel Spaß an diesem lustigen Tag.

Am Freitag, den 05.02.2016 trafen sich die Beschäftigten und die Mitarbeiter der Tafö verkleidet in der Stadthalle in Ransbach-Baumbach zum Kegeln.  Nach dem  Frühstück, ging es für die Beschäftigten los. Sie kegelten, teils mit einer Kegelhilfe, um die Wette. Hier die Erklärung des Kegelns von den Beschäftigten: „Kegelen ham wa geworfen“,  „Mit viel Schwung geschmissen die Kugel“,  „Die Kegelstöcke fallen um und wenn alle umfallen, da freuen wir uns!“.  Bevor alle den Heimweg ins Wochenende antraten, gab es noch ein gemeinsames Mittagessen.

Am Aschermittwoch ist die Faschingszeit beendet und die Fastenzeit beginnt. Die Gemeindereferentin Frau Mechthild Nickolay besuchte am 10.02.2016 die Tafö, um gemeinsam  mit den Beschäftigten und Mitarbeitern einen  Wortgottesdienst zum Aschermittwoch zu halten. Es wurden zum Anlass passende Lieder gesungen und Fürbitten vorgetragen. Mechthild veranschaulichte die Fastenzeit durch die Geschichte von zwei Raupen, die sich in Schmetterlinge verwandeln. Abschließend bekam jeder, der wollte, ein Aschenkreuz auf die Stirn.

Forum Soziale Gerechtigkeit besuchte Caritas-Werkstätten

Teilhabe am Arbeitsleben wird für Menschen mit Behinderung ermöglicht

MONTABAUR. Die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn mit ihren acht Betrieben haben in der Region ein Alleinstellungsmerkmal: Sie gewährleisten für mehr als 620 Menschen mit geistiger, körperlicher und/oder seelischer Behinderung erfolgreich berufliche Qualifizierung und Teilhabe am Arbeitsleben. Menschen, denen die Gesellschaft sonst eine solche Teilhabe verwehrt. Im Rahmen ihrer Reihe „Was macht eigentlich…?“ besuchte jetzt das Forum Soziale Gerechtigkeit die Caritas-Werkstätten in Montabaur.

Die 15 an der Behindertenhilfe besonders interessierten Gäste kamen nach über zwei Stunden zu dem Ergebnis: Der gesetzliche Auftrag, Menschen mit Behinderung, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keine Chance haben, die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen, wird hier voll erfüllt! „Der Auftrag wird mit viel Herzblut und Verstand, mit unternehmerischem Denken und rehabilitativem Handeln, aber auch mit Drang zur Innovation und getragen von der Idee der Inklusion umgesetzt“, so das Resümee von Forumssprecher Uli Schmidt (Horbach).

Zu Beginn begrüßte Geschäftsführer Armin Gutwald die interessierte Delegation und stellte das breite Leistungsangebot in den Bereichen Fertigung, Montage und Dienstleistung vor. „Für Industrie, Handel und öffentliche Auftraggeber bieten wir ein breites Spektrum“, so Gutwald. Die Aktenvernichtung, die Produktionsküchen, der Garten- und Landschaftsbau, die Holz- und Metallbearbeitung sowie der Lebensmittel-CAP-Markt in Hundsangen bieten den Werkstattbeschäftigten vielfältige berufliche Perspektiven. Gemeinsam mit Tanja Sprünker-Eraerds (Leitung Kompetenzzentrum Berufliche Qualifizierung und Integration) sowie dem Betriebsleiter in Montabaur, Martin Sobotta, führte Gutwald die Besuchergruppe durch ausgewählte Bereiche der Caritas-Werkstätten.

Die Besucher sahen die Fertigung von Wachsformen, die in der Automobilindustrie zur Herstellung von Feingussteilen für Turbolader benötigt werden. Dieses Tätigkeitsfeld, das in MoDiTec von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen bearbeitet wird, verdeutlicht die hohen Ansprüche an Qualität, die die Caritas-Werkstätten für die Industrie erbringen. Der weitere Weg führte in den Zentralen Berufsbildungsbereich. Dort wird die Testmethode „hamet“, die zur Feststellung und Förderung beruflicher Basiskompetenzen der Teilnehmenden eingesetzt wird, vorgestellt. Neben der Kompetenzerhebung finden dort Kurse der beruflichen Bildung, beispielsweise zum Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz statt.

Anerkannt wurden von den Gästen besonders die vielen lohnenden Kooperationen mit regionalen Unternehmen, die industrielle Lohnfertigung vor Ort oder in den Produktionsräumen der Caritas-Werkstätten von den dort Beschäftigen ausführen lassen. „Im Jahr 2015 wurden 52 Praktika auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt durchgeführt, 29 Werkstattbeschäftigte waren auf sogenannten dauerhaften Außenarbeitsplätzen in externen Unternehmen tätig und zwei Personen konnten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt werden“, berichtete Armin Gutwald.

Abschließend wurde über die Weiterentwicklung der Werkstattarbeit diskutiert. Fazit: die Werkstätten für behinderte Menschen werden auch im Zeitalter der Inklusion noch viele Jahre gebraucht, müssen sich aber dem Wettbewerb weiterhin stellen und ihre Angebote und Strukturen ständig neu ausrichten! So nutzen die Caritas-Werkstätten als zugelassener Träger für Bildungsmaßnahmen nach dem Recht der Arbeitsförderung (AZAV) ihre langjährige Fachkompetenz und ihr Netzwerk um weitere Bildungsmaßnahmen mit Integrationszielen für Menschen mit Behinderung zu etablieren. Seit 2009 sind sie Anbieter der Unterstützten Beschäftigung. In dieser Maßnahme werden junge Menschen von Beginn an in Unternehmen vor Ort qualifiziert und sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze werden angebahnt.

 „Da sind wir auf einem guten Weg“, meinte Armin Gutwald abschließend. Dabei helfen wird  hoffentlich auch das künftige Bundesteilhabegesetz, wie die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler bei einem Besuch der Caritas-Werkstätten vor wenigen Wochen hoffte: „Die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sollen flexibler und personenzentrierter werden sowie die Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt stärker als bisher ermöglichen.“

Forum Soziale Gerechtigkeit besuchte Caritas-Werkstätten

Beim Rundgang durch die Caritas-Werkstätten in Montabaur schauten die Teilnehmer vom Forum Soziale Gerechtigkeit auch in „MoDiTec“ vorbei. In dem Betrieb wird Menschen mit einer psychischen Behinderung mit industrieller Lohnfertigung eine sinnvolle Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht.

"Auf der Parkbank" - vielseitige Einsatzmöglichkeiten der Palettenmöbel aus der Werkstatt Rotenhain

ROTENHAIN: Im Rahmenprogramm des Angehörigenkaffee der Werkstatt im November in Rotenhain führten Beschäftigte ein lustiges Rollenspiel „Auf der Parkbank“ auf, das sehr unterhaltsam war.

Auf dem Foto sieht man die Akteure mit Geschäftsführer Herr Armin Gutwald (Bildmitte, stehend) und der Sportpädagogin Frau Marion Schafferhans (rechts stehend).

Die Holz-Bänke und weitere Palttenmöbel werden in der Schreinerei im Betrieb Rotenhain hergestellt.

Beschäftigte der Werkstatt Rotenhain

Sonderpreisverleihung für ehrenamtliches Engagement unter dem Motto „Schau hin und sei aktiv“

Marc Bödger von den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn als Leiter des Projektes „Jeder kann Boxen“ für den Verein „Boxen macht Schule“ e.V. geehrt

MONTABAUR/BERLIN: Am 13.10.2015 wurden fünf Organisationen aus dem gesamten Bundesgebiet für ehrenamtliches Engagement unter dem Motto „Schau hin und sei aktiv“ von der Ing. DiBa und Mitarbeitern des Bundesministerium des Innern unter der Schirmherrschaft von dem Minister des Innern, Herrn Dr. Thomas de Maizière, geehrt.

Zur Aktion: Der Vorstand des „Boxen macht Schule“ e.V., der Gewaltprävention und Integration an Schulen durchführt, wurde Anfang des Jahres auf die Aktion „Schau hin und sei aktiv“ aufmerksam. Das Ziel bestand darin, online möglichst viele Stimmen für seinen Verein zu sammeln. In der vereinsspezifischen Klasse wurden am Ende leider nicht genug Stimmen gezählt.

Was alle Teilnehmer nicht wussten war, dass es einen Sonderpreis für Vereine gab, die vor allem Kinder, Jugendliche und Familien in ihren sozialen Kompetenzen unterstützen und zivilcouragiertes Handeln fördern.

Der „Boxen macht Schule e.V.“ teilte diesen Platz mit 4 weiteren Vereinen aus ganz Deutschland.

Die Vereine wurden im Bundesministerium des Innern mit einer Urkunde und einem Preisgeld von 2.000 Euro geehrt. Die Verleihung wurde geleitet von Herrn Hans-Georg Engelke (Staatssekretär des Bundesministeriums des Innern) und Herrn Roland Boekhout (Vorsitzender der ING-Diba). Aufgrund der aktuellen Lage war es Herrn Thomas De Maizere nicht möglich an der Verleihung teilzunehmen.

Der Staatssekretär betonte bei der Preisverleihung:Sich engagieren, bevor etwas passiert. Dieses Anliegen haben sich viele kleine und große Vereine zum Ziel gesetzt. Sie machen sich beispielsweise stark für Angebote, die helfen, Sozialkompetenzen zu trainieren, Aggressionen fair im gemeinsamen Sport abzubauen, junge Menschen über Gewalt aufzuklären und Gewaltbetroffene zu betreuen und zu unterstützen. Präventionsarbeit ist in allen Fällen ein aktives Bemühen darum, das Zusammenleben in unserer Gesellschaft gewaltfrei und sicher zu gestalten und dadurch den Zusammenhalt zu stärken. Dieses Engagement brauchen wir jetzt und in Zukunft.

Während der Verleihung bekam jeder Verein die Gelegenheit, Arbeit und Ziele seines Vereins vorzustellen.

Der Montabaurer Verein „Boxen macht Schule“ e.V.wurde vertreten durch den ersten Vorsitzenden Jan Meurer und den Leiter des Projektes „Jeder kann Boxen“ Marc Bödger.

Weitere Informationen finden Sie auch unter nachfolgendem Link: http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2015/10/verleihung-sonderpreis-schau-hin-und-sei-aktiv.html

Wir sagen "Herzlichen Glückwunsch!"

Montabaurer Verein für Ehrenamt geehrt

Die Verleihung wurde geleitet von Herrn Hans-Georg Engelke (Staatssekretär des Bundesministerums des Innern) und Herrn Roland Boekhout (Vorsitzender der ING-Diba). Der Verein wurde vertreten durch den ersten Vorsitzenden Jan Meurer und den Leiter des Projektes „Jeder kann Boxen“ Marc Bödger (2. Von links).
Montabaurer Verein für Ehrenamt geehrt

„Perspektive Inklusion“ - Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn präsentieren einer Vielzahl von Gästen ihr Leistungsspektrum

MONTABAUR. Unter dem Motto „Perspektive Inklusion – Teilhabe am Arbeitsleben heute und in Zukunft“ waren kürzlich zahlreiche Gäste der Einladung der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn gefolgt, um in der gerade fertig gestellten Lagerhalle am Standort Montabaur einen kurzweiligen wie informativen Nachmittag zu verbringen. Die für diesen Anlass extra als Veranstaltungsort umfunktionierte neue Halle stand dabei für die zukunftsweisende Ausrichtung der Caritas-Werkstätten. Demnächst können dort in Hochregalen noch mehr Paletten, Gitterboxen und Waren gelagert werden, um den gestiegenen Anforderungen der gewerblichen Kunden an Logistikleistungen gerecht zu werden.

Zunächst aber dienten die Räumlichkeiten noch den Feierlichkeiten anlässlich des 40-jährigen Bestehens, das die Caritas-Werkstätten in diesem Jahr feiern und zu dem im Sommer bereits alle Werkstattbeschäftigten zu einem großen Fest nach Heiligenroth eingeladen waren. Zum Abschluss des Jubiläumsjahres präsentierten die Caritas-Werkstätten nun zahlreichen externen Gästen ihre Angebotspalette und sprachen darüber, wie die „Perspektive Inklusion“ gelingen kann. Die Liste der Gäste war lang. Vertreter aus Politik, Verwaltung, Kirche, Schulen und Verbänden, der Agentur für Arbeit, der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer und der Kreishandwerkerschaft sowie zahlreiche Akteure aus Industrie, Handel, Gewerbe und sozialen Einrichtungen nahmen Einblick in die vielfältigen Werkstattleistungen. Unter den Gästen befand sich auch die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, die in ihrem Vortrag unter anderem die Frage beleuchtete, wie ein inklusiver Arbeitsmarkt aussehen kann.

Beim Rundgang durch die Halle verdeutlichten zunächst die unterschiedlichen Stände, dass sich seit der Gründung der „Werkstatt für Behinderte“ im Jahr 1975 viel getan hat. Dazu erläuterten Caritasdirektor Frank Keßler-Weiß und der Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten, Armin Gutwald, die umfangreichen Werkstattleistungen.

Die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn bieten heute mehr als 600 Menschen mit geistiger, körperlicher oder seelischer Behinderung, die dauerhaft oder vorübergehend nicht erwerbsfähig sind, Teilhabe am Arbeitsleben an acht Standorten im Westerwaldkreis und Rhein-Lahn-Kreis an. Sie sind zugelassener Träger für Bildungsmaßnahmen nach dem Recht der Arbeitsförderung (AZAV). In der den Caritas-Werkstätten angegliederten Tagesförderstätte in Wirges nutzen erwachsene Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf Angebote zur Teilhabe am Leben in der Gesellschaft mit dem Ziel der größtmöglichen Selbstbestimmung und der Verbesserung der Lebensqualität.

Neben den Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben für behinderte Menschen haben sich die Caritas-Werkstätten in den vergangenen 40 Jahren darüber hinaus zu einem verlässlichen Partner im Produktions- und Dienstleistungsbereich für viele regionale Unternehmen und Betriebe entwickelt. Auch das wurde deutlich beim Besuch der verschiedenen Stände in der Lagerhalle, die insbesondere das Interesse der Gäste aus Industrie, Handel, Gewerbe und Handwerk weckten. „Die Caritas-Werkstätten bieten ein breites Leistungsspektrum in den Bereichen Fertigung, Montage und Dienstleistung. Die jahrzehntelangen Geschäftsbeziehungen in der Region zeigen, dass die Kunden unsere Qualität, Preise, Termintreue und Zuverlässigkeit schätzen. Wir werden regelmäßig den Anforderungen der DIN EN ISO 9001 zertifiziert“, erläuterte Geschäftsführer Armin Gutwald.

Im Rahmen von Führungen hatten die Gäste außerdem die Gelegenheit, die drei Bereiche der Caritas-Werkstätten näher kennenzulernen. Dabei bekamen sie unter anderem Einblicke in die Testmethode „hamet“, die zur Feststellung und Förderung beruflicher Basiskompetenzen bei allen Teilnehmern eingesetzt wird, sowie in einen der MoDiTec-Betriebe, in dem bis zu sieben Beschäftigte in Form einer Montagestraße an einem Serienauftrag mitarbeiten, der hohe feinmotorische Fähigkeiten und Genauigkeit verlangt. Bei den Rundgängen zeigten sich die Gäste positiv überrascht von den einzelnen Tätigkeitsfeldern und den hohen Ansprüche an Qualität, die dort gefordert sind.

Nachdem dann der Werkstattchor sein Können zum Besten gegeben hatte, lauschten die Gäste den Ausführungen von Rainer Hafermann von der Fritz Stephan GmbH aus Gackenbach, der aus Sicht eines gewerblichen Kunden über die langjährige Zusammenarbeit mit den Caritas-Werkstätten berichtete. Am Beispiel der LKH Kunststoffwerk Heiligenroth GmbH & Co. KG in Heiligenroth erfuhren die Anwesenden dann mehr über die Viweca, die Integrationsabteilung der Caritas-Werkstätten. Im Interview erläutert eine junge Werkstattbeschäftigte, welche Bedeutung der Außenarbeitsplatz bei LKH für sie hat, und Torsten Ritter, Leiter des Prozessmanagements bei LKH, beschrieb die Sicht des Unternehmens und welche Rolle die Integration von Menschen mit Behinderung innerhalb der Unternehmensphilosophie spielt.

Abschließend gratulierte Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn zum 40. Geburtstag und bedankte sich herzlich für das unermüdliche Engagement aller. „Sie haben in nunmehr 40 Jahren dazu beigetragen, dass die Werkstätten zu einem unverzichtbaren Teil des sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens in der Region werden konnten. Heute verfügen die Werkstätten mit über 630 Beschäftigten an acht  Standorten über ein sehr differenziertes Arbeitsangebot, das die individuelle Entwicklung von Menschen mit Behinderungen in hohem Maße unterstützt", lobte die Ministerin. Sie begrüße darüber hinaus sehr, dass die Caritas als jüngsten Werkstattbetrieb in Hundsangen einen CAP-Lebensmittelmarkt betreibe, der sinnvolle Außenarbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen geschaffen habe. Ein weiterer Ausbau solcher Integrationsmodelle sei ein besonderes Anliegen der Landesregierung.

Die „Perspektive Inklusion“ ist ein langer Weg. Sie birgt zahlreiche Anforderungen für Arbeitgeber, für Werkstätten für behinderte Menschen aber auch für die Gesellschaft und die Politik. Die UN Behindertenrechtskonvention gibt die Richtung vor. Die Beteiligten, die auf Einladung der Caritas-Werkstätten nach Montabaur gekommen waren, folgen diesem Kurs der Inklusion. Das hat die gelungene Veranstaltung in den Caritas-Werkstätten gezeigt.

Perspektive Inklusion - Veranstaltung der Caritas-Werkstätten
Perspektive Inklusion - Veranstaltung der Caritas-Werkstätten
Perspektive Inklusion - Veranstaltung der Caritas-Werkstätten

Realschüler schnupperten bei den Caritas-Werkstätten

Achtklässler aus Montabaurer informierten sich über die Einrichtung und die vielfältigen Berufsfelder

MONTABAUR. 14 Schüler der Anne-Frank-Realschule plus in Montabaur tauschten kürzlich für einen Vormittag ihr Klassenzimmer mit den Räumlichkeiten der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn. Im Rahmen der sogenannten Sockeltrainingstage – bei denen die Berufsorientierung im Mittelpunkt steht - besuchten die Achtklässler gemeinsam mit ihrer Lehrerin Diana Albert die Betriebsstätte in Montabaur, um sich über die Einrichtung des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn, vor allem aber über die dortigen beruflichen Möglichkeiten zu informieren.

Zunächst hieß Geschäftsführer Armin Gutwald die jungen Hospitanten willkommen. Im weiteren Verlauf führte Tanja Sprünker, Leiterin Begleitende Dienste, gemeinsam mit Betriebsleiter Martin Sobotta die Schüler abwechslungsreich durch den Vormittag. Bei einer Präsentation und einem lockeren Austausch brachten sich die Jugendlichen interessiert ein. Sie erfuhren sehr viel über die Leistungen der Caritas-Werkstätten, die derzeit  in acht Standorten im Westerwaldkreis und im Rhein-Lahn-Kreis über 600 Menschen mit Behinderung berufliche Perspektiven bieten. Dabei interessierten die Schüler insbesondere Fragen wie „Was wird in den Caritas-Werkstätten eigentlich gearbeitet?“ und „Welche Berufe findet man in den Caritas-Werkstätten?“ Die Antworten darauf gab es dann sogar in praktischer Form: Denn im Anschluss an die Gesprächsrunde bekamen die Achtklässler die Möglichkeit, in den von ihnen favorisierten Berufsfeldern zu hospitieren und die Angebote der Caritas-Werkstätten kennenzulernen. Die berufliche Qualifizierung in vielfältigen Arbeitsbereichen steht im Mittelpunkt der Arbeit. In Anknüpfung an Interessen und Talente werden die Menschen mir Behinderung beispielsweise für Arbeitsgänge in der Hauswirtschaft/ Küche, in der Montage/ Verpackung, im Garten- und Landschaftsbau oder in der Holzbearbeitung qualifiziert. Im Anschluss an die Berufliche Bildung haben sie die Möglichkeit sich sowohl innerhalb der Werkstätten als auch in Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes - mit Arbeitsassistenz durch die Integrationsabteilung Viweca -  dauerhaft beruflich zu verwirklichen. Bei der Abschlussrunde kamen dann noch mal alle Beteiligten zusammen und zogen ihr Fazit. „Die Schüler wurden in allen Arbeitsgruppen herzlich aufgenommen“, betonte Lehrerin Diana Albert und lobte die angenehme Arbeitsatmosphäre in den jeweiligen Abteilungen. „Alle waren sehr aufgeschlossen und haben uns ihre Aufgaben erklärt“, fügten die Schüler hinzu, die allesamt positiv über ihre Erfahrungen in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern berichteten. Abschließend bedankte sich Betriebsleiter Martin Sobotta bei den Schülern für ihren Besuch und wies noch auf die Möglichkeit hin, nach dem Schulabschluss ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in den Caritas-Werkstätten zu absolvieren.

Schüler schnuppern bei den Caritas-Werkstätten

14 Schüler der Montabaurer Anne-Frank-Realschule plus waren mit ihrer Lehrerin Diana Albert (3. von rechts) für einen Vormittag zu Gast in den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn in Montabaur. Geschäftsführer Armin Gutwald (10. von links) sowie Tanja Sprünker (6. von links), Leitung Begleitende Dienste, und Betriebsleiter Martin Sobotta (7. von links) begrüßten die Achtklässler und stellten ihnen die Einrichtung, deren Leistungen sowie die beruflichen Möglichkeiten ausführlich vor.

 

Erfolgsgeschichte begann vor 40 Jahren in einem baulichen Provisorium

Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn feierten Jubiläum mit rund 500 Werkstattbeschäftigten aus dem Westerwaldkreis und dem Rhein-Lahn-Kreis

WESTERWALDKREIS/RHEIN-LAHN-KREIS. Seit nunmehr 40 Jahren nehmen Menschen mit Behinderung Angebote zur Teilhabe am Arbeitsleben in den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn wahr. Grund genug, ein großes Fest zu feiern und alle Werkstattbeschäftigten dazu einzuladen.

Im Jahr 1975 starteten die Caritas-Werkstätten in einem baulichen Provisorium in Niederelbert. Heute bieten sie mehr als 600 Menschen mit geistiger, körperlicher oder seelischer Behinderung Teilhabe am Arbeitsleben an acht Standorten im Westerwaldkreis und im Rhein-Lahn-Kreis an. Beschäftigte sind in den unterschiedlichsten Berufsfeldern tätig. Sie nehmen die Angebote der beruflichen Bildung und Qualifizierung wahr, die durchlässig gestaltet sind und individuelle Perspektiven der beruflichen Integration eröffnen. Dazu gehören beispielsweise Praktika und dauerhafte Außenarbeitsplätze in Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes. In der den Caritas-Werkstätten angegliederten Tagesförderstätte in Wirges nutzen erwachsene Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf Angebote zur Teilhabe am Leben in der Gesellschaft mit dem Ziel der größtmöglichen Selbstbestimmung und der Verbesserung der Lebensqualität. Viel hat sich seit der Gründung der “Werkstatt für Behinderte“ getan. Die Caritas-Werkstätten haben sich in den vergangenen 40 Jahren zu einem verlässlichen Partner im Produktions- und Dienstleistungsbereich für viele regionale Unternehmen entwickelt. Sie werden regelmäßig nach den Anforderungen der DIN EN ISO 9001 zertifiziert und sind zugelassener Träger für Bildungsmaßnahmen nach dem Recht der Arbeitsförderung (AZAV).

Gefeiert wurde der Geburtstag der heutigen Caritas-Werkstätten am 24.07.2015 in Heiligenroth unter dem Motto „Bunte Welt“. Rund 500 Werkstattbeschäftigte aus den Betrieben in St. Goarshausen, Lahnstein, Nauort, Niederelbert, Hundsangen, Rotenhain und Montabaur sowie der Tagesförderstätte Wirges waren der Einladung gefolgt. Sie erwartete ein abwechslungsreiches Programm, das mit einem Wortgottesdienst begann. Bezirksdekan und Vorsitzender des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn, Heinz-Walter Barthenheier, und Pfarrer Michael Dietrich nahmen dabei das Thema der bunten Welt auf und betonten die Vielfalt des Lebens. Eine große Weltkugel, die Werkstattbeschäftigte aus Lahnstein angefertigt hatten, und zahlreiche Regenbogen symbolisierten die Unterschiedlichkeit und Mannigfaltigkeit, von der die beiden Pfarrer und die Beschäftigten in ihren Fürbitten sprachen. Nach einem Grußwort von Armin Gutwald, Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn, begannen die Ehrungen.

Bis auf Hans Ruge, der zu den Feierlichkeiten nicht anwesend sein konnte, wurden neun Personen für ihre 40-jährige Werkstattzugehörigkeit persönlich geehrt: Manfred Herzmann, Hildegard Günthner, Peter Oster, Martina Engelbrecht, Michael Quirmbach, Ilona Harpel, Klaus Schmidt, Marianne Schwickert und Anton Hesse nahmen die Glückwünsche dazu von ihren Betriebsleitern, Geschäftsführer Armin Gutwald sowie Caritasdirektor Frank Keßler-Weiß entgegen. Einige der Geehrten waren sichtlich gerührt von den persönlichen Worten und Geschichten aus ihrer langjährigen Werkstattzugehörigkeit, mit denen sie beglückwünscht wurden. Mitarbeiter der Erstbesetzung der Caritas-Werkstätten waren ebenfalls der Einladung gefolgt und wurden namentlich erwähnt.

Anschließend konnten sich die Gäste über ein interessantes und unterhaltsames Bühnenprogramm, leckeres Essen sowie vielfältige Unterhaltungsangebote im Außenbereich freuen. So gab der eigens für das Jubiläumsfest einberufene Werkstattchor mit großem Erfolg mehrere Lieder zum Besten und begeisterte die Gäste. Mit großem Applaus bedacht wurden außerdem die Darbietungen des Zauberers Heinz und die Tänze der Schloss-Garde Mons Tabor, deren überwiegend junge Tänzerinnen trotz der hohen sommerlichen Temperaturen alles gaben, um ihre Zuschauer zu begeistern. Abgerundet wurde die schöne Geburtstagsfeier mit Aktionsangeboten wie Kickern, Kreativecke, Fotografie in Kostümen, Geschicklichkeitsspiele, Kegeln sowie einer einstündigen Abschlussdisko mit DJ Marc Oostlander. „Die Zufriedenheit und berufliche Verwirklichung der Werkstattbeschäftigten ist unser größtes Anliegen. Wir können mit Stolz auf die vergangenen 40 Jahre zurückblicken und sind gut für die Zukunft vorbereitet“, lautete.das Fazit von Geschäftsführer Armin Gutwald am Ende eines gelungenen Jubiläumsfestes.

Beschäftigte feiern 40 Jahre Caritas-Werkstätten

Neun Beschäftigte wurden anlässlich der Jubiläumsfeier in Heiligenroth für ihre 40-jährige Werkstattzugehörigkeit geehrt. Überreicht wurden die Urkunden von Caritasdirektor Frank Keßler-Weiß (2. von links), Armin Gutwald (2. von rechts), Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn, sowie von den Betriebsleitern der einzelnen Standorte der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn.

Caritas-Werkstätten unter neuer Führung

Armin Gutwald tritt Nachfolge von Erwin Peetz an – Rückkehr in die Heimatregion

MONTABAUR. Armin Gutwald heißt der neue Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn. Der 49-Jährige tritt die Nachfolge von Erwin Peetz an, der sich nach 16 Jahren in den Ruhestand verabschiedet hat.

Für Gutwald, der die vergangenen acht Jahre als Geschäftsbereichsleiter Arbeiten bei einem nordhessischen Träger der Eingliederungshilfe tätig war, ist die Aufgabe beim Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn nicht nur eine neue Herausforderung, sondern auch eine Rückkehr in die Heimatregion. In Hünfelden-Kirberg in der Nähe von Limburg aufgewachsen, studierte er nach seiner Ausbildung zum Werkzeugmacher und nach seinem Zivildienst bei der Lebenshilfe Limburg an der staatlichen Technikerschule in Weilburg Fertigungstechnik und war dann in leitenden Positionen in mittelständischen Unternehmen in Limburg, Katzenelnbogen und Eltville tätig, bevor er im Januar 2003 als Bereichsleiter Arbeiten in ein Sozialunternehmen in Mittelhessen wechselte. Während seiner Tätigkeit bei der Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg studierte der dreifache Familienvater berufsbegleitend Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Marketing.

Gutwald war während seiner 13-jährigen Tätigkeit in leitenden Positionen im Bereich der Behindertenhilfe und in verschiedenen Gremien auf Bundes- und Landesebene aktiv, so zum Beispiel im Bundesausschuss Arbeit der Lebenshilfe und im Vorstand der LAG Integrationsbetriebe in Hessen. Außerdem moderierte er den Ausschuss für Werkstätten der Diakonie Hessen. Armin Gutwald besitzt umfangreiche Erfahrungen im Bereich der Betriebsorganisation und des Qualitätsmanagements sowie im Bereich der Erwachsenenbildung. Als Dozent für Betriebsorganisation, Führung und Zusammenarbeit sowie der Produktions- und Dienstleistungswirtschaft war er am Bildungszentrum Kassel und an der  Hamburger Fernhochschule tätig.

Nun freut sich Gutwald auf seine neue Aufgabe im Westerwaldkreis und im Rhein-Lahn-Kreis: „Teilhabe zu ermöglichen und Inklusion zu verwirklichen, ist für mich eine spannende Herausforderung, bei der viele Interessen zu berücksichtigen sind. Den Interessen der Menschen, die besondere Unterstützung benötigen, gilt meine besondere Aufmerksamkeit. Für die Verbesserung der Teilhabemöglichkeiten, egal in welchem Bereich, möchte ich mich gemeinsam mit meinen Mitarbeitern auch zukünftig weiterhin einsetzen. Inklusion geschieht nämlich nicht von alleine, sondern braucht ein aufrichtiges Aufeinander-Zugehen aller Beteiligten. Sie findet damit an vielen Orten innerhalb und außerhalb der Caritaswerkstätten statt“, betont der der neue Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten.

Neuer Geschäftsführer Armin Gutwald

Armin Gutwald (links), hier im Gespräch mit einem Beschäftigten, ist der neue Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn.

Erwin Peetz, Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten, verabschiedet sich in den Ruhestand

MONTABAUR: Es ist prägend für Erwin Peetz, dass er bei seinem Abschied als Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn nicht nur auf sein jahrelanges Engagement zurückschaut, sondern weiterhin den Blick in die Zukunft richtet.

Dabei geht es ihm wie schon in den vergangenen 16 Jahren um die bestmögliche Erfüllung des Auftrages der Caritas-Werkstätten. Die Schaffung von Angeboten zur beruflichen Bildung und Teilhabe am Arbeitsleben für behinderte Menschen, die sich an ihren individuellen Fähigkeiten und Interessen orientiert. Diesem Ziel hat Erwin Peetz sich verschrieben und dabei vieles bewegt und voran getrieben.

Der 65-jährige Peetz, seit 1999 Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten und ab 1. Juli im Ruhestand, hat stets vorausschauend gewirkt und sein Augenmerk auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen gelegt. Die Ablösung des Bundessozialhilfegesetz durch das Sozialgesetzbuch XII, die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention, die gestiegene Zahl von erwerbsgeminderten Menschen mit psychischer Beeinträchtigung, erhöhte Qualitätsstandards an die Berufliche Bildung und Qualifizierung sowie Forderungen nach einer stärkeren Ausrichtung der Angebote am allgemeinen Arbeitsmarkt waren prägende Einflussfaktoren auf Werkstätten für behinderte Menschen während seiner Dienstzeit. 

Erwin Peetz hat die Herausforderungen nicht gescheut und in den vergangenen Jahren vor allem großen Wert auf den Ausbau der individuellen Angebote zur Teilhabe am Arbeitsleben für behinderte Menschen gelegt. In einer Vielzahl von Berufsfeldern sollen möglichst alle Werkstattbeschäftigten ihre Fähigkeiten und Interessen einbringen können. Die Eröffnung des werkstatteigenen CAP-Marktes in Hundsangen bietet Werkstattbeschäftigten seit kurzem sogar das Berufsfeld Einzelhandel, in dem sie tätig sei können. Mit dem Aufbau der MoDiTec-Betriebe in Montabaur und Lahnstein vor mehr als zehn Jahren konnte weiterhin den Bedürfnissen der Personengruppe der psychisch erkrankten Menschen gerecht werden. Durch den Aufbau der Integrationsabteilung Viweca hat Peetz die Möglichkeiten der Teilhabe am Arbeitsleben von Werkstattbeschäftigten in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes vorangetrieben. Der Zentrale Berufsbildungsbereich in der Westerwälder Kreisstadt entstand ebenfalls unter seiner Regie. Hier absolvieren Teilnehmer nach Eintritt in die Caritas-Werkstätten in den ersten zwei Jahren Kurse zur beruflichen Bildung und Qualifizierung.

Teilhabe am Arbeitsleben funktioniert nur, wenn gewerbliche und private Kunden den Caritas-Werkstätten Aufträge erteilen. Dafür müssen Qualität, Preis, Termin und Zuverlässigkeit stimmen. Auch wenn die Caritas-Werkstätten mit der Mehrzahl ihrer Kunden eine lange Geschäftsbeziehung pflegen, steigen auch hier die Anforderungen zunehmend. Um dem gerecht zu werden hat Peetz die Zertifizierung aller Produktions- und Dienstleistungsbereiche vorangetrieben. Die Caritas-Werkstätten gelten heute als verlässlicher Partner im Lohn- und Dienstleistungsbereich für eine Vielzahl von regionalen Betrieben und Unternehmen.

Die stetige Kooperation mit Partnern auf politischer, institutioneller, kirchlicher, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene war darüber hinaus ein wichtiger Erfolgsfaktor für den gebürtigen Münchner. Peetz hat auch außerhalb der Caritas-Werkstätten gewirkt und war als Vorstandsmitglied in der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Behindertenhilfe und Psychiatrie, KLBP, sowie der Landesarbeitsgemeinschaft für Werkstätten für behinderte Menschen tätig.

In Kürze verabschieden rund 170 Mitarbeiter und 625 Werkstattbeschäftigte an acht Standorten im Westerwald- und Rhein-Lahn-Kreis ihren Geschäftsführer. Sie würdigen schon jetzt sein Engagement für die Belange behinderter Menschen und seine visionäre Tatkraft. Zunehmender wirtschaftlicher Druck, Wettbewerb und demografischer Wandel sind einige der Herausforderungen, vor denen die Caritas-Werkstätten in Zukunft stehen und die weiterhin zu Veränderungen führen werden. Peetz hat die Caritas-Werkstätten in den vergangenen 16 Jahren für die Zukunft gut gerüstet. Demnächst werden sie in die Hände des Nachfolgers übergeben, der am 1. Juli offiziell die Nachfolge von Erwin Peetz antritt.

Ein T-Shirt für den scheidenden Geschäftsführer

Werkstattbeschäftigte der Schreinerei im Betrieb Montabaur verabschieden Erwin Peetz (3. von links), Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn mit einem Geschenk.

Beschäftigte und Kunden feierten gemeinsam den CAP-Markt-Geburtstag

Leckerer Gyros, eine Verlosung und vieles andere mehr lockten nach Hundsangen

HUNDSANGEN. Zahlreiche Besucher konnte das Team des CAP-Marktes am Wochenende auf dem Gelände des Lebensmittelmarktes in Hundsangen begrüßen. Ein Jahr war es fast auf den Tag genau her, dass der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn den Markt in Hundsangen eröffnete. Dieses Ereignis feierten nun Beschäftigte und Kunden mit einem kleinen, aber feinen Geburtstagsfest.

Den gesamten Tag über nutzten viele Kunden die Gelegenheit, nach dem Einkauf noch mal auf dem Parkplatz des Marktes eine Pause einzulegen, um sich eine der zahlreichen Leckereien schmecken zu lassen. So lud um die Mittagszeit unter anderem herzhafter Gyros mit Tzaziki und Krautsalat zum Verweilen in dme extra errichteten kleinen Festzelt ein. Weiterhin hatten außerdem einige Partner des CAP-Marktes ihre Verköstigungsstände aufgebaut. So lockte unter anderem die Metzgerei Litzinger aus Limburg-Eschhofen mit leckerer Fleischwurst, und die ortsansässige Bäckerei Quirmbach lieferte dazu passend knuspriges, ofenfrisches Brot. Während sich die erwachsenen Gäste am Hachenburger-Braumobil ein kühles Blondes oder auch andere alkoholfreie Getränke servieren ließen, nutzten die Kinder die Gelegenheit, sich ein farbenfrohes Gesicht schminken zu lassen. Am Nachmittag rundeten schließlich Kaffee, leckerer Kuchen sowie eine Verlosung, bei der es Gutscheine und Sachpreise zu gewinne gab, den CAP-Markt-Geburtstag ab.

1 Jahr CAP-Markt Hundsangen

CAP-Markt in Hundsangen feiert einjähriges Bestehen

Caritasverband sichert mit Lebensmittelmarkt Nahversorgung im Ort – Geburtstagsparty steigt am 16. Mai

HUNDSANGEN. „Es ist so schön, dass es hier endlich wieder eine Einkaufsmöglichkeit gibt“, sagt die ältere Dame zur Kassiererin, verstaut ihr Lebensmittel in einer Tüte, zahlt und geht zufrieden Richtung Ausgang. So wie die rüstige Seniorin denken eigentlich alle Menschen in Hundsangen, wenn sie im CAP-Markt einkaufen, insbesondere auch die älteren. Im Mai vergangenen Jahres eröffnete der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn den Markt und beendete damit eine einjährige Vakanz, in der das rund 2100 Einwohner zählende Dorf ohne entsprechende Nahversorgung auskommen musste. Jetzt feiert der CAP-Markt in Hundsangen sein einjähriges Bestehen und lädt alle Interessierten am Samstag, 16. Mai, zur Geburtstagsparty ein.

Es war ein echter Schock, als die Hundsänger Bürger Anfang 2013 erfuhren, dass der ortsansässige Lebensmittelmarkt schließen muss. In dem Ort leben viele ältere Menschen, aktuell sind mehr als 370 Einwohner 65 Jahre und älter. Gerade für die älteren Menschen in Hundsangen, insbesondere die nicht mobilen, fiel mit der Schließung des Marktes gleichzeitig die einzige  Einkaufsmöglichkeit weg, die sie selbstständig erreichen konnten. Schließlich organisierte die Ortsgemeinde einen Fahrdienst, der die Senioren einmal wöchentlich ins circa fünf Kilometer entfernte Wallmerod zum Einkaufen chauffierte.

Ein Zustand, der keinen so wirklich erfreute. Weder die Bürger, noch die Verantwortlichen im Rathaus. „Die Nahversorgung ist ein wichtiges Thema, wenn es um die Lebensqualität in einem Ort geht“, sagt Klaus Lütkefedder, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wallmerod, zu der Hundsangen gehört. Daher hatte man nach der Schließung auch größte Befürchtungen, dass dies ein Dauerzustand bleibt. Fast genau ein Jahr mussten die Hundsänger schließlich warten, bis eine ideale Lösung gefunden war: Der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn übernahm das Gebäude und eröffnete dort einen sogenannten CAP-Markt. Mit dem CAP-Markt sollen dauerhafte Arbeitsplätze außerhalb der Werkstattbetriebe geschaffen und die Integration von Menschen mit Handicaps in das gesellschaftliche Umfeld erleichtert werden. Derzeit sind in Hundsangen 14 Werkstattbeschäftigte im Schichtdienst tätig. „Der Markt wird mittlerweile sehr gut angenommen“, zieht Marktleiter Nils Fette nach einem Jahr ein positives Fazit und bestätigt, dass vor allem auch viele ältere Bürger das Angebot gerne nutzen.

Dies erfreut natürlich insbesondere auch Hundsangens Ortsbürgermeister Alois Fein: „Die Ortsgemeinde hat sich in den vergangen Jahren stets darum bemüht, unser Dorf vor allem auch für die älteren Menschen attraktiv zu gestalten“, betont der Ortschef. Daher wurde unter anderem auch auf Höhe des Marktes eine Ampel installiert, die ein sicheres Überqueren der Hauptstraße gewährleistet. Außerdem, erklärt Fein, seien im Bereich des CAP-Marktes die Bürgersteige so angelegt worden, dass sie zum Beispiel für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl keine Barriere darstellen.

Für Hundsangen sei die Ansiedlung des CAP-Marktes die perfekte Lösung, unterstreicht Alois Fein: „Dank des Marktes haben wir direkt im Dorf wieder einen Nahversorger“, sagt der Ortsbürgermeister, weist aber gleichzeitig daraufhin, dass der Markt keinesfalls nur eine Einkaufsmöglichkeit für die älteren Mitbürger darstelle. „Um den CAP-Markt dauerhaft zu sichern, sollten auch junge Menschen und Familien ihren Beitrag leisten und den Markt für den täglichen Einkauf nutzen. Nur so können wir selbst dazu beitragen, dass der CAP-Markt in Hundsangen eine sichere und dauerhaft Einkaufsstätte in unserem Dorf ist und bleibt“, appelliert Fein an „seine“ Bürger.

Melanie Bürgers, Beschäftigte im CAP-Markt

Melanie Bürgers aus Nordhofen ist eine von insgesamt 14 Werkstattbeschäftigten, die derzeit im CAP-Markt in Hundsangen tätig sind. Wie alle ihre Kolleginnen und Kollegen freut sich die 30-Jährige jetzt schon auf den 16. Mai. An dem Tag möchte das CAP-Markt-Team gemeinsam mit den Kunden das einjährige Bestehen des Hundsänger Lebensmittelmarktes feiern

Kita-Projekt bietet neue Perspektive für Beschäftigte der Caritas-Werkstätten

Menschen mit Handicap überzeugen als motivierte „Alltagshelfer mit hoher Einsatzbereitschaft 

WESTERWALDKREIS/RHEIN-LAHN-KREIS. Teilhabe am Arbeitsleben ist für behinderte Menschen eine wichtige Voraussetzung zur Gleichstellung, zur Selbstverwirklichung und zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit. Diesen Auftrag erfüllen die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn seit vielen Jahren. Sie stellen behinderten Menschen im Berufsbildungs- und Arbeitsbereich ein breites Spektrum an Berufsfeldern in den eigenen Betrieben und auf Außenarbeitsplätzen zur Verfügung. Um möglichst vielen Personen passende Qualifizierungs- und Arbeitsplätze anzubieten, sind sie ständig auf der Suche nach weiteren Berufsfeldern und Kooperationspartnern auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Jüngstes Beispiel für den Ausbau der ambulanten Angebote ist die Vermittlung von Werkstattbeschäftigten auf Praktikums- und dauerhafte Außenarbeitsplätze in Kindertagesstätten. Das vom Land Rheinland-Pfalz vor einiger Zeit ins Leben gerufene Projekt „Helfer in Kindertagesstätten“ für Werkstattbeschäftigte wurde von Viweca - der Integrationsabteilung der Caritas-Werkstätten - aufgenommen, konzeptionell in das bestehende Leistungsspektrum eingebunden und wird zurzeit entsprechend umgesetzt. Vor allem im hauswirtschaftlichen Bereich von Kitas kommen die Werkstattbeschäftigten und Teilnehmer des Berufsbildungsbereichs, die dies möchten und entsprechende Voraussetzungen mitbringen, zum Einsatz.

Das Konzept sieht zunächst eine Praktikumsphase vor. In dieser Zeit erprobt sich der Werkstattbeschäftigte in einer Kita, die wohnortnah gelegen sein sollte, damit sie eigenständig erreicht werden kann. Das Praktikum dient dem Kennenlernen des Tätigkeits- und Arbeitsfeldes. Im Vordergrund stehen dabei Tätigkeiten wie die Unterstützung bei der Zubereitung von Speisen, Reinigungsarbeiten oder je nach Einrichtung auch Textilpflege. Die Integrationsassistenten der Viweca begleiten diese Phase eng. Sie bereiten die jeweiligen Praktikanten auf ihren Einsatz vor, unterstützen bei der Einarbeitung und gewährleisten Qualifizierungen, deren Bedarf im Verlauf des Praktikums sichtbar werden. Wenn die Praktikumsphase für alle Beteiligten erfolgreich verläuft, kann daraus ein sogenannter dauerhafter Außenarbeitsplatz werden, der weiterhin von Viweca unterstützt wird. Dabei behalten die jeweiligen Personen den rechtlichen Status des Werkstattbeschäftigten bei. Die Arbeitgeber wiederum schätzen die Motivation und die Einsatzbereitschaft, die die Menschen mit Handicap zeigen. Außerdem spüren die Fachkräfte der Kita eine Entlastung durch den Einsatz der „Alltagshelfer“, sodass sie mehr Kapazitäten zur Erfüllung des pädagogischen Auftrages haben. Ziel kann darüber hinaus die sozialversicherungspflichtige Übernahme eines Werkstattbeschäftigten durch eine Kindertagesstätte sein.

Ein gelungenes Beispiel für dieses Projekt ist der Außenarbeitsplatz von Maria Faber in der katholischen Kita Don Bosco in Montabaur. Sie ist seit Mitte vergangenen Jahres im hauswirtschaftlichen Bereich der Kita tätig und leistet dabei einen großen Beitrag, wie Jutta Winninger, Leiterin der Kita betont. Mit Unterstützung von Viweca ist es Maria Faber gelungen, ihrem Ziel, einer Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, näher zu kommen. Das Berufsfeld Hauswirtschaft gefällt ihr. Hier kann sie hier ihre Fähigkeiten und Interessen gut einbringen und unterstützt die fest angestellte Fachkraft sowie das Team der Kita. Für 44 Kinder wird hier täglich eingekauft und frisch gekocht.

Maria Faber steht für ein Beispiel von gelungener Integration. Ziel der Viweca ist es, weiteren Werkstattbeschäftigten Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen, um das Miteinander von Menschen im Arbeitsalltag voran zu treiben.

Maria Faber in der katholischen Kindertagesstätte Don Bosco

Maria Faber an ihrem Außenarbeitsplatz in der katholischen Kindertagesstätte Don Bosco in Montabaur. Ihr Ziel ist eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Auf dem Weg dorthin wird sie von Viweca, der Integrationsabteilung der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn, unterstützt.

Jannis sammelte positive Erfahrungen beim Boys'Day

14-jähriger Schüler aus Girod verbrachte einen Tag in den Caritas-Werkstätten

MONTABAUR. Der heutige Donnerstag stand ganz im Zeichen des Boys’Day. Beim sogenannten „Jungen-Zukunftstag“ hatten Jungs erneut die Möglichkeit, Berufsfelder zu erkunden, in denen Männer bisher eher wenig vertreten sind - allen voran in Bereichen wie Erziehung, Soziales und Gesundheit. Auch der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn beteiligte sich wieder an dem bundesweiten Aktionstag, der in diesem Jahr zum fünften Mal stattfand. In Kooperation mit dem Amt für Katholische Religionspädagogik Montabaur gab der Caritasverband Schülern ab der 8. Klasse Gelegenheit, unterschiedliche Berufe sowie den Alltag in sozialen Einrichtungen kennenzulernen.

Einer der Boys‘Day-Teilnehmer in diesem Jahr war Jannis Hoffarth aus Girod. Der 14-jährige Gymnasiast nutzte die Chance und verbrachte einen Tag in den Caritas-Werkstätten in Montabaur. Auf die Idee dazu wurde er von Freunden gebracht: „Ich habe durch Mitschüler von der Aktion erfahren, die bereits im vergangenen Jahr teilgenommen hatten“, erzählt Jannis, der die 8. Klasse des Landesmusikgymnasiums in Montabaur besucht. Daraufhin hat er sich im Internet noch ausführlicher über den Boys’Day informiert und schließlich bei den Caritas-Werkstätten in Montabaur beworben. „Jannis hat regelrecht um die Stelle gekämpft und uns eine sehr nette E-Mail geschrieben. Daher haben wir uns auch sofort für ihn entschieden“, freut sich Betriebsleiter Martin Sobotta über den engagierten jungen Mann. Der war bei Dienstantritt am Donnerstagmorgen dann doch etwas nervös: „Ich wusste ja nicht, was auf mich zukommt“, so Jannis, der aber von Beginn an keinerlei Berührungsängste hatte. „Hier sind alle sehr offen. Jeder kommt sofort auf einen zu, will wissen wer ich bin und was ich hier mache. Alle sind freundlich und nett“, zieht Jannis nach der Hälfte des Tages ein erstes Resümee.

Im Rahmen des Boys’Day wurde der Giroder Schüler von einer der Beschäftigten durch die Werkstätten geführt und lernte somit die gesamte Betriebsstätte kennen. Außerdem schnupperte er bei einer der Produktionsgruppen mit rein und hatte unter anderem auch Gelegenheit, der Ergotherapeutin bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. „Der Tag hat viel Spaß gemacht. Es war auf jeden Fall sehr interessant und eine positive Erfahrung“, sagt Jannis abschließend.

Boys Day 2015

Beim Boys’Day in den Caritas-Werkstätten in Montabaur arbeitete Gymnasiast Jannis Hoffarth (Mitte) aus Girod unter anderem auch in einer der Produktionsgruppen mit. Dabei schauten ihm Rainer Lehmler (links), Referent für Gemeindecaritas beim Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn und Ansprechpartner für die Boys’Day-Teilnehmer, sowie Gruppenleiter Marco Weidenfeller über die Schulter.

Mehr Wert als man denkt! - Der Social Return On Invest

Eine Studie der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V.

Der Social Return on Invest (SROI) bezeichnet die volkswirtschaftliche Betrachtung von sozialen Dienstleistungsangeboten. Zum ersten Mal berechnet eine bundesweite Studie die Sozialbilanz von Werkstätten für behinderte Menschen. In der vorliegenden BAG-Studie wird die Wertschöpfung von Werkstätten für behinderte Menschen aus 4 Perspektiven betrachtet. 

Die SROI-Studie kommt dabei zu dem folgenden Ergebnis: Werkstätten sind wertschöpfend und erzeugen ein deutliches Plus für die Gesellschaft. Hochgerechnet verschaffen Werkstätten für behinderte Menschen der öffentlichen Hand pro Jahr Einnahmen und Einsparungen in Höhe von etwa 6 Milliarden Euro im Vergleich zu Investitionen in Höhe von 5,6 Milliarden Euro. Das bedeutet: 100 Euro, die in Werkstattleistungen investiert werden, erzeugen demnach eine Wertschöpfung von 108 Euro.

Nähere Informationen zur Studie der BAG WfbM und dem SROI finden Sie auf der Homepage der BAG WfbM unter http://www.bagwfbm.de/page/sroi_allgemein

 

CAP-Markt wurde zum Filmset

In Hundsangen entstand ein Spot für die neue Caritas-Kampagne 2015

HUNDSANGEN. Unter dem Motto „Stadt-Land-Zukunft“ beschäftigt sich die Kampagne des Deutschen Caritasverbandes in diesem Jahr mit den Auswirkungen des demografischen Wandels. Sämtliche Infos rund um die Kampagne 2015 sind im Internet unter www.stadt-land-zukunft.de zu finden. Dort kann man sich unter anderem auch die sogenannten Kampagnen-Videos anschauen. Die kleinen Filmchen erzählen vom Land und seinen Ideen, den Wandel zu gestalten und somit das Land mit Leben zu füllen. Die Videoreihe zur Kampagne erzählt quasi Geschichten, die der Wandel schreibt!

Einer dieser Spots entstand kürzlich auch in Hundsangen. Genauer gesagt: Im örtlichen CAP-Markt, den der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn dort im Mai vergangenen Jahres eröffnet hat. Der CAP-Markt ist nicht nur Arbeitsplatz für derzeit zwölf Menschen mit Behinderung, sondern vor allem auch ein wichtiges Angebot für die älteren und weniger mobilen Dorfbewohner. Dank seiner Eröffnung wurde eine einjährige Vakanz beendet, in der das rund 2100 Einwohner zählende Dorf ohne entsprechende Nahversorgung auskommen musste. Nicht zuletzt deshalb ist der CAP-Markt ein positives Beispiel dafür, wie man dem demografischen Wandel entgegenwirken kann – und bekam so einen eigenen Kampagnen-Spot.

Einen Tag lang war Filmemacher Jan Heilig von der Produktionsfirma filmbit aus Berlin mit seiner Kamera in und um Hundsangen sowie natürlich im CAP-Markt unterwegs, um das entsprechende Material für seinen Film zu sammeln. Dabei hielt er nicht nur viele Eindrücke aus dem Marktalltag fest, sondern ließ neben dem Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn, Erwin Peetz, und Marktleiter Nils Fette unter anderem auch zahlreiche Kunden sowie Hundsangens Ortsbürgermeister Alois Fein zu Wort kommen. Besonderen Spaß an den Dreharbeiten hatten aber vor allem auch die Beschäftigten des CAP-Marktes, die in dem knapp vierminütigen Clip natürlich eine tragende Rolle spielen und zum Teil ebenfalls interviewt wurden. Von Lampenfieber war da nichts zu sehen: „Das habt Ihr richtig toll gemacht“, lobte Jan Heilig als Regisseur, Kameramann und Tontechniker in einer Person seine „Schauspieler“.

Der Film aus Hundsangen ist derzeit noch in der Endbearbeitung und daher leider noch nicht auf der Homepage www.stadt-land-zukunft.de zu sehen. Dafür findet man dort aber bereits zahlreiche tolle Spots anderer Projekte, die im Rahmen der Caritas-Kampagne 2015 produziert wurden. Es lohnt sich also auf alle Fälle mal vorbeizuschauen. Und in Kürze dürfte es dann auch den CAP-Markt-Film online stehen. Daher: Einfach mal reinklicken!

Filmdreh im CAP-Markt

Filmemacher Jan Heilig (links) war im Auftrag des Deutschen Caritasverbandes mit seiner Kamera im CAP-Markt in Hundsangen unterwegs. Im Rahmen der Dreharbeiten für den Kampagnen-Spot spielten natürlich auch die Beschäftigten eine tragende Rolle und berichteten unter anderem aus ihrem Arbeitsalltag im Markt. Der Film ist demnächst im Internet unter www.stadt-land-zukunft.de zu sehen.

Ralf Exner ist neuer Abteilungsleiter in den Caritas-Werkstätten

42-jähriger Werkzeugmachermeister absolvierte einst seinen Zivildienst bei der Caritas

MONTABAUR. Als Ralf Exner damals seinen Zivildienst bei der Caritas absolvierte, hätte er mit Sicherheit nicht damit gerechnet, dass ihn sein Lebenslauf viele Jahre später noch einmal zum Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn zurück führt. Als Zivi einst in der Sozialstation Kannenbäckerland tätig, ist der heute 42-Jährige seit kurzem neuer Abteilungsleiter für den Bereich „Montage und Verpackung“ in den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn in Montabaur. Darüberhinaus ist Exner außerdem Gruppenleiter der Montagegruppe 3.

Ralf Exner ist gelernter Werkzeugmacher, legte später erfolgreich die Meisterprüfung ab und war in der Firma, in der er arbeitete, unter anderem auch für die Ausbildung der Lehrlinge zuständig. Anschließend war er mehrere Jahre als Betriebsleiter bei einem mittelständischen Unternehmen tätig, ehe sich der zweifache Vater, der mit seiner Familie in Girod-Kleinholbach lebt, nach einer neuen beruflichen Herausforderung sehnte und schließlich beim Caritasverband fündig wurde. Exner, der zuvor noch keine großartigen Erfahrungen mit Menschen mit Behinderung gemacht hatte, war sofort begeistert: „Nachdem ich hier in den Werkstätten eine zweitägige Hospitation absolviert hatte, wusste ich: Das ist es!“, erzählt er mit einem Strahlen in den Augen. Insbesondere der Umgang mit Menschen macht ihm besonders viel Spaß. „Schon zu meiner Zeit als Werkzeugermachermeister, habe ich am liebsten mit den Auszubildenden gearbeitet, ihnen etwas gezeigt und beigebracht“, so der 42-jährige neue Abteilungsleiter, der nun in den Caritas-Werkstätten in Montabaur für insgesamt fünf Gruppen mit rund 130 Beschäftigten verantwortlich ist. Berührungsängste waren für Exner von Beginn kein Thema: „Die Arbeit mit den Beschäftigten macht so viel Freude. Am schönsten ist das Feedback, das man von den Beschäftigten bekommt“, berichtet der neue Abteilungsleiter und ehemalige Zivi, für den sich nun – wie es so schön heißt - der Kreis geschlossen hat.

Ralf Exner neuer Abteilungsleiter in Montabaur

Ralf Exner aus Girod-Kleinholbach ist seit kurzem neuer Abteilungsleiter für den Bereich „Montage und Verpackung“ in den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn in Montabaur.

Internationaler Tag für Menschen mit Behinderung am 03.12.2014

Trotz eigenem Handicap auch selbst Hilfe leisten

Menschen mit Behinderung arbeiten in der Altenhilfe - Ein großer Gewinn für alle Beteiligten

WESTERWALDKREIS/RHEIN-LAHN-KREIS. Es herrscht konzentrierte Stille im Aufenthaltsraum des Caritas-Altenzentrums St. Josef in Arzbach. An einem Tisch sitzen eine junge Frau und ein älterer Herr und schauen gebannt auf die runden Spielsteine, die sie nacheinander gekonnt über das Brett bewegen. Sie spielen Mühle. Der Mann ist einer der Bewohner des Altenzentrums. Bei der Frau handelt es sich um Anna-Lena Meuer, ihres Zeichens Beschäftigte der Caritas-Werkstätten in Montabaur mit einer ganz besonderen Aufgabe: Seit mehr als zwei Jahren ist die Montabaurerin auf einem sogenannten Außenarbeitsplatz der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn in Arzbach tätig. Anna-Lenas Angebote sind bei den Bewohnern im Haus St. Josef sehr beliebt. Allerdings spielt sie nicht nur Gesellschaftsspiele mit den Senioren, sondern hat mittlerweile ein vielfältiges Aufgabengebiet: Sie liest vor, versorgt die Bewohner mit Getränken oder begleitet sie zu den Mahlzeiten und zu den täglichen Gruppenaktivitäten. Darüber hinaus erledigt die junge Frau leichte hauswirtschaftliche Tätigkeiten in der Einrichtung.

Anna-Lena Meuer ist eine von derzeit sechs Beschäftigten der Caritas-Werkstätten, die in Altenzentren im Westerwaldkreis und im Rhein-Lahn-Kreis als Assistenten in sozialen Einrichtungen ihre berufliche Verwirklichung finden. Unterstützt werden sie dabei von Viweca, der Integrationsabteilung der Caritas-Werkstätten. Die Mitarbeiter der Viweca qualifizieren die Werkstattbeschäftigten, die eine Tätigkeit in Betrieben und Einrichtungen des allgemeinen Arbeitsmarktes suchen. Sie akquirieren Praktikumsplätze, beraten die Arbeitgeber hinsichtlich des Einsatzes der möglichen Integrationsanwärter und begleiten sehr engmaschig die Einsätze außerhalb der Caritas-Werkstätten.

Um noch mehr behinderten Menschen Teilhabemöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu bieten, hat Viweca vor einiger Zeit das Qualifizierungsprojekt „Altenhilfe“ ins Leben gerufen, an dem auch Anna-Lena Meuer teilgenommen hat. Im Verlauf von zwölf Monaten erwarb sie gemeinsam mit anderen Teilnehmern fachspezifische Kenntnisse in den Bereichen Hauswirtschaft, Textilreinigung und Hauswirtschaft. Sie erarbeitete sich im Rahmen von Kursen der Viweca Kenntnisse in Bereichen wie Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie in spezifischen Arbeitsmethoden wie Hilfestellung im Alltag, Anrichten einfacher Speisen oder Mitwirkung bei der Gestaltung verschiedener Angebote für Bewohner von Altenzentren. Auch der Umgang mit dem Alter und dem Tod waren Themen der Qualifizierung. Das Projekt trägt bereits Früchte: Einige Beschäftigte fanden eine dauerhafte Beschäftigung außerhalb der Caritas-Werkstätten.

Die Beschäftigten, die zurzeit als Assistenten in sozialen Einrichtungen in den Caritas-Altenzentren in Arzbach, Lahnstein und Hachenburg sowie in einem Altenheim in Koblenz auf Außenarbeitsplätzen tätig sind, äußern große Zufriedenheit. Sie werden gebraucht und schätzen den Umgang mit den älteren Menschen. Sie verrichten Angebote der sozialen Betreuung der Bewohner, hauswirtschaftliche Tätigkeiten oder unterstützen die Hausmeister.

Außenarbeitsplatz im Caritas-Altenzentrum St. Josefsheim

Seit 765 Jahren für die Caritas im Einsatz

Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn ehrte verdiente Mitarbeiter

WESTERWALDKREIS/RHEIN-LAHN-KEIS. „Gemeinsam tragen und getragen werden“, lautete das Motto des Mitarbeiterfestes, zu dem der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn seine hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Limeshalle nach Arzbach eingeladen hatte. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr, war es das zweite Fest dieser Art, „das in erster Linie dazu beitragen soll, dass unsere Caritas-Gemeinschaft gestärkt wird und jeder Einzelne in seiner Arbeit wieder neuen Mut, Kraft und Orientierung erfährt“, begrüßte Caritasdirektor Frank Kessler-Weiß die zahlreichen Mitarbeiter aus rund 30 Einrichtungen und Diensten, organisiert in sechs Abteilungen, verteilt auf 16 Standorte in zwei Landkreisen.

Zuvor hatte der Vorsitzende des Caritasverbandes, Bezirksdekan Heinz-Walter Barthenheier, die Veranstaltung zunächst mit einem Wortgottesdienst eröffnet, der musikalisch von Mitarbeitern der Caritas-Werkstätten in Montabaur unterstützt wurde. In seiner anschließenden Ansprache gab Kessler-Weiß einen kurzen Rückblick auf die Ereignisse, die den Verband in den zurückliegenden Monaten beschäftigt haben. Die Bewältigung der vielfältigen Aufgaben sozialer Arbeit sei ohne die vielen hauptamtlichen, aber vor allem auch ehrenamtlichen Mitarbeiter des Caritasverbandes unvorstellbar, unterstrich der Caritasdirektor und dankte allen „seinen“ Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für deren „verantwortungsvolles und oft sehr zeitaufwändiges Engagement“.

Dass zahlreiche Frauen und Männer der großen Caritas-Gemeinschaft nun schon seit vielen Jahren die Treue halten, wurde bei der Ehrung verdienter Mitarbeiter deutlich, die im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand. Auf zusammen insgesamt 765 Jahre kommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen Frank Keßler-Weiß und Bezirksdekan Heinz-Walter Barthenheier – begleitet vom lautstarken Applaus der Kollegen im Saal – zum Dienstjubiläum gratulierten. So wurden für 10 Jahre Dienst bei der Caritas ausgezeichnet: Axel Detrois, Melanie Draesner, Ute Endres, Natalie Moor, Marion Ohlef, Gabriele Schmalebach und Volker Vieregg. Seit 20 Jahren bei der Caritas sind: Margarete Bukowiecki, Ingeborg Fleischer, Elke Hof, Bärbel Keil, Frank Keßler-Weiß, Manfred Köhler, Barbara Wirtz und Evangeline Klippel. Für 25 Jahre geehrt wurden: Christa Bayer, Pia Böhm, Beate Eggermann, Heike Fellinger-Wilke, Ursula Franke, Pia Hannappel, Sabine Hertzke-Hoffmann, Anja Kohlhaas, Waltraud Kröber, Monika Piras, Rita Schlageter sowie Peter Schwarz. Auf 30 Jahre Dienst bei der Caritas können zurückblicken: Christiane Becker, Marlene Kramer und Elke Reckenthäler. Bereits seit 35 Jahren der Caritas treu sind: Karin Hayn, Renate Reimann und Alois Wollersheim. Abschließend kam dann noch Annemarie Reifferscheid auf die Bühne und nahm die Gratulationen für sage und schreibe 40 Jahre Dienst im Zeichen der Caritas entgegen.

Nachdem sich anschließend alle am Buffet gestärkt hatten, war dann noch mal der Einsatz der Mitarbeiter gefragt: Unter dem Motto „Gemeinsam geht’s besser“ wurden bei einem Wettkampf-Spiel unter den einzelnen Abteilungen das Geschick, aber vor allem die Teamarbeit auf die Probe gestellt. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch das Gitarrenduo „Auszeit“ aus Niederelbert, das zum Festausklang für die musikalische Unterhaltung sorgte.

für Dienstjubiläum geehrt

Auf der Treppe im Foyer der Arzbacher Limeshalle versammelten sich alle geehrten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn zum gemeinsamen Erinnerungsfoto.
für Dienstjubiläum geehrt

Caritasdirektor Frank Kessler-Weiß (rechts) und der Vorsitzende des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn, Bezirksdekan Heinz-Walter Barthenheier (links), konnten im Rahmen des diesjährigen Mitarbeiterfestes zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre langjährige Treue zur Caritas auszeichnen. Für ihr 35-jähriges Dienstjubiläum geehrt wurden: (von links) Renate Reimann, Karin Hayn und Alois Wollersheim.

 

An der Kasse bekam Tanja Machalet das Flattern

SPD-Landtagsabgeordnete absolvierte Praktikum im CAP-Markt in Hundsangen

HUNDSANGEN. „Die kennst du doch von irgendwo her“, schien sich so mancher Kunde im Hundsänger CAP-Markt zu fragen, der die Frau an der Kasse mit aufmerksamen Blicken musterte, während diese die Einkäufe über den Scanner zog. Spätestens beim nächsten Wahlkampf dürfte dem nachdenklichen Kunden das freundliche Gesicht an der Kasse wieder einfallen - wenn es dann nämlich von einem der vielen Plakate lächelt. Denn bei der Dame an der CAP-Markt-Kasse handelte es sich tatsächlich um die Landtagsabgeordnete Dr. Tanja Machalet (SPD), die ihre Arbeit im Mainzer Landtag für einen Tag ruhen ließ, um das grüne Mitarbeiter-Shirt mit dem CAP-Markt-Logo überzustreifen und in Hundsangen kräftig mit anzupacken.

Vier bis sechs Mal im Jahr absolviert Machalet einen sogenannten Praktikumstag, um auch mal hinter die Kulissen von Institutionen, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen zu blicken. Der politische Slogan von der „Arbeit an der Basis“ bekommt hier eine ganz neue Bedeutung. Denn Machalet packt wirklich richtig mit an: „Nehmen Sie bitte auf mich keine Rücksicht, ich will hier nicht im Mittelpunkt stehen, sondern bin ein ganz normaler Mitarbeiter“, betonte sie beim Dienstantritt in Hundsangen. Mittlerweile schnupperte die Westerwälder Landtagsabgeordnete als Praktikantin schon im Krankenhaus, im Kindergarten und in der Schule rein, machte ein Praktikum beim Arzt, beim Amtsgericht, im Altenheim, im Familienferiendorf und sogar bei der Polizei. Nachdem Machalet im vergangenen Jahr einen Tag lang in den Caritas-Werkstätten in Montabaur arbeitete, war das Praktikum im CAP-Markt nun bereits der zweite Besuch beim Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn.

Der Markt in Hundsangen ist einer von mehr als 100 CAP-Märkten in ganz Deutschland und der erste CAP-Markt unter der Leitung des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn. Mit dem CAP-Markt sollen dauerhafte Arbeitsplätze außerhalb der Werkstattbetriebe geschaffen, die Integration von Menschen mit Handicaps in das gesellschaftliche Umfeld erleichtert, ein Betätigungsfeld im Dienstleistungsbereich mit direktem Kundenkontakt erschlossen sowie ein Akzeptanzgewinn und eine Steigerung des Selbstbewusstseins für behinderte Menschen erreicht werden. Der Markt ist für die behinderten Menschen, die von den Mitarbeitern der Caritas-Werkstätten angeleitet, begleitet und unterstützt werden, Bildungsstätte wie Arbeitsplatz. In Hundsangen sind derzeit insgesamt 19 Mitarbeiter tätig, davon zwölf Menschen mit Behinderung.

„Der CAP-Markt ist ein tolles Angebot außerhalb der Werkstätten. Die Leute, die hier arbeiten, wachsen mit ihren Aufgaben. Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, was hier geleistet wird“, konnte Tanja Machalet bereits nach kurzer Zeit ein Fazit ziehen. Nach Antritt ihres Praktikums ging es zunächst in den markteigenen Backshop, wo Machalet von zwei der Beschäftigten in die Abläufe eingewiesen wurde, um schon kurze Zeit später bereits selbst die ersten Brötchen verkaufen zu können.

Nach der wohlverdienten Pause und einem netten Plausch mit den „neuen Kollegen“ im Frühstücksraum, unterstützte die Landtagsabgeordnete die Beschäftigten beim Auffüllen der Supermarktregale. „Wir haben die Monate nach der Eröffnung unter anderem auch dafür genutzt, das Sortiment auf die Bedürfnisse unserer Kunden abzustimmen“, erläuterte ihr dabei Marktleiter Nils Fette, der mit der Entwicklung des Marktes bislang zufrieden ist. „Natürlich gibt es weiterhin noch Luft nach oben“, so Fette, der sich unter anderem wünscht, dass auch noch mehr Familien den CAP-Markt als Einkaufsmöglichkeit nutzen, statt in die großen Einkaufsmärkte „auf der grünen Wiese“ zu fahren. „Wir können sowohl beim Sortiment als auch bei den niedrigen Preisen mit den großen Discountern mithalten“, erklärte der Marktleiter seiner „neuen Mitarbeiterin“.

Sichtlich den meisten Spaß im Rahmen ihres Praktikums hatte Tanja Machalet schließlich an der Kasse. Unter den wachsamen Augen des CAP-Markt-Beschäftigten Manuel Günther meisterte die Landtagsabgeordnete den Job schon nach einer kurzen Einweisung mit Bravour. „Hier kommt mir wahrscheinlich meine Ausbildung zur Bankkauffrau zugute“, kommentierte sie den Umgang mit Geld mit einem Schmunzeln und unterstrich, dass die Arbeit an der Kasse aufgrund des direkten Kundenkontaktes besonders viel Freude mache. „Wenn sich aber plötzlich eine längere Schlange bildet, wird es doch ganz schön stressig. Da bekommt man ohne Beeinträchtigung schon das Flattern“, musste Machalet zugeben und sprach zugleich den Beschäftigten ihre Bewunderung aus: „Es ist wirklich beeindruckend, wie die Menschen mit Behinderungen diese Arbeit hier Tag für Tag erledigen.“

Lob gab es dann aber auch für die Praktikantin: „Das hast du richtig gut gemacht, du kannst gerne wiederkommen“, sagte Manuel Günther, ehe er sich selbst wieder auf seinen angestammten Platz an der Kasse setzte. Das Angebot nahm Tanja Machalet gerne an und betonte: „Ich komme auf jeden Fall wieder!“ Zum einen gerne für einen zweiten Praktikumstag – aber vor allem zum Einkaufen. „Wenn ich aus Mainz komme und auf dem Heimweg bin, werde ich künftig gerne mal eine Abfahrt früher runter und über Hundsangen fahren, um hier einen Zwischenstopp zum Einkaufen einzulegen“, versprach Tagespraktikantin Tanja Machalet, bevor sie sich in den wohlverdienten Feierabend verabschiedete.

Dr. Machalet im CAP-Markt an der Kasse

Bei ihrem Praktikum im CAP-Markt in Hundsangen outete sich Tanja Machalet als Fan der früheren TV-Serie „Ritas Welt“, die in einem Supermarkt spielt. Vielleicht machte der Landtagsabgeordneten die Arbeit an der Kasse daher besonders viel Spaß. Unter den wachsamen Augen des Markt-Beschäftigten Manuel Günther meisterte die Politikerin die Aufgabe mit Bravour.
Dr. Machalet im CAP-Markt beim Regalservice

Auch das Einräumen der Regale gehörte zu den Aufgaben von Praktikantin Tanja Machalet. Wie das funktioniert und auf was dabei zu achten ist, erklärte ihr der Markt-Beschäftigte Kevin Lagraf.
Dr. Machalet im CAP-Markt mit Wagen

Bei ihrem Praktikumstag im CAP-Markt in Hundsangen packte Tanja Machalet fleißig mit an. „Es ist toll, dass es ein Angebot wie den CAP-Markt gibt. Er ist wichtig für die Nahversorgung im Ort, aber natürlich auch für die Menschen mit Behinderung, die hier arbeiten“, bilanzierte die SPD-Landtagsabgeordnete nach ihrem Einsatz.

 

Landtagsabgeordnete packt im CAP-Markt mit an

Dr. Tanja Machalet absolviert Praktikumstag in Hundsangen

HUNDSANGEN. Die Westerwälder SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Tanja Machalet wird in dem vom Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn betriebenen CAP-Markt in Hundsangen einen Praktikumstag absolvieren und kräftig mit anpacken. Am Donnerstag, 30. Oktober, von 10 bis 13 Uhr gehört die heimische Politikerin zum Mitarbeiter-Team des Marktes, wird im Lager Kisten schleppen, im Markt Regale auffüllen und die Kunden an der Kasse bedienen.

Der CAP-Markt in Hundsangen ist einer von mehr als 100 CAP-Märkten in ganz Deutschland und der erste CAP-Markt unter der Leitung des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn. Mit dem CAP-Markt sollen dauerhafte Arbeitsplätze außerhalb der Werkstattbetriebe geschaffen, die Integration von Menschen mit Handicaps in das gesellschaftliche Umfeld erleichtert, ein Betätigungsfeld im Dienstleistungsbereich mit direktem Kundenkontakt erschlossen sowie ein Akzeptanzgewinn und eine Steigerung des Selbstbewusstseins für behinderte Menschen erreicht werden. Der Markt ist für die behinderten Menschen, die von den Mitarbeitern der Caritas-Werkstätten angeleitet, begleitet und unterstützt werden, Bildungsstätte wie Arbeitsplatz.

Natürlich sind auch alle Bürger und Kunden herzlich eingeladen, am Donnerstag im CAP-Markt in der Hauptstraße 49 vorbeizukommen, um der heimischen Landtagsabgeordneten bei ihrem Praktikumstag im Hundsänger CAP-Markt über die Schulter zu schauen. Marktleiter Nils Fette und sein Team inklusive „Neuzugang“ Tanja Machalet freuen sich auf Ihren Besuch!

 

CAP-Markt meistert 100-Tage-Frist mit Bravour

Verantwortliche beim Caritasverband ziehen erste positive Bilanz

HUNDSANGEN. Am 22. August ist es genau 100 Tage her, dass der CAP-Markt in Hundsangen seine Türen erstmals öffnete. Für die Hundsänger endete damit erfreulicherweise eine einjährige Vakanz, in der die Bürger ohne eine entsprechende Nahversorgung direkt vor Ort auskommen mussten. Es gibt aber noch eine weitere Besonderheit: Mit der Neueröffnung des Marktes in der Hauptstraße 49 begab sich der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn auf völlig neues Terrain. Nicht zuletzt deshalb ist die 100-Tage-Frist eine ideale Gelegenheit, eine erste Bilanz zu ziehen.

Eines der wichtigen Kriterien war es, mit dem CAP-Markt dauerhafte Arbeitsplätze außerhalb der Werkstattbetriebe zu schaffen. „Das gesamte Team hat sich bereits gut eingearbeitet. Mittlerweile sind in Hundsangen zwölf Werkstattbeschäftigte im Schichtdienst tätig. Deren Einarbeitung kommt gut voran“, zieht Erwin Peetz ein erstes positives Resümee. Gleichzeitig hofft der Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn, unter deren Regie der CAP-Markt betrieben wird, dass es innerhalb der Kunden keine Scheu im Umgang mit den Werkstattbeschäftigten gibt. „Wer doch Bedenken hat, dem sei gesagt, dass der Umgang mit den Beschäftigten keineswegs kompliziert ist. Mein Rat: einfach ausprobieren!“, betont Peetz.

Ausschließlich Positives haben nach den ersten knapp 100 Tagen auch die Beschäftigten selbst zu berichten. „Ich mag vor allem den Umgang mit den Kunden. Aber auch alle anderen Arbeiten, ob im Lager oder an der Kasse, gefallen mir. Es macht einfach Spaß hier zu arbeiten“, sagt Jean Pascal Burkhardt. Und seine Kollegin Dorothea Wiedemann fügt hinzu: „Ich habe eigentlich auch nur gute Erfahrungen gemacht. Wir haben mittlerweile sogar schon zahlreiche Stammkunden, mit denen man auch immer mal ins Gespräch kommt.“

Dem schließt sich auch Marktleiter Nils Fette an: „Der Markt wird bereits sehr gut angenommen. Natürlich gibt es immer noch Luft nach oben, dennoch kann man sagen, dass unsere Erwartungen bislang erfüllt wurden. Allerdings sind wir auch noch in der Sortimentsfindung. Das heißt, wir sind weiterhin bemüht, das Sortiment auf die Einkaufsgewohnheiten unsere Kunden abzustimmen, um allen das Passende bieten zu können“, sagt der 27-Jährige und gibt den Tipp: „Sollte jemand im Sortiment etwas vermissen, soll er mich bitte ansprechen!“ Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die Verantwortlichen außerdem aus einer Kundenbefragung, die für Herbst geplant ist.

Bis dahin bleibt festzuhalten, dass der neue CAP-Markt in Hundsangen die sogenannte 100-Tage-Frist mit Bravour gemeistert hat. „Wir wollten einen Markt schaffen, der Einkaufen zum Vergnügen macht. Bislang sind wir, so denke ich, auf einem sehr guten Weg dorthin“, so Erwin Peetz abschließend.

100 Tage CAP-Markt in Hundsangen

Am 22. August ist es genau 100 Tage her, dass der CAP-Markt in Hundsangen seine Türen erstmals öffnete. Bislang sind die Verantwortlichen beim Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn mit der Entwicklung des Marktes zufrieden.

 

Gute Stimmung der Akteure übertrug sich auf die Besucher

Caritas-Werkstätten in Rotenhain feierten 20. Geburtstag mit „Tag der offenen Tür“

ROTENHAIN. Die Caritas-Werkstätten in Rotenhain können in diesem Jahr auf ihr 20-jähriges Bestehen zurückblicken. Gefeiert wurde der Geburtstag kürzlich mit einem „Tag der offenen Tür“, zu dem sich die Einrichtung einiges hatte einfallen lassen.

Viele Gäste aus Rotenhain und Umgebung waren der Einladung in die Bahnhofstraße gefolgt und sorgten so dafür, dass die räumlichen Kapazitäten im Laufe des Tages irgendwann fast erschöpft waren. „Die große Resonanz ist natürlich toll und vor allem der Lohn für die Vorbereitungen auf das Fest“, freute sich Betriebsleiter Günter Keßler über die zahlreichen Besucher.

Eröffnet wurden die Feierlichkeiten mit einem Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Schneider und Jochen Straub vom Referat Seelsorge für Menschen mit Behinderung im Bistum Limburg. Anschließend konnten sich die kleinen wie großen Gäste über ein interessantes und unterhaltsames Bühnenprogramm sowie zahlreiche tolle Darbietungen im Außenbereich freuen. So gaben unter anderem der Musikverein Salz, die Chorgruppe der Westerwald Werkstätten Mittelhof-Steckenstein, die Tanzgruppen Stockum-Püschen, das Jugendorchester des Musikvereins Bellingen sowie die Hundeschule Westerwald ihr Können zum Besten. Mit tosendem Applaus bedacht wurden außerdem auch die Auftritte der eigenen Werkstatt-Akteure – die „Fantasy Dancers  & Dance of Rotenhain“, die Werkstatt-Rockers und die Theatergruppe der Werkstatt Rotenhain. Bei sämtlichen Darbietungen sorgten die Hauptdarsteller für tolle Stimmung, die sich schnell auch auf das Publikum übertrug. Abgerundet wurde die rundum gelungene Geburtstagesfeier mit verschiedenen Angeboten, wie einem Kreativbereich, Bungeerun, einem Geschicklichkeitserbsenspiel sowie einer Kletterwand, die allesamt ebenfalls sehr gefragt waren.

Tag der offenen Tür in Rotenhain

Über ein „volles Haus“ konnte sich das Team der Caritas-Werkstätten in Rotenhain beim „Tag der offenen Tür“ freuen. Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm sorgte des gesamten Tag über für die passende Unterhaltung.

 

„Tierische Mitarbeiter“ schaffen es bis ins Radio

Beitrag über Caritas-Werkstätten in Niederelbert am Sonntag, 20. Juli 2014 auf Hit Radio FFH

NIEDERELBERT. Die geplanten Schafe, die künftig die Pflege der Weihnachtsbaumkulturen auf dem Gelände der Caritas-Werkstätten in Niederelbert übernehmen sollen, sind bereits berühmt, bevor sie überhaupt ihren Dienst angetreten haben. Am Sonntag läuft ein Beitrag über die künftigen tierischen Mitarbeiter in der Sendung „Kreuz und Quer“ auf Hit Radio FFH (Sendezeit 6 bis 9 Uhr, der Beitrag läuft um kurz nach 7 Uhr).

Zur Erinnerung: Beschäftigte der Caritas-Werkstätten in Niederelbert bauen bereits seit einiger Zeit an einem imposanten Stall, der nach Fertigstellung Schafen der sogenannten Shropshire-Rasse als Zuhause dienen soll. Die Vierbeiner wiederum fungieren künftig als „Pflegepersonal“ in den Weihnachtsbaumkulturen.

Aufgrund eines Artikel in der Kirchenzeitung „Der Sonntag“ wurde nun auch Redakteurin Verena Franke von der Privatfunkredaktion des Bistums Limburg auf die „tierischen Mitarbeiter“ aufmerksam und machte sich von Frankfurt auf den Weg in den Westerwald, um sich vor Ort die nötigen Infos für einen entsprechenden Radiobeitrag zu holen. Diese bekam sie in Niederelbert aus erster Hand von Betriebsleiter Albrecht Noll, der der Redakteurin Rede und Antwort stand und ausführlich über die Entstehungsgeschichte der Idee mit den Schafen berichtete.

Die Privatfunkredaktion des Bistums Limburg beliefert die hessischen und rheinland-pfälzischen Privatradios (Hit Radio FFH, Harmony FM, RPR1 und Klassik Radio) mit Hörfunkprogramm rund um das Thema katholische Kirche. Die Privatfunkredaktion verantwortet auch, zusammen mit den anderen hessischen Bistümern und der Evangelischen Kirche, die sonntäglichen Kirchensendungen der Sender.

Der Beitrag über die Shropshire-Schafe in den Caritas-Werkstätten in Niederelbert läuft am kommenden Sonntag, 20. Juli, um kurz nach 7 Uhr auf Hit Radio FFH.

Schafe für Werkstatt Niederelbert

Interview vor dem neuen Schafstall: Verena Franke (links) von der Privatfunkredaktion des Bistums Limburg befragt Albrecht Noll, Betriebsleiter der Caritas-Werkstätten in Niederelbert, zum geplanten Einsatz der Shropshire-Schafe bei der Pflege der Weihnachtsbaumkulturen.

 

Kleine Spender mit großem Herz

Zwillingsschwestern aus Rennerod unterstützen Caritas-Werkstatt in Rotenhain

ROTENHAIN. Ein großes Herz bewiesen jetzt zwei kleine Mädchen aus Rennerod: Die Zwillinge Sarah und Sophie Bader hatten sich entschieden, auf den Nachkaffee anlässlich ihrer Kommunion zu verzichten, und das Geld lieber der Caritas-Werkstatt in Rotenhain zu spenden. Ein Bezug zu der Einrichtung besteht durch den Großonkel der Zwillingsschwestern, der in der Werkstatt beschäftigt ist.

So konnten die beiden Mädchen kürzlich stolze 300 Euro an Betriebsleiter Günter Keßler übergeben. Das Geld soll zur Finanzierung des Informationssystems „CABito“ eingesetzt werden. „CABito ist  eine sprechende Informationstafel bei der verschiedenste Informationen abgerufen werden können“, erklärte Günter Keßler und bedankte sich bei Sarah und Sophie Bader für die Spende.

Spende von Zwillingsschwestern an Werkstatt Rotenhain

Kleine Spender mit großem Herz: Bei der Spendenübergabe in der Caritas-Werkstatt in Rotenhain nahmen Sarah und Sophie ihren Großonkel in die Mitte. Über die Unterstützung der Zwillingsschwestern freuten sich Betriebsleiter Günter Keßler (hinten links) sowie weitere Beschäftigte der Einrichtung.

 

„Die Arbeit im CAP-Markt macht riesigen Spaß“

Marktleiter und zwei Beschäftigte ziehen nach zwei Monaten eine erste Bilanz

Am 15. Mai konnte der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn die Neueröffnung seines CAP-Marktes in Hundsangen feiern. „Der Markt ist vor allem auch eine Realisierung des Inklusionsgedanken. Menschen mit Behinderung haben hier großen Anteil daran, die Normalität eines Lebensmittelmarktes für die Kunden erlebbar zu machen“, betonte Caritasdirektor Frank Keßler-Weiß im Rahmen der offiziellen Eröffnungsfeier, zu der zahlreiche Gäste, darunter auch namhafte Vertreter aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Kultur, in die Hauptstraße 49 gekommen waren.  Die Hundsänger Bürger freuen sich natürlich darüber, dass nach einjähriger Vakanz endlich wieder eine Nahversorgung  vor Ort zur Verfügung steht. Es ist der erste CAP-Markt unter der Leitung des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn, und für die behinderten Menschen, die von den Mitarbeitern der Caritas-Werkstätten angeleitet, begleitet und unterstützt werden, ist er Bildungsstätte wie Arbeitsplatz. Im Rahmen unseres Interviews ziehen Marktleiter Nils Fette (27) sowie die beiden Beschäftigten Dorothea Wiedemann (51) und Jean Pascal Burkhardt (21) eine erste Bilanz.

Der Markt hat nun ja seit mehr als zwei Monaten geöffnet. Wie fällt das erste Fazit aus Sicht des Marktleiters aus?

Nils Fette: Unser Markt wird bereits sehr gut angenommen. Natürlich gibt es immer noch Luft nach oben, dennoch kann man sagen, dass unsere Erwartungen bislang erfüllt wurden. Allerdings sind wir auch noch in der Sortimentsfindung. Das heißt, wir sind weiterhin bemüht, das Sortiment auf die Einkaufsgewohnheiten unsere Kunden abzustimmen und allen das Passende bieten zu können.

Und Ihre ganz persönliche Einschätzungen zu den ersten zwei Monaten?

Nils Fette: Der Job hier geht natürlich über eine normale Marktleitertätigkeit hinaus. Aber genau das ist es ja, was solchen Spaß macht. Es ist einfach vielfältig und jeden Tag aufs Neue eine Herausforderung. Ich habe hier ein richtiges tolles Team und auch der Umgang mit den Kunden macht sehr viel Freude. Dass, was ich mir von der Aufgabe hier erhofft hatte, wurde auch komplett erfüllt. Ich habe den Schritt noch keine Sekunde bereut und würde es immer wieder noch mal so machen.

Frau Wiedemann, Herr Burkhardt, was macht Ihnen im Rahmen Ihrer Beschäftigung hier im CAP-Markt am meisten Spaß?

Jean Pascal Burkhardt: Ich mag vor allem den Umgang mit den Kunden. Aber auch alle anderen Arbeiten, ob im Lager oder an der Kasse, gefallen mir. Bei meiner früheren Tätigkeit habe ich ab und zu mal verschlafen oder war auch mal krank. Seit ich im CAP-Markt arbeite, komme ich morgens immer pünktlich, und krank war ich auch noch nicht. Es macht einfach Spaß hier zu arbeiten.

Dorothea Wiedemann: Die Arbeit hier ist sehr vielfältig und abwechslungsreich. Es wird nie langweilig. Mir persönlich macht vor allem die Arbeit an der Kasse am meisten Spaß. Besonders schön ist es, dass wir hier ein tolles Team sind, in dem es nie Probleme gibt. Braucht einer Hilfe, unterstützen wir uns gegenseitig.In einem CAP-Markt wird Inklusion gelebt. Wie gehen die Kunden damit um, dass hier auch Menschen mit einem Handicap arbeiten?

Nils Fette: Das mit der gelebten Inklusion kann man auf alle Fälle unterstreichen. Es gibt natürlich immer mal jemanden, dem merkt man eine gewisse Hemmschwelle an. Aber der größte Teil unserer Kunden geht absolut offen damit um und sucht auch immer wieder das Gespräch mit den Beschäftigten. Auf der anderen Seite aber muss man auch die Entwicklung sehen, die unsere Beschäftigen hier machen. Es ist toll zu sehen, wie viele mit ihren Aufgaben wachsen und regelrecht darin aufgehen. Frau Wiedemann und Herr Burkhardt beispielsweise sitzen mittlerweile sogar an der Kasse und machen ihre Sache richtig gut.

Jean Pascal Burkhardt: Die Kunden nehmen uns auf jeden Fall wahr und auch ernst. Ich komme mit allen Kunden super klar und habe bisher noch keine schlechten Erfahrungen gemacht.

Dorothea Wiedemann: Ich habe eigentlich auch nur gute Erfahrungen gemacht. Wir haben mittlerweile sogar schon zahlreiche Stammkunden, mit denen man auch immer mal ins Gespräch kommt. Und die Kunden haben auch immer Verständnis für einen, beispielsweise, wenn es an der Kasse mal nicht so schnell geht. Auch ich habe da bisher wirklich nur gute Erfahrungen gemacht.

Abschließend noch ein Blick nach vorne: Gibt es Wünsche oder Ziele, die Sie mit dem CAP-Markt verbinden?

Jean Pascal Burkhardt: Mein Ziel ist es immer hier zu arbeiten, am liebsten bis zur Rente. Es macht einfach riesigen Spaß.

Dorothea Wiedemann: Auch ich möchte gerne hier bleiben, so wie es jetzt läuft bin ich eigentlich glücklich. Hier bin ich einfach mehr gefordert als zum Beispiel bei meiner letzten Beschäftigung in den Werkstätten, das finde ich klasse. Dadurch wird auch mein Selbstbewusstsein gestärkt.

Nils Fette: Ich kann mich den beiden nur anschließen. Es macht riesigen Spaß hier zu arbeiten! Ich für meinen Teil kann sagen, ich habe meinen Traumjob gefunden.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Holger Pöritzsch / Pressestelle Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn 

Interview mit CAP-Markt-Mitarbeitern

Freuen sich darüber, dass der neue CAP-Markt in Hundsangen bisher so gut angenommen wird: Marktleiter Nils Fette (Mitte) sowie die beiden Beschäftigten Dorothea Wiedemann und Jean Pascal Burkhardt.

 

Caritas-Werkstätten Rotenhain feiern Geburtstag

„Tag der offenen Tür“ mit buntem Programm zum 20-jährigen Bestehen

ROTENHAIN. Im Jahr 1994 realisierten die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn die Pläne zur Sicherstellung einer ortsnahen Versorgung im oberen Westerwald und eröffneten eine Zweigwerkstatt in Rotenhain. Somit kann die Einrichtung in der Bahnhofstraße 9 in diesem Jahr auf ihr 20-jähriges Bestehen blicken. Und dieser Geburtstag soll natürlich gebührend gefeiert werden.

Am Sonntag, 13. Juli, lädt der Betrieb zu einem „Tag der offenen Tür“ nach Rotenhain ein. Los geht es um 10.30 Uhr mit einer Andacht unter der Leitung von Pfarrer Schneider sowie Jochen Straub, Leiter des Referates Seelsorge für Menschen mit Behinderung beim Bistum Limburg. Anschließend können sich die kleinen wie großen Besucher den gesamten Tag über auf ein abwechslungsreiches Programm freuen. Unter anderem hat der Musikverein Salz sein Kommen angekündigt und wird zu einem musikalischen Frühschoppen aufspielen. „Nachmittags stehen dann unter anderem Tanzdarbietungen unserer Beschäftigten, eine Theatervorführung sowie musikalische Darbietungen auf dem Programm“, verrät Betriebsleiter Günter Keßler, der sich gemeinsam mit seinem Team der Rotenhainer Betriebsstätte bereits auf den „Tag der offenen Tür“ freut . Geplant sind außerdem Vorführungen einer Hundeschule, und es wird verschiedene Geschicklichkeitsspiele, Bastelangebote sowie eine Kletterwand geben.

Für Unterhaltung sorgen außerdem die Jugendtanzgruppe Stockum-Püschen sowie die befreundeten Westerwald-Werkstätten Steckenstein, die die Geburtstagsfeier ebenfalls mit einigen Darbietungen bereichern werden. Für reichlich Spaß dürfte auch das sogenannte Bungee-Run sorgen, bei dem man gegen die Zugkraft eines Gummiseils anlaufen muss. Abgerundet wird der „Tag der offenen Tür“ in Rotenhain mit einem umfangreichen Angebot an Speisen und Getränken. „Unter anderem wird es eine Cocktailbar geben“, sagt Günter Keßler, der natürlich hofft, am 13. Juli mit möglichst vielen Besuchern auf den 20. Geburtstag der Caritas-Betriebsstätte in Rotenhain anstoßen zu können.

 

Knapper Finalsieg beschert Siegerpokal

Caritas-Werkstätten gewinnen Menschenkicker-Turnier in Neuwied-Engers

NEUWIED-ENGERS. Die Mannschaft der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn hat der deutschen Fußballnationalmannschaft etwas voraus: Während das Team von Jogi Löw bei der WM in Brasilien noch einige Siege braucht, um den begehrten Weltmeistertitel zu holen, konnten die Spieler der Caritas-Werkstätten den Siegerpokal bereits in die Höhe stemmen. In Neuwied-Engers nahm die Mannschaft kürzlich an einem Menschenkicker-Turnier der Heinrich Haus gGmbH, Werkstatt „Am hohen Rhein“ statt und landete prompt ganz oben auf dem Siegerpodest. Die Mannschaft bestand aus je drei Spielern aus den Betrieben St. Goarshausen und Lahnstein.

Beim Menschenkicker sind die Spieler - angelehnt an den klassischen Tischkicker - mit elastischen Bändern von der Bande aus miteinander befestigt. Somit ist der Bewegungsradius der Spieler eingeschränkt und es ist nicht immer ganz so einfach, an den Ball zu kommen, um ein Tor zu erzielen.

Bei dem Turnier in Neuwied-Engers wurde in drei Gruppen mit je sechs Mannschaften gespielt. Das Team der Caritas-Werkstätten legte eine hervorragende Vorrunde hin, in der alle Spiele gewonnen und somit fünf Siege verbucht wurden. Anschließend gewann das Team auch das Viertelfinale wie auch das Halbfinale und stand schließlich im Finale gegen die Mosellandwerkstatt Ebernach-Kühr. Dieses entwickelte sich zu einer spannenden Partie, die die Caritas-Werkstätten schließlich trotz einer Verletzung des Torwartes und bei einsetzendem Regen am Ende denkbar knapp mit 1:0 gewannen.  Bei der anschließenden Siegerehrung war die Freude über den Turniersieg natürlich riesig, sowohl bei den Spielern Martin Lehmann, Peter Eckert, Daniel Garbe, Lucas Musiol, Mentor Krasniqi und Marco Pelz, als auch bei den beiden Betreuern Viola Kaiser und Joachim Grämer.

Siegreiche Mannschaft beim Menschenkickerturnier

Jubelten über den ersten Platz beim Menschenkicker-Turnier in Neuwied-Engers und präsentierten stolz den Siegerpokal: (hintere Reihe von links): Betreuer Joachim Grämer (Sportdienst Lahnstein), Daniel Garbe, Lucas Musiol und Mentor Krasniqi. Vordere Reihe (von links): Peter Eckert, Martin Lehmann und Betreuerin Viola Kaiser (Sportdienst St. Goarshausen) sowie Marco Pelz (kniend).

 

Gelebte Inklusion und ein Segen für Hundsangen

Caritasverband feierte Neueröffnung des CAP-Marktes in der Hauptstraße

HUNDSANGEN. Hundsangen hat wieder eine eigene Nahversorgung: In dieser Woche feierte der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn die Neueröffnung seines CAP-Marktes in der Hauptstraße 49. Und es schien so, als wolle das ganze Dorf mitfeiern, dass es nach rund einjähriger Durststrecke endlich wieder einen Lebensmittelmarkt in Hundsangen gibt. Bereits zur offiziellen Eröffnung am Donnerstagmorgen waren zahlreiche Bürger gekommen, um „ihren“ neuen Markt persönlich unter die Lupe zu nehmen. Dabei folgten die meisten nicht nur der eigenen Neugier, sondern nutzten auch gleich die Gelegenheit, um die ersten Besorgungen zu tätigen. Kaum hatten sich die CAP-Markt-Türen geöffnet, bildeten sich schon lange Schlangen hinter den Kassen. 

Zuvor hatte Frank Keßler-Weiß die zahlreichen Gäste, darunter auch namhafte Vertreter aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Kultur, auf dem CAP-Markt-Parkplatz herzlich willkommen geheißen. Der Direktor des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn blickte noch einmal auf die Anfänge des Projektes: Nachdem der ehemalige Edeka-Markt im Mai 2013 schließen musste, war Hundsangens Ortsbürgermeister Alois Fein mit der Idee eines CAP-Marktes an die Caritas herangetreten. „Innerhalb des Verbandes herrschte zunächst Skepsis und Zurückhaltung“, erinnerte sich Keßler-Weiß zurück und betonte, dass diese allerdings sehr bald zunächst der Neugier und schließlich der Begeisterung gewichen seien. „Der Markt ist vor allem auch eine Realisierung des Inklusionsgedanken. Menschen mit Behinderung haben hier großen Anteil daran, die Normalität eines Lebensmittelmarktes für die Kunden erlebbar zu machen“, so der Caritasdirektor, der den Hundsängern und den Bürgern der umliegenden Ortschaften ans Herz legte: „Wenn unser CAP-Markt erfolgreich sein soll, braucht es vor allem Ihren Zuspruch!“ Im Gegenzug könnten sich die Kunden auf eine sehr persönliche Betreuung verlassen und würden beim Team des CAP-Marktes stets auf offene Ohren stoßen, versprach Keßler-Weiß.

„Uns war es wichtig, ein möglichst breites Sortiment zu attraktiven Preisen anbieten zu können. Wir wollten einen Markt schaffen, der Einkaufen zum Vergnügen macht“, unterstrich Erwin Peetz, Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn, unter deren Regie der Markt in der Ortsmitte von Hundsangen betrieben wird. Darüber hinaus erläuterte Peetz, dass das Team zunächst aus neun Mitarbeitern und acht Werkstattbeschäftigten bestehe, die sich um die Belange der Kunden kümmern und unter anderem auch einen Lieferservice anbieten werden.

„Genau ein Jahr und eine Woche war Hundsangen nun ohne Lebensmittelversorger. Die heutige Eröffnung dieses modernen Supermarktes ist für uns ein sehr bedeutender Tag“, freute sich Hundsangens Ortschef Alois Fein. Er betonte, dass der Markt den Bürgern nicht nur für den täglichen Einkauf, sondern auch als Ort für Begegnungen und Gespräche diene und ein fundamentaler Teil der dörflichen Infrastruktur sei. „Für alle Altersgruppen ist der Markt ein Segen“, sagte Fein, der sich sicher ist, dass der neue CAP-Markt die Lebensqualität in Hundsangen wie auch für die umliegenden Ortschaften weiter steigere. Dieser Meinung schloss sich auch Klaus Lütkefedder an, der das besondere Konzept des CAP-Marktes lobte: „Das ist gelebte Inklusion“, sagte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wallmerod und bezeichnete das neue Angebot in Hundsangen als ein weiteres Kapitel der VG-Initiative „Leben im Dorf – Leben mittendrin!“. Um auch die Mitarbeiter des neuen CAP-Marktes in dieses Modell mit einzubinden, hatte Lütkefedder ein ganz besonderes Eröffnungsgeschenk im Gepäck: Neben einem Info-Paket über die Verbandsgemeinde Wallmerod, gab für das gesamte Marktteam Freikarten für das Hundsänger Schwimmbad.

Den Glückwünschen zur Eröffnung des neuen CAP-Marktes schlossen sich außerdem auch Pfarrerin Heike Meissner, der Obererbacher Ortsbürgermeister Reinhard Krämer, Thomas Heckmann von der Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Süd eG sowie - in Vertretung für Landrat Achim Schwickert - Wilfried Noll, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Westerwaldkreises, mit einem kurzen Grußwort an. Zum Abschluss des offiziellen Teils sprach Bezirksdekan Heinz-Walter Barthenheier seinen Segen, ehe sich dann die Markttüren öffneten und Marktleiter Nils Fette und sein Team die Bürger zum ersten Rundgang durch den neuen CAP-Markt begrüßten. Die meisten nutzten die Gelegenheit gleich auch für ihren ersten Einkauf im neuen Markt. Anschließend folgten viele der Einladung zum Verweilen, ließen sich den leckeren Eintopf schmecken und verbrachten ein paar nette Stunden auf dem CAP-Markt-Gelände. So zog es noch den gesamten Eröffnungstag über immer wieder neue Gäste in die Hauptstraße 49. Und wo man auch hinhörte, so regierte an diesem Tag doch eigentlich nur eine Meinung: „Endlich hat Hundsangen wieder einen Lebensmittelmarkt!“

Erster Einkauf an der CAP-Markt Eröffnung

Gingen im Rahmen der Neueröffnung gemeinsam auf Einkaufstour durch den Hundsänger CAP-Markt: (von links) Frank Keßler-Weiß (Direktor des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn), Bezirksdekan Heinz-Walter Barthenheier, Marktleiter Nils Fette, Erwin Peetz (Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn), Klaus Lütkefedder (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wallmerod), Alois Fein (Ortsbürgermeister von Hundsangen) und Wilfried Noll (Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH).
Begrüßung bei der CAP-Markt Eröffnung

„Herzlich willkommen im CAP-Markt“: Mit einem kleinen Blumengruß hießen die Beschäftigten die Kunden im CAP-Markt in Hundsangen willkommen.
Kassenschlange bei der CAP-Markt Eröffnung

Volles Haus: Kaum hatten sich die Markttüren geöffnet, bildeten sich schon riesige Schlagen an den Kassen. Viele Gäste nutzten die Neueröffnung nicht nur, um sich ein erstes Bild von dem neuen CAP-Markt zu machen, sondern gingen auch gleich auf Einkaufstour.

Feuerwehren probten für den Ernstfall in Caritas-Werkstätten

Gelungene Premierenübung in Nauort mit rund 60 Brandbekämpfern

NAUORT. Um 19.15 Uhr ertönen die Alarmsirenen. Rauch vernebelt die Räumlichkeiten der Caritas-Werkstätten in der Schulstraße 16 in Nauort. Feuerwehrleute eilen herbei und sperren die benachbarte Ringstraße für den Durchgangsverkehr vorübergehend ab. Mit schwerem Atemschutzgerät bahnen sich die Rettungstrupps den Weg in die Einrichtung, um nach eingeschlossenen Personen und Verletzten zu suchen. Was sich auf den ersten Blick wie ein Schreckensszenario darstellt, ist glücklicherweise kein Ernstfall. Der Rauch wurde künstlich initiiert und die zu bergenden Personen sind freiwillige Statisten. Lediglich die Feuerwehrleute sind echt! 

Erstmals fand kürzlich in der Caritas-Werkstatt in Nauort eine Feuerwehrübung statt, bei der insgesamt knapp 60 Brandbekämpfer gemeinsam für den Ernstfall probten. Beteiligt waren fünf Feuerwehren aus der Umgebung, und zwar aus Nauort, Wirscheid, Caan, Sessenbach und Alsbach. Geplant wurde der Einsatz von Wehrführer Oliver Drefs und dem stellvertretenden Wehrführer Michael Freisberg (beide Nauort). „Der Einsatz verlief reibungslos und alle Beteiligten haben Hand in Hand gearbeitet“, zog Oliver Drefs bei der Nachbesprechung im Feuerwehrgerätehaus ein positives Resümee und unterstrich, dass „die standardisierten Sicherheitsvorkehrungen der Werkstatt gut funktioniert und sich als sehr hilfreich erwiesen haben“. Gleichzeitig bedankte sich der Wehrführer bei allen Beteiligten für die Umsetzung der Übung.

Auch vonseiten der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn wurde die Durchführung der Feuerwehrübung sehr begrüßt: „Für die Mitarbeiter der Werkstatt war die Übung sehr hilfreich, da alle ein Gefühl dafür bekommen haben, was im Ernstfall auf uns zukommt“, betonte der Nauorter Betriebsleiter Axel Detrois. Bei der abschließenden Begehung der Werkstatt mit den Wehrmännern waren sich alle einig: „Es sollten und werden weitere Übungen stattfinden, damit im Ernstfall schnell und sicher geborgen werden kann“, so der gemeinsame Tenor von Werkstatt- und Feuerwehr-Verantwortlichen.

Feuerwehrübung am Standort Nauort

Zum ersten Mal fand kürzlich eine Feuerwehrübung in der Caritas-Werkstatt in Nauort statt. Dabei waren insgesamt fünf Feuerwehren aus der Umgebung mit rund 60 Feuerwehrleuten im Einsatz.

 

Caritas-Werkstätten in Niederelbert bekommen tierische Unterstützung

Shropshire-Schafe sollen für Pflege der Weihnachtsbaumkulturen eingesetzt werden – Neuer Schafstall fast fertig

NIEDERELBERT. Auf dem Gelände der Caritas-Werkstätten in Niederelbert wird derzeit fleißig gesägt, gebohrt und gehämmert. Hinter den Gewächshäusern des Betriebs in der Horresser Straße entsteht bereits seit längerem ein großes Holzhaus, das nun so langsam Form annimmt. Auf den ersten Blick könnte man meinen, hier wird ein hübsches Ferienhäuschen gebaut. Doch weit gefehlt: Das Haus im Fachwerkstil ist als Unterkunft für mehrere neue „Mitarbeiter“ gedacht, die ihren Dienst antreten sollen, sobald ihr neues Zuhause fertiggestellt ist.

Bei dem imposanten Holzhaus handelt es sich tatsächlich um einen Stall – und die neuen „Mitarbeiter“ werden mehrere sogenannte Shropshire-Schafe sein, die auf dem Gelände der Caritas-Werkstätten eine wichtige Aufgabe übernehmen: Die Vierbeiner sollen künftig als „Pflegepersonal“ in den Weihnachtsbaumkulturen fungieren. Rund 2000 Tannen wurden auf dem riesigen Gelände gepflanzt. Aktuell ist davon noch nicht viel zu sehen und es lugen lediglich kleine Spitzen aus dem Boden. Doch wenn dann mal aus den kleinen Spitzen große Weihnachtsbäume geworden sind, wird es schwer, die Wiesenflächen dazwischen zu pflegen. „Deshalb kamen wir auf die Idee mit den Schafen“, sagt der Niederelberter Betriebsleiter Albrecht Noll.

Dass es ausgerechnet Shropshire-Schafe sein müssen, hat seinen guten Grund: Bei den Tieren handelt es sich um eine alte Hausschafrasse, die ihre Ursprünge im Gebiet Shropshire in England hat. Anfang der 1990er-Jahre entdeckte man eine einzigartige Eigenschaft der Shropshire-Schafe. Sie verbeißen keine Koniferentriebe im Gegensatz zu allen anderen bekannten Schafrassen. Seitdem werden die Vierbeiner in erster Linie in Weihnachtsbaumkulturen zur Kulturenpflege eingesetzt. Sie halten das Gras zwischen den Tannen kurz und sichern damit ausreichende Wachstumsbedingungen für die kleinen Tannen. Dies hat noch einen weiteren großen Vorteil: „Dank der Schafe können wir auf den Einsatz von Herbiziden verzichten, das ist natürlich absolut umweltschonend“, erklärt Noll.

Doch bis die Schafe zum Einsatz kommen, muss nun zunächst noch ihr Stall fertig werden. Die Bauarbeiten an dem Unterstand sind bereits seit einiger Zeit im Gange. „Die Arbeiten an dem Stall laufen zusätzlich neben der normalen Produktion unserer Betriebsstätte. Deshalb kann immer nur an dem Stall gewerkelt werden, wenn gerade mal Luft ist“, so der Betriebsleiter, für den es dennoch nicht infrage käme, eine Fachfirma mit dem Stallbau zu beauftragen: „Der Stall wurde ausschließlich von unseren Beschäftigten gebaut, darauf bin ich auch ein wenig stolz“, lobt Noll das Team um Leiter Ronny Keuper und weist gleichzeitig darauf hin, dass ein Schafstall in der Größe und Qualität durch einen externen Bauherrn auch gar nicht finanzierbar gewesen wäre.

Ein bisschen was gibt es noch zu tun an dem Stall. Es fehlen noch Tore, im Dachboden soll noch eine Luke entstehen, durch die später das dort gelagerte Heu nach unten zu den Schafen gelangt und im Bereich der Fenster muss das Team ebenfalls noch Hand anlegen. Einen endgültigen Fertigstellungstermin gibt es nicht, dennoch hoffen alle Beteiligten, dass der Stall bald fertig ist. Denn erst dann können natürlich auch die tierischen Mitarbeiter ihren Dienst antreten. Und auf die freut man sich in Niederelbert fast noch mehr als auf deren neues selbstgezimmertes Zuhause.

Neuer Schafstall in Niederelbert

Unter der Regie von Teamleiter Ronny Keuper (vorne rechts) haben die Beschäftigten der Caritas-Werkstätten in Niederelbert den riesigen Schafstall komplett in Eigenleistung erbaut. Das imposante Holzhaus dient nach Fertigstellung künftig als Zuhause für mehrere Shropshire-Schafe. Die „tierischen Mitarbeiter“ sollen sich dann um die Pflege der Weihnachtsbaumkulturen kümmern.

 

CAP-Markt in Hundsangen öffnet am 15. Mai seine Türen

Eröffnungsfeier mit leckerem Eintopf, Aktionen für Kinder und mehr

HUNDSANGEN. Die Vorbereitungen zur Eröffnung des neuen CAP-Marktes gehen in die entscheidende Phase. Nur noch ein paar Tage müssen sich die Hundsänger gedulden, ehe ihnen nach rund einjähriger Vakanz wieder eine Einkaufsmöglichkeit im eigenen Ort zur Verfügung steht. Wie geplant, wird der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn am Donnerstag, 15. Mai, seinen ersten CAP-Markt eröffnen.

„Die Wochen der umfangreichen Vorbereitungen waren anstrengend und intensiv, haben aber auch sehr viel Spaß gemacht. Jetzt freuen wir uns natürlich riesig darauf, dass es endlich richtig losgeht“, sagt Marktleiter Nils Fette, der sein Team bereits zusammen hat und sich in den vergangenen Wochen insbesondere um die Schulung der neuen Beschäftigten gekümmert hat. In den verbleibenden Tagen bis zur Eröffnung steht für Fette und sein Team vor allem die Bestückung des Marktes auf dem Programm. „Im Inneren ist der Markt so gut wie fertig. Es stehen nur noch wenige  Restarbeiten an“, freut sich auch Erwin Peetz, Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn, unter deren Regie der Markt in der Ortsmitte von Hundsangen betrieben wird, auf den 15. Mai.

Der Eröffnungstag beginnt um 10 Uhr zunächst mit einem offiziellen Teil, zu dem zahlreiche Ehrengäste erwartet werden. Unter anderem soll Bezirksdekan Heinz-Walter Barthenheier im Rahmen der Eröffnung den Segen für den neuen Markt spenden. Anschließend öffnen sich dann die CAP-Markt-Türen endlich auch für die Kunden und jeder hat Gelegenheit dazu, sich ein erstes persönliches Bild von dem neuen Markt zu machen. Und natürlich kann dann auch bereits der erste Einkauf getätigt werden.

Der Markt soll an diesem Tag aber nicht nur eine Einkaufsgelegenheit bieten, sondern vor allem zum Ort der Begegnung werden. So wird es bis circa 15 Uhr unter anderem leckeren Eintopf und diverse Getränke für die Gäste geben; und nachmittags locken Kaffee und süße Stückchen. „Wir werden Sitzgelegenheiten aufstellen und würden uns freuen, wenn die Bürger von Hundsangen und alle anderen interessierten Gäste ein paar nette Stunden bei uns verbringen und den neuen Markt und die Beschäftigten kennenlernen“, sagt Nils Fette, der natürlich auch auf gutes Wetter hofft, damit die Eröffnungsfeier vor dem Markt unter freiem Himmel stattfinden kann. Außerdem können sich die Kunden am Eröffnungstag auf so manche kleine Überraschung freuen, so der Marktleiter, der mehr aber noch nicht verraten will. Und auch an die Jüngsten ist gedacht: Ab 13 Uhr gibt es spezielle Angebote für die kleinen Gäste, die sich dann auf Kinderschminken, Luftballonfiguren und eine Kinderwerkstatt freuen können, in der sie sich ihre eigenen Freundschaftsbänder herstellen können. Der Markt hat am Eröffnungstag bis 20 Uhr geöffnet. Die künftigen Öffnungszeiten des CAP-Marktes in Hundsangen sind montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr sowie samstags von 8 bis 18 Uhr.

 

„Tag der Begegnung“ hat alle Erwartungen übertroffen

Zahlreiche Besucher zog es in die Caritas-Werkstätten nach Niederelbert

NIEDERELBERT. Wer beim „Tag der Begegnung“ der Caritas-Werkstätten in Niederelbert dabei sein wollte, der musste gegebenenfalls einen kleinen Fußweg auf sich nehmen. Denn spätestens zur Mittagszeit war die Schlange parkender Autos in der Horresser Straße recht lang und die Anzahl an Parkmöglichkeiten nahe des Eingangs zum Werkstatt-Gelände äußerst rar. „Die diesjährige Veranstaltung hat alle unsere Erwartungen weit übertroffen. Ein solch riesige Resonanz hatten wir noch nie“, freute sich Betriebsleiter Albrecht Noll über die vielen Gäste.

Dabei begann der Tag aufgrund von Dauerregen keinesfalls einladend. So musste am Vormittag unter anderem auch der unter freiem Himmel geplante Eröffnungsgottesdienst in die schützenden Räumlichkeiten der Einrichtung verlegt werden. Glücklicherweise hatte der Wettergott dann aber ein Einsehen mit dem Team der Caritas-Werkstätten, schloss gegen Mittag seine Schleusen und schickte später sogar ein paar Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke hindurch nach Niederelbert. Zu diesem Zeitpunkt allerdings war das rege Treiben auf dem Gelände in der Horresser Straße 16 längst in vollem Gange. Interessiert schlenderten die Besucher durch die Werkstätten, informierten sich ausführlich über die Einrichtung und schauten den Beschäftigten bei der Arbeit über die Schulter. Aber auch auf dem Außengelände gab es so einiges zu erleben: Da nahm unter anderem manch einer im Führerhaus des Minibaggers Platz und versuchte sich selbst einmal als Baggerführer, während andere staunend mitverfolgen konnten, dass eine lautstarke Motorsäge durchaus auch ein filigranes „Schnitzwerkzeug“ sein kann. Ein weiterer Höhepunkt war die Schaf-Hüte-Vorführung der Hundeschule „Rocket Dogs“ aus Höhr-Grenzhausen, bei der eindrucksvoll demonstriert wurde, was die ausgebildeten Vierbeiner im Stande sind zu leisten. Und während sich die kleinen Gäste am liebsten schminken ließen oder Luftballonfiguren modellierten, zog es die großen Besucher in die betriebseigenen Gewächshäuser, aus denen an diesem Tag so manche Pflanze den Weg in den eigenen Garten fand.

Rundum war es also ein gelungener Tag, der nicht nur Unterhaltung bot, sondern vor allem auch seinen eigentlichen Zweck erfüllte und einmal mehr zu einer Begegnungsstätte für Menschen mit Behinderung und nicht behinderten Menschen wurde. „Das war der bislang erfolgreichste ‚Tag der Begegnung‘ hier bei uns“, zog Albrecht Noll sein positives Fazit und dankte allen Besuchern, aber vor allem auch den Werkstatt-Mitarbeitern und Werkstatt-Beschäftigten, „die für eine tolle Veranstaltung gesorgt haben“. „Wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten ‚Tag der Begegnung‘ in zwei Jahren“, so der Niederelberter Betriebsleiter.

Motorsägenschnitzkunst am Tag der Begegnung in Niederelbert

Der „Tag der Begegnung“ in Niederelbert hatte einiges zu bieten. Unter anderem bot sich den Besuchern die Gelegenheit, einem Holzkünstler bei der Arbeit über die Schulter zu schauen.

 

Caritas-Werkstätten und Stifung Scheuern freuen sich über Spenden der Firma Boehringer Ingelheim

Elefant, Giraffe & Co. – Mitarbeiter  spenden 3.000 Euro für das Projekt „Behinderte Menschen malen“

INGELHEIM, 11. April 2014: Im Nachgang zur Ausstellung „Behinderte Menschen malen“ haben die Mitarbeiter der deutschen Standorte von Boehringer Ingelheim insgesamt 3.000 Euro an zwei caritative Einrichtungen gespendet. Die Stiftung Scheuern aus Nassau und der Betrieb St. Goarshausen von den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn nahmen die Spendengelder auf dem Werksgelände von Boehringer Ingelheim in Ingelheim entgegen. Die Einrichtungen werden die Spende zur Unterstützung der Maltherapie einsetzen.
Den Wettbewerb „Behinderte Menschen malen“ hatte das rheinland-pfälzische Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung 1981 ins Leben gerufen. Das diesjährige Thema „Besuch im Zoo“ hat mehr als 1.200 Menschen mit Behinderung aus Rheinland-Pfalz dazu inspiriert, künstlerisch aktiv zu werden. Boehringer Ingelheim präsentierte Anfang 2014 die komplette Ausstellung mit 111 Bildern im Mitarbeiterrestaurant des Pharmaunternehmens in Ingelheim, wo die Wanderausstellung bereits das fünfte Jahr in Folge zu Gast war. Zusätzlich gibt das Landesamt jährlich einen Kalender mit den schönsten Bildern heraus. Diese wählt eine unabhängige Jury aus.
Bei einem gemeinsamen Frühstück überreichte Mitarbeiter Maximilian Schild im Namen der Belegschaft von Boehringer Ingelheim den zwei caritativen Institutionen je einen großen Umschlag mit den Spendengeldern. Der Betrag war durch freiwillige Spenden der Mitarbeiter zusammengekommen – im Gegenzug erhielten die Mitarbeiter einen Kalender. Das Kalenderprojekt bei Boehringer Ingelheim steht seit Beginn unter der Patenschaft von Ulrike von Baumbach, Enkelin des Firmengründers. „Die Ausstellung ist bei uns inzwischen ein fester Bestand im Jahresablauf und prägt damit unsere Kultur“, betonte der Konzernschwerbehindertenbeauftragte Olaf Guttzeit. Von ihm stammte die Idee, die Kalenderausstellung nach Ingelheim zu holen.

Das rheinland-pfälzische Landesamt hat bereits das Motto für 2015 bekannt gegeben: Dann soll die Ausstellung unter dem Thema „Meine Familie“ stehen. Die Hobbykünstlerin Edeltraud Spinnler lebt in einer Einrichtung für betreutes Wohnen der Stiftung Scheuern und ist in diesem Jahr mit zwei Bildern auf der Ausstellung vertreten. Sie freut sich über das neue Motto und ist sich sicher: „Nächstes Jahr bin ich wieder dabei! Ich male sehr gerne und ihr werdet noch viele Bilder von mir sehen“. Auch die Künstler der Caritas-Werkstatt in St. Goarshausen, die bei der diesjährigen Ausstellung mit Bildern vertreten waren, wollen es 2015 endlich in den Kalender schaffen.
Die Wanderausstellung ist inzwischen in die Kreisverwaltung Kaiserslautern weitergezogen. Auf der Homepage vom Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (http://lsjv.rlp.de) können sich Interessierte über aktuelle Termine informieren und den Kalender herunterladen.

Spendenübergabe an Caritas und Stiftung Scheuern

Mitarbeiter von Boehringer Ingelheim spenden für das Projekt „Behinderte Menschen malen“: Die Stiftung Scheuern aus Nassau und der Betrieb St. Goarshausen der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn freuen sich über jeweils 1.500 Euro
Besucher aus St. Goarshausen mit Spendenscheck

Gruppe des Betriebes St. Goarshausen der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn mit Spendenscheck über 1.500 Euro

Caritas-Werkstätten werden wieder zum Ort der Begegnung

Betrieb in Niederelbert öffnet seine Türen – Buntes Programm für Groß und Klein

NIEDERELBERT: Alle zwei Jahre zieht es zahlreiche Besucher in die Horresser Straße 16 nach Niederelbert. Am Sonntag, 27. April, ist es wieder soweit: Dann lädt die Caritas-Werkstatt in Niederelbert erneut zu ihrem mittlerweile schon traditionellen „Tag der Begegnung“ ein. Einen Tag lang öffnet der Betrieb seine Türen und gewährt den Besuchern einen Blick hinter die Kulissen der Werkstätten des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn, in denen derzeit 66 Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz haben. Umrahmt wird der „Tag der Begegnung“ mit einem abwechslungsreichen Programm, das für die großen wie auch die kleinen Gäste einiges zu bieten hat.

Der Tag in Niederelbert beginnt um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst in der Einrichtung, der von Pfarrer Linnighäuser zelebriert und von einzelnen Mitarbeitern mitgestaltet wird. Sollte das Wetter mitspielen, findet der Gottesdienst unter freiem Himmel statt. Anschließend verwandelt sich das gesamte Gelände in der Horresser Straße in einen riesigen Ort der Begegnung. „Die Veranstaltung dient in erster Linie der Begegnung. Sie soll Menschen mit Behinderung und nicht behinderte Menschen zusammenbringen“, unterstreicht Betriebsleiter Albrecht Noll den eigentlichen Sinn des Tages.

So können zum Beispiel die Arbeitsbereiche Garten- und Landschaftsbau, Gärtnerei, Floristik, technische Montage sowie Schlosserei und Zerspanung besichtigt werden. „Wir haben an diesem Tag alle Gruppen besetzt, sodass man den Werkstattbeschäftigten bei der Arbeit über die Schulter schauen kann“, berichtet der Betriebsleiter von den Planungen für den 27. April. Dabei wird es den Besuchern selbst überlassen sein, ob sie eigenständig durch die Räumlichkeiten schlendern oder sich im Rahmen eines geführten Rundgangs über die Caritas-Werkstätten informieren. Darüber hinaus wartet ein reichhaltiges Sortiment an Beet- und Balkonpflanzen aus den betriebseigenen Gewächshäusern auf die Besucher, aus dem man sich mit Pflanzen und Setzlingen für den eigenen Garten oder die Terrasse eindecken kann. „Der Gärtnereiverkauf sowie Bestellungen an diesem Tag erfolgen mit einem Sonderrabatt von 15 Prozent“, sagt Noll und weist darauf hin, dass es sich dabei ausschließlich um Produkte der Werkstattbeschäftigten handelt.

Neben der Besichtigung der Werkstätten, hat der „Tag der Begegnung“ aber auch noch einiges andere zu bieten. So zum Beispiel wird es eine Verlosung geben, bei der tolle Sachpreise winken. Für Kurzweil sorgt außerdem eine Schaf-Hüte-Vorführung einer Hundeschule aus Höhr-Grenzhausen, und unter dem Motto „Kunst aus Holz“ können die Besucher live erleben, dass auch eine lautstarke Motorsäge durchaus ein filigranes „Schnitzwerkzeug“ sein kann. Eine weitere Attraktion dürfte erneut der Minibagger sein, auf dem sich mit Sicherheit nicht nur die Kinder, sondern auch so manche Papas als Baggerführer versuchen werden. Abgerundet wird das bunte Programm mit Angeboten für die kleinsten Gäste, die sich unter anderem schminken lassen oder Luftballonfiguren modellieren können. Und damit die Besucher weder Hunger noch Durst leiden müssen, gibt es natürlich auch eine Vielzahl von Getränken und Leckereien zu zivilen Preisen. Das Ende für den „Tag der Begegnung“ in Niederelbert  ist gegen 17 Uhr geplant.

 

"Wegen mir könnte Morgen gerne noch mal Boys'Day sein"

Marvin Barthmann (16) verbrachte einen Tag in den Caritas-Werkstätten

MONTABAUR: Der 27.03.2014 stand bereits zum vierten Mal ganz im Zeichen des Boys’Day - des sogenannten "Jungen-Zukunftstages". Dabei hatten Jungen erneut die Möglichkeit, Berufsfelder zu erkunden, in denen Männer bisher eher wenig vertreten sind - allen voran in Bereichen wie Erziehung, Soziales und Gesundheit. Auch der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn beteiligte sich wieder an dem bundesweiten Aktionstag. In Kooperation mit dem Amt für Katholische Religionspädagogik Montabaur gab der Caritasverband Schülern ab der 8. Klasse Gelegenheit, unterschiedliche Berufe sowie den Alltag in sozialen Einrichtungen kennenzulernen.

Auch Marvin Barthmann aus Niedererbach nutzte am Boys’Day diese Chance und verbrachte einen Tag in den Caritas-Werkstätten in Montabaur. Die Idee, am Boys’Day teilzunehmen, kam von seiner Mutter: „Sie hat in der Zeitung davon gelesen und mich darauf aufmerksam gemacht“, so der 16-Jährige, der - wie er berichtet - der einzige Junge aus seiner Klasse sei, der am Boys’Day teilnimmt. „Ich habe im Internet geschaut, welche Möglichkeiten es in der Region gibt und mich sofort für die Caritas-Werkstätten entschieden“, betont Marvin, der die 9. Klasse der Realschule Plus in Nentershausen besucht. Da seine Tante zu den Werkstatt-Angehörigen gehört, war dem Jugendlichen die Montabaurer Einrichtung nicht ganz fremd. Mögliche Berührungsängste bei der Arbeit mit Menschen mit Behinderung kamen bei dem Niedererbacher Schüler erst gar nicht auf: „Ich bin hier heute Morgen ganz toll aufgenommen worden. Alle sind freundlich und nett“, weiß Marvin nach der Hälfte seine Arbeitstages zu berichten.

Im Rahmen seines Schnuppertages in den Caritas-Werkstätten hatte er nicht nur die Gelegenheit, der Ergotherapeutin und den Heilerziehungspflegern bei der Arbeit über die Schulter zu schauen, sondern Marvin musste auch selbst mit anpacken und in einer der Gruppen arbeiten, wo er gemeinsam mit den anderen Beschäftigten verschiedene Teile für die Industrie montierte. Ob ihm der Boys’Day bei seiner zukünftigen Berufswahl helfen konnte, weiß Marvin Barthmann noch nicht: „Eigentlich wollte ich immer Psychologie studieren, dafür müsste ich allerdings später noch das Abitur nachmachen“, so der Schüler, der allerdings noch einen Plan B parat hat und sich auch eine Ausbildung zum Physiotherapeuten vorstellen könnte. „Aber so ganz genau weiß ich das noch nicht.“

Doch egal wie sich der 16-Jährige später einmal entscheidet, den Tag in den Caritas-Werkstätten in Montabaur wird er in bester Erinnerung behalten: „Ich habe heute viele positive Eindrücke sammeln können, der Tag hier hat richtig Spaß gemacht“, sagt Marvin und fügt hinzu: „Wegen mir könnte Morgen gerne noch mal Boys'Day sein. Dann würde ich auf jeden Fall noch mal her kommen.“

Caritas Boys Day

Boys Day bei den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn am 27.03.2014

 

Caritas-Werkstätten und Unnauer Patenschaft freuen sich über Spenden aus Chorkonzert

MGV Mendelssohn Bartholdy 1855 Montabaur übergab zwei Schecks zu je 1460 Euro

MONTABAUR, 21. März 2014. „Von Menschen für Menschen“, lautete das Motto eines Benefizkonzertes, zu dem kürzlich der Männergesangverein Mendelssohn Bartholdy 1855 Montabaur in die Stadthalle der Westerwälder Kreisstadt eingeladen hatte. Mit dem Konzert sollte nicht nur an den 20. Todestag von Musikdirektor Hans Lingerhand erinnert, sondern vor allem auch Gutes getan werden. So ging der Erlös des Konzertes zu je 50 Prozent an die Betriebsstätte Montabaur der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn sowie an die Unnauer-Patenschaft zur Unterstützung krebs- und schwerstkranker Kinder und Jugendlicher. Nun fand die Spendenübergabe statt.

2920 Euro kamen insgesamt bei dem Konzert zusammen. Somit konnten sich die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn sowie die Unnauer Patenschaft über je 1460 Euro freuen. Überreicht wurden die Spenden von Hermann Altenhofen, Ehrenvorsitzender des Montabaurer Männergesangvereins Mendelssohn Bartholdy 1885, und Reinhold Holzenthal, dem früheren langjährigen Vorsitzenden des MGV Eintracht 1905 Nentershausen, der zu den teilnehmenden Chören des Benefizkonzertes zählte. „Wir wollten mit dem Konzert nicht nur an Hans Lingerhand denken, sondern vor allem auch an die, die ihm besonders am Herzen lagen. Nämlich Kinder und Menschen mit Behinderung“, erläuterte Altenhofen die Auswahl der Spendenempfänger. Gleichzeitig lobte der Ehrenvorsitzenden die tolle Unterstützung der Stadt Montabaur, durch die die Kosten der Veranstaltung sehr gering gehalten werden konnten. „Nur so kam diese stolze Spendensumme zusammen“, betonte Altenhofen.

Im Rahmen der Spendenübergabe informierte Geschäftsführer Erwin Peetz die Gäste über die Arbeit in den Caritas-Werkstätten; und Günter Heinz Walter, Vorstandmitglied der Unnauer Patenschaft, berichtete von den umfangreichen Aktivitäten des 1986 ins Leben gerufenen Vereins aus dem oberen Westerwaldkreis. Das Geld wird die Unnauer Patenschaft einsetzen, um die Familien zweier krebskranker Kinder zu unterstützen, erklärte Walter. Auch die Montabaurer Betriebsstätte der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn hat bereits einen Verwendungszweck für die großzügige Spende: „Für die behinderten Menschen sind neben dem Arbeiten in den Werkstätten auch Freizeit und Bewegung sehr wichtig“, so Erwin Peetz. Deshalb sollen auf der Wiese hinter den Werkstätten für den Sommer verschiedene Sitz- und Spielmöglichkeiten geschaffen werden, berichtete der Geschäftsführer.

Spendenübergabe aus Chorkonzert

Gleich zwei große Schecks mit je 1460 Euro hatten Hermann Altenhofen (2. von links), Ehrenvorsitzender des MGV Mendelssohn Bartholdy 1885, und Reinhold Holzenthal (5. von links), ehemaliger Vorsitzender des MGV Eintracht 1905 Nentershausen, im Gepäck. Überreicht wurden die Spenden an (von links) Erwin Peetz (Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn) sowie Ursula Eller, Günter Heinz Walter und Renate Roos vom Vorstand der Unnauer Patenschaft.

 

Neuer CAP-Markt in Hundsangen - Nils Fette übernimmt die Marktleitung

Neueröffnung ist im Mai geplant

HUNDSANGEN. Der geplante CAP-Markt in Hundsangen nimmt weiter Gestalt an. Zum 1. Februar hat der künftige Marktleiter seinen Dienst aufgenommen und ist nun mit den intensiven Vorbereitungen und Planungen beschäftigt. Bis sich die Türen des neuen Marktes öffnen, müssen sich die Hundsänger allerdings noch ein paar Wochen gedulden. Mitte Mai soll der Startschuss für den CAP-Markt fallen, der dann nach Hillscheid der zweite CAP-Markt im Westerwaldkreis ist. Bereits im Dezember hatte der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn vermeldet, dass man das Gebäude des ehemaligen Edeka-Marktes, der zum Bedauern der Bevölkerung im Mai 2013 überraschend schließen musste, übernehme, um dort künftig einen sogenannten CAP-Markt zu betreiben. Für die Bürger von Hundsangen wie auch der angrenzenden Orte ist die örtliche Versorgung somit in Zukunft gesichert.

„Wir haben uns den 15. Mai als Ziel für die Eröffnung gesetzt“, sagt Erwin Peetz, Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn, unter deren Regie der Markt in der Ortsmitte von Hundsangen betrieben wird. „Wir hätten gerne früher eröffnet, leider aber geht im Leben nicht alles immer so rasch wie man es sich vielleicht wünscht“, erklärt Peetz und verweist auf einige formelle Angelegenheiten, die die bisherigen Planungen etwas ausgebremst hatten, nun aber alle geregelt seien. Somit können in Kürze endlich die umfangreichen Sanierungs- und Renovierungsarbeiten beginnen. So erhält der Markt nicht nur eine äußerliche „Auffrischung“, vor allem auch im Inneren wird sich einiges tun: Der Zahn der Zeit hat mächtig genagt an dem 15 Jahre alten Markt – optisch wie technisch. „Unter anderem ist die Kühlanlage völlig veraltet und wird komplett durch eine neue ersetzt“, so Peetz. Weiterhin wird die gesamte Inneneinrichtung des 550 Quadratmeter großen Marktes erneuert, und auch ein neuer Backshop ist geplant.

Während das Boot noch im Dock liegt, um auf Vordermann gebracht zu werden, ist der Steuermann allerdings schon an Bord: Nils Fette aus Nister wird künftig den Markt in Hundsangen leiten und freut sich bereits jetzt auf die neue Aufgabe. Der 27-Jährige ist gelernter Kaufmann im Einzelhandel und hat etliche Jahre Berufserfahrung bei einer namhaften Supermarkt-Kette sammeln können, wo er unter anderem auch als stellvertretender Marktleiter fungierte. Seinen ersten Kontakt mit der Caritas hatte Fette im Jahr 2010: Damals absolvierte er seinen Zivildienst bei den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn und war im Betrieb in Rotenhain eingesetzt. „Dort hatte ich auch das erste Mal Kontakt mit behinderten Menschen“, erinnert sich Fette gerne an diese Zeit zurück. Die Arbeit in der Rotenhainer Werkstatt machte ihm so viel Spaß, dass er damals nicht nur freiwillig auf die ihm zustehenden Urlaubstage verzichtete, sondern sich auch nach dem Zivildienst gleich um eine Stelle als Gruppenleiter bewarb. Da dem jungen Mann aus Nister allerdings die entsprechende Ausbildung fehlte, blieb zunächst „nur“ der Weg zurück in den alten Job als Kaufmann im Einzelhandel. Den Wunsch, sich im sozialen Bereich zu engagieren, verlor Nils Fette allerdings nie aus den Augen. Mit Erfolg: Denn als die Caritas nun einen Marktleiter für den geplanten CAP-Markt suchte, war Fette wie gemacht für die Stelle. „Ich kann künftig meine kaufmännischen Fähigkeiten mit der Arbeit mit behinderten Menschen verbinden. Ich kann es kaum erwarten, dass es endlich richtig los geht“, so der 27-Jährige, der in seiner Freizeit aktiv als Spieler und Vorstandsmitglied beim Tischtennis-Club Hornister aktiv ist und außerdem gerne angeln geht.

Bis zur Eröffnung „seines“ Marktes wird es Nils Fette keinesfalls langweilig: Unter anderem ist er gerade dabei, sein Mitarbeiterteam zusammenzustellen, welches aus behinderten und  nichtbehinderten Menschen bestehen wird. Außerdem müssen die Rahmenpläne erstellt werden, die  Schulungen für die Mitarbeiter gilt es vorzubereiten und auch bei den Planungen für die Marktsanierung und  Marktbestückung ist Fette natürlich involviert. Auch erste Erfahrungen beim Arbeiten in einem CAP-Markt sammelte der künftige Marktleiter schon: Im CAP-Markt in Hillscheid absolvierte Fette eine zweiwöchige Hospitanz.

Nun brennt er aber darauf, in Hundsangen endlich selbst los legen zu können: „Wenn es nach mir ginge, könnten wir Morgen schon eröffnen“, strotzt Nils Fette förmlich vor Tatendrang und Ideenreichtum. „Handel ist Wandel – bei der Arbeit in einem solchen Markt ist jeder Tag anders“, freut sich der 27-Jährige bereits auf seine neue Aufgabe, den Markt in der Ortsmitte von Hundsangen, sein künftiges Mitarbeiterteam und vor allem – die Kunden.

Mehr als 100 CAP-Märkte In Deutschland

Der Name CAP-Markt leitet sich von Handicap ab, der englischen Bezeichnung für Benachteiligung. Die CAP-Märkte gehen auf eine Initiative der Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Süd eG in Stuttgart vor mehr als zehn Jahren zurück. Sie war eine Reaktion auf den beginnenden Rückzug der großen Handelsketten aus kleinen und mittleren Standorten. Mit den CAP-Märkten sollten dauerhafte Arbeitsplätze außerhalb der Werkstattbetriebe geschaffen, die Integration von Menschen mit Handicaps in das gesellschaftliche Umfeld erleichtert, ein Betätigungsfeld im Dienstleistungsbereich mit direktem Kundenkontakt erschlossen sowie ein Akzeptanzgewinn und eine Steigerung des Selbstbewusstseins für behinderte Menschen erreicht werden. Mittlerweile gibt es mehr als 100 Cap-Märkte deutschlandweit. Die Caritas Werkstätten werden den Markt in Hundsangen als weiteren Betrieb betreiben. Er wird für die behinderten Menschen, die von den Mitarbeitern der Caritas-Werkstätten angeleitet, begleitet und unterstützt werden, Bildungsstätte wie Arbeitsplatz sein.

Nils Fette, Marktleiter CAP-Markt Hundsangen

Nils Fette aus Nister hat am 1. Februar seinen Dienst beim Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn begonnen. Der 27-Jährige ist der neue Marktleiter für den CAP-Markt in Hundsangen, der im kommenden Mai eröffnet wird.

Zertifikatsübergabe an Absolventinnen und Absolventen des Berufsbildungsbereichs

Mainz: Feierliche Zertifikatsübergabe: Ende Dezember 2013 wurden in Mainz wurden erstmalig Zertifikate an Absolventinnen und Absolventen des Berufsbildungsbereichs in Werkstätten für behinderte Menschen verliehen. Stellvertretend für die insgesamt 36 Werkstätten in Rheinland-Pfalz erhielten 36 Absolventinnen und Absolventen die Auszeichnung im Rahmen einer Feierstunde in der Akademie der Wissenschaften in Mainz. Die Zertifikate wurden von Sozialminister Alexander Schweitzer und der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit Heidrun Schulz überreicht. Als Absolvent des Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn nimmt Marko Klein das Zertifikat entgegen, welches einen Nachweis für seine erworbenen Kompetenzen und berufspraktischen Fähigkeiten im Rahmen der Bildungsmaßnahme darstellt. Der Teilnehmer ist inzwischen im Berufsfeld Montage/Verpackung im Arbeitsbereich der Caritas-Werkstätten in Rotenhain beschäftigt.

Zertifikatsübergabe

Zertifikatsübergabe an Absolventinnen und Absolventen des Berufsbildungsbereichs in Werkstätten für behinderte Menschen

 

Caritas-Werkstätten zu Gast im Mainzer Landtag

SPD-Abgeordnete Tanja Machalet gewährte Einblicke in ihre Arbeit

MONTABAUR/MAINZ. Versprochen ist versprochen! Im vergangenen Jahr hatte die SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Tanja Machalet die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn in Montabaur besucht und sich vor Ort über die Einrichtung informiert. Im Rahmen ihres Besuches hatte die heimische Abgeordnete damals an die Werkstatt-Beschäftigten unter anderem eine Einladung für einen Gegenbesuch in Mainz ausgesprochen. Dieses Versprechen löste Machalet kürzlich ein.

Eine Gruppe der Caritas-Werkstätten machte sich auf den Weg in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt, um die Westerwälder Politikerin an ihrem Arbeitsplatz im Landtag zu besuchen. „Ich freue mich sehr darüber, dass das mit dem Gegenbesuch geklappt hat, denn mir ist es ein großes Anliegen, dass Menschen mit Beeinträchtigung die Möglichkeit der Teilhabe bekommen - und dazu zählt nun mal auch der Besuch des Landtages“, begrüßte Tanja Machalet die Gäste aus Montabaur. Zunächst besichtigte die Gruppe den Plenarsaal und erhielt im Rahmen eines kleinen Referates einige Einblicke in die Arbeit des Landtages. Anschließend stand Machalet der Gruppe Rede und Antwort, berichtete unter anderem von ihrem Tagesablauf als Landtagsabgeordnete und ließ keine Frage ihrer Gäste unbeantwortet. „Die Teilnehmer haben mich mit ihrer Ehrlichkeit und der Offenheit, mit der sie ihre Emotionen zeigen, aber auch mit ihren Fragen, die den Kern des menschlichen Miteinanders getroffen haben, sehr beeindruckt“, kommentierte die Gastgeberin die Gesprächsrunde. Anschließend ging es noch zum gemeinsamen Mittagessen, ehe sich Gruppe der Caritas-Werkstätten verabschiedete und mit vielen neu gewonnen Eindrücken wieder auf den Rückweg Richtung Westerwald machte.

Zu Besuch im Mainzer Landtag

Vor dem Gebäude des Landtages in Mainz stellte sich die Besuchergruppe der Caritas-Werkstätten aus Montabaur gemeinsam mit Gastgeberin MdL Dr. Tanja Machalet (5. von rechts) zum Erinnerungsfoto auf.

Integrationsinitiative für Beschäftigte von Werkstätten für behinderte Menschen

Westerwald-Kreis/Rhein-Lahn-Kreis: Mehr Beschäftigte von Werkstätten für behinderte Menschen in Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarktes zu bringen - das ist das Ziel der Integrationsinitiative der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn, der Lebenshilfe Limburg-Diez e. V. und der Stiftung Scheuern.
Viele Menschen mit einer geistigen, körperlichen oder seelischen Behinderung wollen – und können – mit Unterstützung in einem Unternehmen oder einem Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes arbeiten. Das funktioniert besser, als die meisten Arbeitgeber denken.
Gemeinsam starten drei Werkstätten für Menschen mit Behinderung nun eine groß angelegte Integrationsinitiative in den Kreisen Westerwald und Rhein-Lahn. Hierzu sicherten die beiden Landräte ihre Unterstützung zu, genauso wie Vertreter der Agentur für Arbeit, der Industrie- und Handelskammer Koblenz sowie der Handwerkskammer Koblenz. Mehr als 1.200 Menschen mit Beeinträchtigung nehmen in den Werkstätten unter der Trägerschaft des Caritasverbandes e. V., der Lebenshilfe Limburg Diez e.V. sowie der Stiftung Scheuern Angebote zur Teilhabe am Arbeitsleben wahr. Sie nutzen Leistungen der beruflichen Bildung und Qualifizierung und sind in vielfältigen Tätigkeitsbereichen innerhalb der verschiedenen Werkstattbetriebe tätig. Eine Vielzahl von ihnen wünscht sich darüber hinaus unterstützte Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, die ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechen. Die Integrationsabteilungen der drei Werkstätten für Menschen mit Behinderung unterstützen sie in diesem Wunsch. Sie vermitteln passgenaue Praktika und Arbeitsplätze außerhalb der Werkstätten in den Kreisen Westerwald und Rhein-Lahn.
Im Rahmen der Integrationsinitiative sollen noch mehr Beschäftigte als bisher auf einen ausgelagerten Arbeitsplatz vermittelt werden. Zeigen die Beschäftigten Integrationsinteresse werden sie zunächst entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten beraten und geschult. Dann gilt es, ein möglichst wohnortnahes Unternehmen zu finden, das genau zur jeweiligen Person passt und das einen Praktikumsplatz anbieten kann. Die Mitarbeiter der Integrationsinitiative beraten interessierte Unternehmen über Einsatzmöglichkeiten und helfen gegebenenfalls bei der Anpassung des Arbeitsplatzes. Sie betreuen die Einarbeitung und die Qualifizierung des Menschen mit Behinderung nach den individuellen Anforderungen des Unternehmens. Wenn sich zeigt, dass die Bedingungen für alle Beteiligten passen, kann das Praktikum in eine dauerhafte Beschäftigung umgewandelt werden. In Einzelfällen gelingt die Vermittlung in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis. Dabei können die Arbeitgeber Lohnkostenzuschüsse erhalten.
Die Vorteile für die Betriebe und Unternehmen liegen auf der Hand und werden von denen bestätigt, die bisher mit den Werkstätten kooperieren. Menschen mit Behinderung arbeiten mit hoher Motivation und Zuverlässigkeit. Es entsteht kein finanzielles Risiko für das Unternehmen oder den Betrieb, da keine Lohnnebenkosten anfallen und keine arbeitsvertragsrechtlichen Bindungen entstehen. Zudem können bis zu 50 Prozent der gezahlten Vergütung auf die gesetzliche Ausgleichsabgabe angerechnet werden. Darüber hinaus fördert die Beschäftigung behinderter Menschen das soziale Miteinander der Arbeitnehmer, bereichert die Unternehmenskultur und steigert das Unternehmensimage. Eine Vielzahl von Partnern aus
Industrie, Handel und Handwerk bieten schon Außenarbeitsplätze und sind sehr zufrieden.

„Win-Win“: Nutzen Sie das Potenzial von Werkstattbeschäftigten, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Auch darauf möchte Sie die Integrationsinitiative aufmerksam machen. Schaffen Sie sogenannte Nischenarbeitsplätze für Menschen mit Behinderung, um Ihre Fachkräfte zu entlasten. Diese Arbeitsplätze werden an den Fähigkeiten und Fertigkeiten des behinderten Menschen ausgerichtet, der dort arbeiten möchte. Dann kann überwiegend gleichbleibende, manchmal ’ungeliebte’ Routinearbeit von Ihren
Fachkräften erfolgreich delegiert werden.

Beispiele aus der Praxis: Jennifer D. und Peter B. arbeiten in einem Kunststoffwerk. Sie montieren kleine Kunststoffteile aus Spritzguss, die später in Elektroschaltkästen eingebaut werden. Eine andere junge Frau ist im Einzelhandel tätig. Sie räumt Regale ein und unterstützt das Personal in der Blumen- und Pflanzenabteilung beim Wässern sowie beim Reinigen der Pflanzgefäße.

Tätigkeiten in der Industrie als Lager, Produktions- und Montagehelfer, in der Hauswirtschaft, im Einzelhandel, im Büroservice, in der Garten- und Landschaftspflege, in der Land- und Forstwirtschaft, in sozialen Einrichtungen oder in der Gastronomie/Hotellerie sowie im Handwerk kommen in Betracht. Wichtig ist allen Beteiligten eine weitere Sensibilisierung der Region für die Anliegen und Fähigkeiten von Menschen mit Behinderung zu erreichen.

Bestehende Netzwerke helfen dabei und sollen weiter ausgebaut werden. Neue Kooperationen sind darüber hinaus notwendig, um noch mehr Menschen unterstützte Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu bieten.

Kontakt:
Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn, Integrationsabteilung Viweca
Dagmar Theis, 56410 Montabaur, Tel.: 02602 1342570, theis.viweca@caritaswerkstaetten-wwrl.de

Lebenshilfe Limburg Diez e. V., Berufliche Bildung und Arbeitsförderung
Patrik Steinebach, 65549 Limburg, Tel.: 06431 993-0, p.steinebach@lebenshilfe-ldz.de

Stiftung Scheuern, Berufsbildungs- und Integrationsservice
Ralph Wick, 56130 Bad Ems, Tel.: 02603 931 8710, r.wick@stiftung-scheuern.de

 

Jasba Mosaik GmbH spendet Landespreis an Caritas-Tagesförderstätte Wirges

Ötzingen/Wirges: Anfang Dezember 2013 wurde die Jasba Mosaik GmbH in Ötzingen (ein Unternehmen der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG, Witterschlick bei Bonn) durch Minister Alexander Schweitzer mit dem „Landespreis für beispielhafte Beschäftigung schwerbehinderter Menschen 2013“ ausgezeichnet. Damit wurden das außerordentliche Engagement des Unternehmens für nachhaltige Integration sowie die intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den behinderten Mitarbeitern des Westerwälder Unternehmens gewürdigt. Dazu gehören beispielsweise optimale Arbeitsplatzausstattungen, das Eingehen auf individuelle Einsatzmöglichkeiten nach Neigungen und Fähigkeiten und die Umsetzung von passenden und flexiblen Zeitmodellen. Für die Unternehmensleitung war von Anfang an selbstverständlich, das Preisgeld in Höhe von 3000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung in der Region zu spenden. Die Wahl fiel auf die Caritas-Tagesförderstätte Wirges. Dort werden derzeit 20 schwerst-mehrfach behinderte Erwachsene im Alltag bei der Entwicklung ihrer sozialen und lebenspraktischen Fähigkeiten unterstützt. Petra Maßen-Schneider, die diese Einrichtung leitet, war daher bei der Preisverleihung am 2.12.2013 in Mainz mit dabei. „Dem Charakter der Auszeichnung und unserem Selbstverständnis folgend, soll diese Spende gezielt Menschen zu Gute kommen, die mit schweren Handicaps zu kämpfen haben“ so die Geschäftsführerin der Jasba Mosaik GmbH, Alexandra Schmidt.

Sie sowie Personalleiter Thomas Dasbach und Personalreferentin Judith Kern ließen es sich nicht nehmen, die Spende noch vor Weihnachten persönlich an die Caritas-Tagesförderstätte Wirges zu übergeben. Mit großer Freude wurden sie vor Ort von den geistig und körperlich schwerstbehinderten Erwachsenen empfangen. Außerdem hieß Tanja Sprünker in Vertretung für den Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn den Verbandsbürgermeister in Wirges, Michael Ortseifen, und den Ortsbürgermeister von Ötzingen, Ansgar Ritz, herzlich willkommen. Die Bürgermeister überraschten die Beschäftigten der Tagesförderstätte mit einem Bäckereigutschein und einem Präsentkorb. Beide begrüßten den Kontakt zwischen der Jasba Mosaik GmbH Ötzingen und der Einrichtung in Wirges, deren Arbeit sehr wertvoll für die Teilhabe behinderter Menschen in der Gesellschaft sei. Nach der Übergabe des Schecks fand ein gemeinsamer Imbiss statt, der auch für den intensiven informellen Gedankenaustausch genutzt wurde. Die Besucher nahmen sich die Zeit, sich über den Tagesablauf und die Interessen der Beschäftigten der Tagesförderstätte zu informieren. Thomas Dasbach äußerte sich sichtlich beeindruckt von der herzlichen Atmosphäre in der Einrichtung, die deutlich zu spüren sei. Im Anschluss führte Petra Maßen-Schneider gemeinsam mit einem behinderten jungen Mann die Besucher durch die Räumlichkeiten. Jasba-Geschäftsführerin Alexandra Schmidt freute sich besonders über die geplante Anschaffung eines Crosstrainers für ein besseres Bewegungstraining in der Tagesförderstätte, weil dadurch die Jasba-Spende einen täglich nutzbaren Beitrag für die behinderten Menschen leistet. Zum Abschluss wurden die Jasba-Unternehmensvertreter von einem individuellen Dankeschön der Beschäftigten der Tagesförderstätte überrascht. Personalreferentin Judith Kern nahm begeistert ein Bild entgegen, das aus Jasba-Mosaiken gestaltet war. Für das kommende Jahr ist eine Betriebsbesichtigung der Tagesförderstätten-Beschäftigten im Hause Jasba geplant, um den begonnen Dialog weiter zu vertiefen.

Dankeschön der Beschäftigten der Tafö
Spendenübergabe Jasba Mosaik

Auf dem Foto sind von links nach rechts zu sehen: Thomas Dasbach, Personalleiter Jasba Mosaik-GmbH Ansgar Ritz, Ortsbürgermeister von Ötzingen Timo Pütz, Beschäftigter der Caritas-Tagesförderstätte Michael Ortseifen, Verbandsbürgermeister in Wirges Tanja Sprünker, stellvertr. Geschäftsführerin Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn Katja Hoffmann, Beschäftigte der Caritas-Tagesförderstätte Petra Maßen-Schneider, Leiterin der Caritas-Tagesförderstätte Alexandra Schmidt, Geschäftsführerin Jasba Mosaik-GmbH Judith Kern, Personalreferentin Jasba Mosaik-GmbH

 

Caritas übernimmt Lebensmittelmarkt in Hundsangen - CAP-Markt öffnet im Frühjahr seine Pforten

Hundsangen/Montabaur: Die örtliche Versorgung der Bürger von Hundsangen und angrenzenden Orten bleibt auch in Zukunft gesichert. Am Montag wurde die Übernahme des Marktgebäudes des ehemaligen EDEKA-Marktes durch die Caritas in der Ortsmitte von Hundsangen besiegelt. Nachdem kurz zuvor von der Ortsgemeinde das Umfeld des Marktes neu und barrierefrei hergerichtet worden war, hatte der Markt im Mai dieses Jahres überraschend geschlossen. Seitdem gibt es in Hundsangen keine Möglichkeit mehr, Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs vor Ort einzukaufen. Doch jetzt ist eine Lösung in Sicht. Die Caritas-Werkstätten werden den Markt als weiteren Betrieb übernehmen und dort einen CAP-Markt betreiben. Die CAP-Märkte gehen auf eine Initiative der Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Süd eG in Stuttgart vor mehr als 10 Jahren zurück. Sie war eine Reaktion auf den beginnenden Rückzug der großen Handelsketten aus kleinen und mittleren Standorten. Mit den CAP-Märkten sollten dauerhafte Arbeitsplätze außerhalb der Werkstattbetriebe geschaffen, die Integration von Menschen mit Handicaps in das gesellschaftliche Umfeld erleichtert, ein Betätigungsfeld im Dienstleistungsbereich mit direktem Kundenkontakt erschlossen sowie ein Akzeptanzgewinn und eine Steigerung des Selbstbewusstseins für behinderte Menschen erreicht werden. Der CAP-Markt soll aber auch einen Lebensmittelpunkt für die Bevölkerung darstellen. Dazu gehört eine zentrumsnahe Lage, eine hohe Produktqualität, eine regionale Orientierung, ein serviceorientiertes Dienstleistungsangebot, eine angenehme Einkaufsatmosphäre, die Offenheit gegenüber Kundenanregungen und die Identifikation der Bürger mit „ihrem“ CAP-Markt.
Der Markt wird gemeinsam von nicht behinderten und behinderten Menschen betrieben. Er wird für die behinderten Menschen, die von den Mitarbeitern der Caritaswerkstätten angeleitet, begleitet und unterstützt werden, Bildungsstätte wie Arbeitsplatz sein.
Den Kunden bietet der CAP-Markt die fußläufige Erreichbarkeit eines örtlichen Nahversorgers mit breitem Serviceangebot. Der Markt wird mit niedrigen Regalen und breiten Gängen übersichtlich eingerichtet; ein erprobtes Beschilderungssystem hilft, sich zurechtzufinden. Zudem wird der Markt barrierefrei sein. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden stets präsent sein, um Service und Hilfsleistung anzubieten. Telefoneinkauf, Lieferservice, Einpackhilfe, begleiteter Einkauf: All das sind Serviceangebote, die es geben wird. So trägt der CAP-Markt in Hundsangen auch dazu bei, dass ältere Menschen länger in den eigenen vier Wänden und im Ort wohnen bleiben können.

Im Geschäft, das von der EDEKA beliefert wird, wird es das volle Sortiment in einem guten Preis-Leistungsverhältnis und bester Qualität geben. Zusätzlich werden auch regionale und lokale Produkte angeboten. Detailplanungen laufen derzeit auf Hochtouren, um die Eröffnung im Frühjahr 2014 vorzubereiten. Erwin Peetz, Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten: „Der Markt trägt zur Entwicklung des Gemeinwesens durch die wohnortnahe und gut erreichbare barrierefreie Versorgungsmöglichkeit bei. Mit seinem besonderen Service soll sich der Markt von anderen Supermärkten unterscheiden. Wir schaffen eine angenehme Einkaufsatmosphäre mit lokalem Bezug, damit sich die Bürger von Hundsangen und den angrenzenden Orten mit „ihrem“ CAP-Markt identifizieren können.“

CAP-Markt Hundsangen

CAP-Markt Hundsangen

Mission Olympic – Caritas macht mit

Caritas-Werkstätten mit fernöstlichen Bewegungsfiguren aus dem Tai Ji Qi Gong am „Tag des Alltagssports“

Montabaur. Auf der Suche nach der aktivsten Stadt Deutschlands im Rahmen des Wettbewerbs „Mission Olympic“ beteiligten sich auch die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn beim „Tag des Alltagssports“ am 20.09.2013.

Insgesamt 178 Mitarbeiter und Beschäftigte versammelten sich gegen Mittag im Hof des Werkstattbetriebes, um gemeinsam aktiv zu werden.

Eine Gruppe Mitarbeiter und Beschäftigte hatte im Vorfeld  eine Bewegungsfolge von 10 Figuren aus dem Tai Ji Qi Gong eingeübt. Gut sichtbar in ihren roten Caritas-Jacken standen sie verteilt zwischen den Teilnehmern und zeigten die entsprechenden Übungen. Alle machten bei fernöstlichen Klängen mit Begeisterung und Elan die sanften Bewegungen mit.  Die gelungene Aktion wurde mit viel Beifall beendet und wird allen sicherlich in guter Erinnerung bleiben.

Großes Sport- und Sommerfest der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn

Lahnstein. Rund 105 Beschäftigte und 22 Betreuer der Betriebe Lahnstein und St. Goarshausen der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn feierten am 30. August ihr jährliches Sport- und Sommerfest.
Nach einem gemeinsamen Frühstück, das von dem Werkstattchor musikalisch begleitet wurde, fanden zahlreiche Aktivitäten statt. Für jeden Teilnehmer war etwas dabei. Eine Fahrradtour nach Bad Ems, Minigolf oder eine kleine Wanderung entlang der Lahn.
Eine besondere Attraktion war in diesem Jahr Fahrt mit der Marksburg-Bahn. 48 Personen konnten direkt von der Werkstatt zur Marksburg fahren. Dort angekommen, wartete eine Burgbesichtigung auf die Beschäftigten. Es gab aber auch die Möglichkeit, kreativ tätig zu sein. Die Beschäftigten, die nicht so gut zu Fuß waren, konnten kleine Bilderrahmen basteln oder Steine anmalen. Zum Mittagessen fanden sich alle Teilnehmer wieder im Betrieb in der Goethestraße ein. Am Nachmittag war noch einmal Bewegung angesagt. Zunächst präsentierte die Tanzgruppe einen Tanz. Anschließend konnten alle Werkstatt- Beschäftigten bei lauter Discomusik verschiedene Trimmgeräte nutzen oder Tischtennis spielen. Nach einem sonnigen und erlebnisreichen Tag fuhren alle zufrieden nach Hause.

 

Beschäftigte der Caritas-Werkstätten besuchen Messdienergruppe in
Kirchähr

Interessantes Miteinander und viel Spaß für alle Teilnehmer

Kirchähr. Am 29. August 2013 folgten sieben Werkstattbeschäftigte und eine Mitarbeiterin der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn einer Einladung nach Kirchähr. Eine Messdienergruppe
aus Kerpen-Buir hatte die Gruppe ihr Ferienlager eingeladen. Bei der Ankunft in Kirchähr wurden
die Gäste aus Montabaur herzlich empfangen. Nach einem schönen Frühstück, das die
Messdiener in ihrem Zeltlager vorbereitet hatten, begann das gemeinsame Programm.
Nach einer ersten Vorstellungsrunde präsentierten sich die Caritas-Werkstätten den jungen
Messdienern: die einzelnen Betriebe, die Arbeitsangebote, die Leistungen, die arbeitsbegleitenden
Maßnahmen und die religiösen Angebote.
Nach dem anschließenden Taizégebet boten die Messdiener verschiedene Workshops im Zelt
und auf der Außenanlage an: Bemalen von Stofftaschen, Puzzleteile zusammenstellen, Armbänder
flechten, Töpfern und Papierfalttechniken. Beim kreativen Tun nutzten viele die Zeit zu
persönlichen Gesprächen. Beim gemeinsamen Abschlusstreffen, das nach dem Mittagessen
stattfand, äußerten sich sowohl die Gäste als auch die Gastgeber sehr positiv. Alle empfanden
diese Stunden in Kirchähr als eine Bereicherung, die man vielleicht noch mal wiederholen
könnte. Vor der herzlichen Verabschiedung wurde noch ein Gruppenfoto gemacht. Alle Teilnehmer
sangen begleitet von Posaunenmusik „Möge die Straßen uns zusammen führen“.
Cornelia Herzmann, Mitarbeiterin der Caritas-Werkstätten, resümiert: „Im Miteinander, Angenommenwerden,
Rücksicht nehmen, Respekt und Achtung erweisen, Hilfestellung geben, Distanz
einhalten, um nur einige Aspekte zu benennen, habe ich erlebt, wie ein Zusammenleben
verschiedener Menschen möglich sein kann.“
Auch Benedikt Kern, Betreuer der Messdienergruppe, ist sehr zufrieden. „Es war eine großartige
Bereicherung für uns alle, diese Stunden gemeinsam im Zeltlager zu verbringen. Mit Menschen
in Kontakt zu kommen, die in einer ganz anderen Lebenssituation sind, hat den Kindern,
so denke ich, ihren Horizont erweitert. Das sollte auf jeden Fall nicht einmalig bleiben.“

Caritas-Werkstätten in Lahnstein laden ein zum 10-jährigen Jubiläum

Lahnstein. Seit 10 Jahren bieten die Caritas-Werkstätten in Lahnstein für 36 Beschäftigte Teilhabe am Arbeitsleben. Bereits im Jahre 1998 war in Kamp-Bornhofen ein Werkstattbetrieb aufgebaut worden, der aufgrund der räumlichen Enge im Jahr 2003 nach Lahnstein zog. In der Goethestraße befindet sich dieser Werkstattbetrieb, in dem Menschen mit Behinderung Angebote zur beruflichen Eingliederung und Qualifizierung sowie zur Teilhabe am Arbeitsleben nutzen. Es werden die Arbeitsbereiche Verpackungs- und Montagearbeiten sowie Garten- und Landschaftsbau angeboten.

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums in Lahnstein wird am 23. Juni ein Tag der offenen Tür stattfinden, zudem alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Der Tag beginnt um 11.00 Uhr mit einem Gottesdienst in den Caritas-Werkstätten in der Goethestraße 20 in Lahnstein. Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Osterspai spielt um 12.30 Uhr. Um 14:30 Uhr führen die Werkstattbeschäftigten eine Tanzvorführung auf. Peter Auras sorgt im Anschluss für musikalische Unterhaltung und der Gesangsverein Frohsinn beendet gegen 16.00 Uhr das Programm. Für das leibliche Wohl ist mit Imbiss, Kaffee, Kuchen und Getränken gesorgt.

Die Beschäftigten und das Mitarbeiterteam der Caritas-Werkstätten Lahnstein freuen sich darauf, möglichst viele Besucher an diesem Tag begrüßen zu dürfen.

 

10. Teilnahme bei den Special Olympics in Kaiserslautern

Vom 10.6. bis 12.06.2013 fanden in Kaiserslautern die Special Olympics Landesspiele für Menschen mit Behinderung statt. Vor der Eröffnungsfeier versammelten sich rund 1000 Athleten, 400 Trainer und Betreuer sowie 600 freiwillige Helfer im Fritz-Walter-Stadion auf dem Betzenberg. Guildo Horn sorgte mit seinem musikalischem Auftritt für einen weiteren Höhepunkt neben dem olympischen Feuer und der olympischen Fahne.

Die Fußballer der Betriebe St. Goarshausen und Lahnstein nahmen bereits zum zehnten Mal an den Special-Olympics teil. Leider war die Fußballmannschaft in diesem Jahr geschwächt, da drei Stammspieler fehlten. Dennoch konnten sich die Spieler den vierten Platz in ihrer Kategorie erkämpfen. Das Motto "Jeder ist ein Gewinner und dabei sein ist alles" tröstete schließlich darüber hinweg, dass keine Medaille gewonnen wurde. Wie in jedem Jahr konnte die Teilnahme dank der finanziellen Unterstützung zahlreicher regionaler und überregionaler Unternehmen ermöglicht werden. Diesen Sponsoren gilt unser Dank!

Foto von Special Olympics Juni 2013

Die Fußballer der Caritas-Werkstätten aus den Betrieben St. Goarshausen und Lahnstein bei den Special Olympics 2013 in Kaiserslautern

Projekt „spardahilft.de“

Social Heroes / „Wir schaffen für Schafe“

Mitte des vergangenen  Jahres konnten sich Schulen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland mit sozialen Projektideen für die Online-Spendenaktion „spardahilft.de“ bewerben. Aus allen Bewerbungen wurden durch eine Jury zehn Projekte ausgewählt und im Internet vorgestellt, darunter auch die Klasse 9c der Heinrich-Roth-Realschule+ Montabaur in Verbindung mit dem Betrieb Niederelbert der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn. Die Klasse 9c und ihr Klassenlehrer Herr Molzahn möchten mit der Spendenaktion den Beschäftigten des Caritas-Betriebes Niederelbert helfen, einen Holzunterstand für Schafe errichten. In Eigenleistung soll dort ein Schafstall ohne Nägel, ausschließlich mit Zapfenverbindungen entstehen.

Besucher der Seite www.spardahilft.de/projekt/3/montabaur.html können im Zeitraum zwischen  3. Juni bis 1. Juli 2013 mit ihren „Klicks“ über die Höhe der Spendensumme entscheiden, die das jeweilige Projekt erhält. Pro Klick spendet der Gewinnsparverein der Sparda-Bank Südwest e.V. dann 2 Euro an das jeweilige Vorhaben. Maximal können 5.000 Euro pro Projekt ausgeschüttet werden.

Die Klasse 9c und Herr Molzahn möchten mit der Spende aus dem Projekt  „Spardahilft.de“ die notwendigen Materialien für die Fertigstellung des Schafstalles beschaffen und an einem Projekttag tatkräftig mit anpacken. Eine Dokumentation erfolgt auf der Schulhomepage und in der Schulzeitung „Pädchwork“.

Um eine höchstmögliche Summe zu erzielen, freuen sich die Schüler und die Beschäftigten der Caritas-Werkstatt über jede Unterstützung! Deshalb verbreiten Sie bitte die Aktion – gerne auch auf Facebook, Twitter oder per Email und teilen Sie sie mit Freunden und Bekannten. Denn je mehr Klicks das Projekt erhält, desto höher ist am Ende die Spendensumme. Pro Mailadresse ist nur ein Klick möglich – daher bitte über alle verfügbaren Adressen „klicken“, damit in Niederelbert die Schafe bald einziehen können.

 

Boys'Day 2013: Jungs lernen soziale Berufe kennen

MONATBAUR, April 2013. Ingenieur, Kfz-Mechaniker, Mechatroniker, Installateur – Berufe, die auch heute noch überwiegend von Männern ausgeübt werden, Traumberufe für viele Jungen. Der bundesweite „Boys’Day“ hat männliche Schüler eingeladen, andere Berufsfelder kennenzulernen: Berufe, für die sich häufig überwiegend junge Frauen interessieren. Der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn öffnete am Boys’Day seine Türen für mehrere Jungen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, in andere Berufsbereiche zu schnuppern, beispielsweise in einen Beruf in der Pflege, in der Kindererziehung oder in einem anderen sozialen oder pädagogischen Feld.

Dennis Schmittel (13 Jahre) aus Girod nutzte am Boys‘Day die Chance und verbrachte einen Tag in den Caritas-Werkstätten in Montabaur. Er lernte die Arbeit einer Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung in einer Montagegruppe kennen und nahm Einblick in den Tagesablauf. Dennis musste auch selbt mit anpacken und mitarbeiten. Wie die anderen Werkstattbeschäftigten montierte er Teile für die Industrie. Martin Sobotta, Betriebsleiter in Montabaur, unternahm mit Dennis einen Rundgang durch den gesamten Betrieb. So konnte der Schüler alle Bereiche kennenlernen und sich ein umfassendes Bild von der Arbeit in den Caritas-Werkstätten machen. „Es war anstrengend für mich. Mir hat die Arbeit gut gefallen, dennnoch möchte ich lieber Elektriker werden“, sagte Dennis am Ende des Tages. Martin Sobotta schätzt trotzdem das Interesse des jungen Mannes und dass er den Boys'Day genutzt hat, um einen Einblick in soziale Berufe zu erhalten.

BoysDay2013

Der junge Dennis Schmittel in den Caritas-Werkstätten während des Boys'Day.

Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn e.V. lädt gemeinsam mit weiteren Veranstaltern ein zum:

Oasentag - Atemholen für Eltern von Menschen mit Behinderung (auch erwachsener Kinder)

Wir laden Sie für den 20.04.2013 ein:

  • einen Tag lang Atem zu holen
  • gemeinsam mit anderen neue Kraft zu schöpfen
  • sich kulinarisch verwöhnen zu lassen
  • Erfahrungen auszutauschen
  • sich auch spirituell inspirieren zu lassen
  • sich vielleicht auch im Nachhinein an einen schönen Moment zu erinnern.

Termin: Samstag, 20. April 2013 von 9 Uhr bis 16 Uhr
Ort: Jugendbegegnungsstätte Karlsheim, 56412 Kirchähr
Kosten: 10 € für Erwachsene, 5 € für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, inkl. Getränke und Verpflegung (Frühstück, Mittagessen, Kaffe und Kuchen)

Betreuung: Eine Betreuung für Ihre Kinder wird kostenlos angeboten. Sprechen Sie uns an.

Anmeldung: bis 8. April 2013 (begrenzte Teilnehmerzahl)
Pflegestützpunkt Lahnstein-VG Braubach, Peggy Reyhe, Telefon: 02621 94 08 20
Pflegestützpunkt Nastätten-Loreley, Christa Klamp, Telefon: 06772 93 96 14.

Mehr Informationen dazu im Flyer zum Download.  

 

Schlimmes Brandunglück in Titisee-Neustadt

Die Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn drücken den Opfern und Angehörigen des Brandunglücks im Schwarzwald ihr aufrichtiges Mitgefühl aus. Eine Pressemeldung wurde von den Caritas-Werkstätten am 27.11.2012 dazu veröffentlicht.

 

25-jähriges Jubiläum des Betriebes Nauort

Am 13. Oktober 2012 feiern die Beschäftigten und mit ihnen viele Gäste das 25-jährige Bestehen des Betriebes Nauort. Seit einem Vierteljahrhundert gibt es in der Schulstraße den Werkstattbetrieb, in dem 40 Beschäftigte Angebote zur beruflichen Eingliederung und Qualifizierung sowie zur Teilhabe am Arbeitsleben nutzen.

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums wird den Gästen im Dorfgemeinschaftshaus in Nauort ein abwechslungsreiches Programm geboten. Ein Programm-Mix aus Musik, einer Showeinlage, dem Auftritt des Musikvereins 1927 Nauort e.V. sowie Kinderanimation bietet unterhaltsame Stunden für die großen und kleinen Gäste. Höhepunkt ist der Auftritt des betriebsübergreifenden Werkstattchors, der die Zuschauer begeistert und dessen Sängerinnen und Sänger die Bühne erst nach einer verdienten Zugabe verlassen dürfen.

25-Jahr-Feier in Nauort am 13.10.2012

 

 

Fünf Gäste aus Sambia verbringen einen Tag in den Caritas-Werkstätten

Die Caritas-Werkstätten in Montabaur und die Tagesförderstätte empfangen Anfang September Besucher, die einen langen Weg hinter sich haben. Die Gäste aus dem sambischen Partnerbistum Ndola, der zweitgrößten Stadt in Sambia, bleiben drei Wochen in Deutschland, um mit Jugendlichen aus dem Bistum Limburg gemeinsam ein Musikprojekt durchzuführen.  

„Limburg Meets Ndola Beats“ heisst diese außergewöhnliche Jugendbegegnung, die bisher einmalig im Bistum Limburg ist. Die Musik führt die Jugendlichen zu einer Gruppe zusammen und lässt unterschiedliche Hautfarbe und Kultur oder Sprachbarrieren vergessen. Das Projekt entstand aus dem Wunsch heraus, die Partnerschaft der Bistümer Limburg und Ndola (Sambia/Afrika), die in diesen Tagen ihr 30-jähriges Bestehen feiert, zu festigen und die nächste Generation in diese Verbindung mit einzubeziehen.

Ab Sonntag, 9. September ist die 20-köpfige Gruppe auf Konzerttournee im Bistum Limburg unterwegs. Am Freitag, 14.09.2012 sind die jungen Sängerinnen und Sänger aus Sambia und Deutschland in der Pfarrkirche Herz Jesu in Rothenbach zu erleben. Der Eintritt ist frei. Weitere Termine unter www.jugendkirche-crossover.de. Gesungen und instrumental begleitet werden Lieder in Deutsch, Englisch und Bemba. Betreut und veranstaltet wird das Projekt vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend im Bistum Limburg, der Limburger Jugendkirche CROSSOVER und dem Sambia Netz im Bistum Limburg.

Neben den musikalischen Aktivitäten lernen die jungen Menschen aus Sambia Einrichtungen im Bistum Limburg kennen - so auch die Caritas-Werkstätten in Montabaur, die Tagesförderstätte, die Katharina-Kasper-Schule sowie die Kindertagesstätte St. Franziskus in Wirges. Begleitet von Vertretern des Bistums verbringen sie einen ganzen Tag in den Einrichtungen der Behindertenhilfe des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn e. V..

Drei Mitglieder des Chores beispielsweise besuchen den Montabaurer Betrieb der Caritas-Werkstätten. Sie nehmen Teil am Werkstattalltag, arbeiten an Aufträgen mit, kommen mit den Beschäftigten ins Gespräch und geben sogar eine beeindruckende Kostprobe ihrer sängerischen Talente.

Beeindruckt von der Gastfreundschaft und den Erlebnissen des Tages verabschieden sich die afrikanischen Gäste gemeinsam mit Pfarrer Christohper Showa und lassen sich noch einmal gemeinsam mit Werkstattbeschäftigten fotografieren. Die Beschäftigten und das Caritas-Team wiederum sind berührt von der Herzlichkeit der jungen Menschen und von dem, was sie aus ihrer Heimat in Sambia erzählen. 

Gäste aus Zambia besuchen die Caritas-Werkstätten

Drei der Gäste aus Zambia vor den Caritas-Werkstätten in Montabaur gemeinsam mit Werkstattbeschäftigten und Caritas-Mitarbeitern sowie Vanessa Treike, die die Besucher begleitet und für sie übersetzt. Zweiter von links: Pfarrer Christopher Showa aus Ndola, der zweitgrößten Stadt in Sambia.

 

Fünf Beschäftigte vom Betrieb Niederelbert unterstützen die Arbeiten des Baus eines Naturerlebnisparkes in Niederelbert

Bei der Ferienbetreuung in Niederelbert gibt es in diesem Sommer ein besonderes Projekt: 35 Kinder helfen dabei, einen Naturerlebnispark anzulegen. Innerhalb von wenigen Wochen entsteht in dem Gebiet "In den Bleichwiesen", wo früher die Einwohner ihre Wäsche im Elbertbach gebleicht haben, ein Naturerlebnispark mit Barfußweg. Mit dabei sind an einem Tag auch fünf Beschäftigte vom Betrieb Niederelbert mit Ergotherapeutin Daniela Strunk (4. von links auf dem Foto). Gemeinsam mit den Kindern der Ferienbetreuung bauen sie kleine Modellschiffe aus Holz, die später auf dem Elbertbach in See stechen werden. "Insgesamt ist das eine sehr gelungene Aktion" freuen sich alle Beteiligten am Ende des Projekttages.

Projekt Naturerlebnispark Niederelbert

Werkstattbeschäftigte und Mitarbeiter vom Betrieb Niederelbert, die einen Tag lang beim Entstehen des Niederelberter Naturerlebnisparkes geholfen haben. Foto: Kira Wille, Rhein-Zeitung.

Dr. Tanja Machalet absolviert ein Tagespraktikum in den Caritas-Werkstätten in Montabaur

Am 7. August 2012 verbringt die Landtagsabgeordnete Dr. Tanja Machalet einen ganzen Tag in den Caritas-Werkstätten und nimmt dabei Einblick in den Betrieb Montabaur in der Warthestraße, die MoDiTec-Betriebe sowie den Zentralen Berufsbildungsbereich in der Moselstraße. Nach einer kurzen Einführung in die Leistungen und Angebote der Caritas-Werkstätten begibt sie sich mitten in den Werkstattalltag. Sie arbeitet in verschiedenen Arbeitsbereichen gemeinsam mit den Werkstattbeschäftigten, beantwortet deren Fragen zu ihrer politischen Tätigkeit und geht mit zum gemeinsamen Mittagessen in die Kantine. Zur Freude der Beschäftigten lädt sie eine Gruppe ein, im kommenden Jahr den Mainzer Landtag zu besuchen und im Rahmen einer Führung kennenzulernen. Abschließend zeigt sich Dr. Tanja Machalet unter anderem beeindruckt von den hochwertigen Lohnarbeiten, die für die Industrie in den Caritas-Werkstätten ausgeführt werden.  

Besuch von Dr. Tanja Machalet

Dr. Tanja Machalet (2. von links) wird begrüßt von Caritasdirektor Frank Keßler-Weiß (von links), Peter Engel (Betriebsleiter in Montabaur), dem zukünftigen Betriebsleiter Martin Sobotta sowie Tanja Sprünker, Leiterin des Kompetenzzentrums Berufliche Qualifizierung und Integration.
Besuch von Dr. Tanja Machalet

Dr. Tanja Machalet in einer Verpackungsgruppe während Ihres Praktikumtages


Beim Mittagessen mit Betriebsleiter Peter Engel im Speisesaal der Caritas-Werkstätten.

Erster Triathlon der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn: sechs Teams kämpften um den begehrten Wanderpokal

18 Beschäftigte aus sechs Betrieben der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn erlebten erstmalig einen spannenden Triathlon, der unter der Regie der Sportfachkräfte der Werkstatt im Freibad von Ransbach-Baumbach sowie in der Sportanlage von Nauort ausgerichtet wurde. Statt Arbeitsalltag in Rotenhain, Niederelbert, Montabaur, Nauort, Lahnstein und St. Goarshausen standen für die Teilnehmer drei Bahnen Schwimmen, drei Runden Fahrradfahren sowie eine Runde Laufen auf dem Programm.

Dank der großzügigen Unterstützung der Ortsgemeinden Ransbach-Baumbach und Nauort fanden die Sportler optimale Rahmenbedingungen vor und erreichten teilweise mit großem Einsatz sogar neue persönliche Bestzeiten. Die Mannschaft des Betriebs Rotenhain konnte schließlich als Sieger den Wanderpokal mit nach Hause nehmen. Dort wird er bis zur Wiederauflage des Turniers im kommenden Jahr einen würdevollen Platz erhalten.

Triathlon 2012

Teilnehmer des Triathlons im August 2012

Tennis-Probestunde beim TC Schwarz-Weiß Montabaur

Der TC Schwarz-Weiß Montabaur bot den Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn an, auf dem Vereinsgelände eine Tennisstunde zu absolvieren. Diese Einladung nahmen vier Werkstattbeschäftigte aus Montabaur und zwei Betreuer gerne an. Unter der Regie der Vereinsmitglieder Horst-Jürgen Geffroy, Eberhard Gombert, Renate Wagner und Carsten Wagner wurde eine Einheit lang intensiv trainiert. Die Tennisstunde begann mit einem lockeren Aufwärmen und anschließenden Einzelübungen, bei denen alle vier Teilnehmer eine individuell Lehrstunde im sogenannten weißen Sport erhielten. Zum Abschluss gab es sogar ein kleines Match, wo der „King of the Course“ ermittelt wurde.

Die Caritas-Beschäftigten und die Betreuer waren begeistert von dieser Aktion, die eine willkommene, sportliche Abwechslung zum Arbeitsalltag darstellte. Die Einladung zu einer weiteren Probestunde wurde mit großer Freude angenommen.

Probestunde beim Tennisverein Montabaur

Werkstattbeschäftigte aus Montabaur, ihre Betreuer sowie Mitglieder des TC Schwarz-Weiß Tennisvereins Montabaur.

Goldmedaille für Caritas-Werkstattbeschäftigte bei Special Olympics in München

Vom 20. bis 26. Mai 2012 fanden unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck in München die nationalen Special Olympics statt. Auf neun Sportstätten verteilt gaben über 5.000 Athletinnen und Athleten mit geistiger Behinderung unter dem Motto „Gemeinsam stark!“ in 19 Einzel- und Mannschaftssportarten sowie dem wettbewerbsfreien Angebot ihr Bestes.

Zum nunmehr achten Mal war auch die Fußballmannschaft der Caritas-Werkstätten Westerwald-Rhein-Lahn St. Goarshausen und Lahnstein mit dabei. Bei traumhaften Wetter erlebten die hochmotivierten zehn Männer gemeinsam mit Trainerin Irene Bade und Betreuer Andreas Knecht ein spannendes Turnier. Gemeinsam mit 99 weiteren Mannschaften aus ganz Deutschland kickten sie sich von Runde zu Runde und zeigten trotz aller Anstrengungen bei der schönsten Nebensache der Welt überragende Leistungen. In ihrer Gruppe spielten 28 Mannschaften, die nach dem neuen Schweizer System immer wieder neu ausgelost wurden. Am Qualifikationstag mussten bereits sieben schwere Spiele absolviert werden. In den nächsten drei Tagen wurde dann gruppenintern um Punkte und Plätze gespielt. Die schon routinierten Turnierspieler erreichten schließlich in ihrer Kategorie verdient die Gold-Medaille, nachdem sie in der Schlussrunde alle Spiele gegen ihre Mitbewerber aus Karlsruhe, Bebra, Irchenrieth und Berlin gewonnen hatten. In der knapp bemessenen Freizeit konnten die Spieler und Betreuer sogar einige Münchner Sehenswürdigkeiten erleben.

Das einladende Olympiagelände in der bayerischen Landeshauptstadt, eine beeindruckende Eröffnungsfeier, die freundliche Atmosphäre unter den Athleten und die gute Organisation der Spiele trugen dazu bei, dass die Caritas-Kicker nach erlebnisreichen Tagen erschöpft aber glücklich die Heimreise antraten. Getreu dem Motto der Special Olympics „Lasst mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, so lasst mich mutig mein Bestes geben!“ freuen sich die Beschäftigten der Caritas-Werkstätten auf die nächste sportliche Herausforderung.

Special Olympics Mai 2012

Hintere Reihe von links: Michael Müller, Lukas Musiol, Roland Michel, Daniel Gabe, Wolfgang Pioschetzni, Christian Lachner, Sascha Schury, Trainerin Irene Bade, Betreuer Andreas Knecht; vorn von links: Marco Pelz, Thomas Brüggemann, Martin Lehmann

 

 

Werkstattbeschäftigte aus Rotenhain, Montabaur und Niederelbert bei Guildo Horn in Wissen

Wissen/Sieg. Am Samstag, 12. Mai 2012 erlebten 13 Werkstattbeschäftigte eine mitreißende Bühnenshow von Guildo Horn und Band. Im Kulturwerk in Wissen wurde fast drei Stunden lang ausgelassen mitgesungen und mitgetanzt. Guildo Horn, der Sänger, Entertainer, Performer und studierter Diplom-Pädagoge gab dort ein Konzert anlässlich des 50. Jubiläums der LEBENSHILFE im Landkreis Altenkirchen. Zu diesem Anlass präsentierte Guildo Horn mit seiner Band, den "Orthopädischen Strümpfen" sein neues Programm „20 Jahre Zärtlichkeit“.

Mit professioneller Musik, vollem Körpereinsatz und immer in Kontakt mit seinem Publikum tauchte er vor den begeisterten Besuchern ein in die Welt der Schlager. Die Werkstattbeschäftigten aus Rotenhain, Montabaur und Niederelbert machten  begeistert mit und feierten ausgelassen diesen musikalischen Event.

GuildoHorn in Wissen am 12.05.2012
Guildo Horn in Wissen am 12.05.2012

 

 

„Tag der Begegnung“: Betrieb Niederelbert präsentierte am 22.04.2012 ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein

Niederelbert. Bereits Tradition hat der alle zwei Jahre stattfindende „Tag der Begegnung“ im Betrieb Niederelbert der Caritas-Werkstätten Westerwald/Rhein-Lahn. Der Tag begann mit einem Gemeindegottesdienst in der Pfarrkirche Niederelbert. Danach erwartete die Besucher ein buntes Programm auf dem Gelände der Werkstatt. Die Arbeitsbereiche Garten- und Landschaftsbau, Gärtnerei, Floristik, technische Montage, Schlosserei sowie Zerspanung konnten besichtigt werden. Das reichhaltige Sortiment an Frühjahrspflanzen lud die Gäste dazu ein, sich mit Pflanzen und Setzlingen für Balkon, Terrasse und Garten einzudecken.

Auch externe Beteiligte gestalteten den Tag der Begegnung mit. Die Jugendfeuerwehr Niederelbert präsentierte sich mit einer Vorführung und einem Infostand. Außerdem stand der Fuhrpark der Feuerwehren Montabaur und Niederelbert bereit. Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute beantworteten Fragen und zeigten interessierten Besuchern ihre Ausstattung. Die kleinen Gäste erwartete Kinderanimation wie Schminken und Luftballonmodellieren. Die Großen konnten sich im Bogenschießen versuchen. Der Schützenverein Hundsangen ermöglichte dies. Eine weitere Attraktion war das Selberbaggern auf einem Minibagger der Niederelberter Firma Pauly & Brand.

Trotz kühler Temperaturen fanden sich zahlreiche Besucher in der Horresser Straße ein. Bei Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen begegneten sich wie in den Vorjahren eine Vielzahl von Menschen aus der Region. Das Team der Caritas-Werkstätten Niederelbert dankt allen, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben.

Tag der Begegnung am 22.04.2012 in Niederelbert

Selber baggern auf Minibaggern - wie schon in den Vorjahren eine große Attraktion.
Tag der Begegnung am 22.04.2012 in Niederelbert

Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr versuchen sich im Bogenschießen. Vertreter des Schützenvereins Hundsangen unterstützen sie dabei.
Tag der Begegnung am 22.04.2012 in Niederelbert

Tag der Begegnung 2012.
Tag der Begegnung am 22.04.2012 in Niederelbert

Die Feuerwehren aus Montabaur und Niederelbert stellen sich vor.
Tag der Begegnung am 22.04.2012 in Niederelbert

Verkauf von Frühjahrspflanzen aus der Gärtnerei der Caritas-Werkstätten.
Lavendel, Gärtnerei Niederelbert

Erste Frühjahrs- und Sommerboten locken zum Pflanzen im heimischen Garten.

Beschäftigte des Betriebs Nauort feiern ausgelassen mit Nauorter Karnevalisten

Nauort. Der Besuch des Nauorter Möhnenvereins „Ewig Jung 1969“, des Kinderprinzenpaares sowie der Karnevalsvereinigung Nauort e.V. wird von den Werkstattbeschäftigten in Nauort sehr geschätzt. Für die rund 40 Beschäftigten bildet das gemeinsame Feiern am Schwerdonnerstag einen der Höhepunkte des jährlichen Karnevals. Ein Stück gelebte Integration fand auch in diesem Jahr statt, als die Obermöhn Brigitte II, die Kinderprinzessin Lea I, Prinz Tim III mit Gefolge sowie weitere Möhnen und Vertreter der Karnevalsvereine den Straßenkarneval in dem Caritas-Werkstattbetrieb einläuteten. Gemeinsam wurde ausgelassen getanzt, gefeiert und sich auf die kommenden fünf tollen Tage eingestimmt.

Die Werkstattbeschäftigten zeigten sich erkenntlich und verliehen den Besuchern selbst erstellte Orden, die jedes Jahr neu angefertigt werden. Die behinderten Menschen sowie das Team der Caritas-Werkstätten schätzen das Engagement der Nauorter Karnevalisten, das immer wieder zu gemeinsamen und bereichernden Erlebnissen führt und hoffen, dass auch 2013 wieder  närrische Besucher in der Schulstraße empfangen werden können.

Karneval 2012 in Nauort
Karneval 2012 in Nauort

Landrat und Vertreter der Kreisverwaltung Westerwald besuchen die Caritas-Werkstätten

Landrat Achim Schwickert, die Leiterin der Abteilung  Soziales der Kreisverwaltung, Marion Hofmann sowie der Beauftragte für die Belange behinderter Menschen im Westerwaldkreis Franz-Georg Kaiser besuchen am 14.02.2012 den Montabaurer Betrieb der Caritas-Werkstätten Westerwald/Rhein-Lahn. Caritasdirektor Frank Keßler-Weiß begrüßt gemeinsam mit den beiden Abteilungsleitern des Fachbereichs Behindertenhilfe des Caritasverbandes Westerwald-Rhein-Lahn e.V., Peter Roos und Erwin Peetz, die Vertreter des Westerwaldkreises. Während des Gesprächs tauschen sie sich intensiv zum Thema "Eingliederungshilfe für behinderte Menschen" aus. Anschließend machen sich die Besucher in einem Rundgang durch den Werkstattbetrieb in der Warthestraße 21 in Montabaur einen Eindruck über die Leistungen der Caritas-Werkstätten.

Besuch von Landrat Achim Schwickert

Im Bild von links: Landrat des Westerwaldkreises Achim Schwickert, Peter Roos (Abteilungsleiter im Caritasverband für Ambulante Hilfen, Wohnen und Bildung), Erwin Peetz (Abteilungsleiter im Caritasverband für Arbeit und Förderung), Marion Hofmann (Kreisverwaltung, Leiterin der Abteilung Soziales), Franz-Georg Kaiser (Beauftragter für die Belange behinderter Menschen im Westerwaldkreis), Frank Keßler-Weiß (Caritasdirektor Caritasverband Westerwald-RheinLahn e.V.) in einer Montage- und Verpackungsgruppe der Caritas-Werkstätten.

Exkursion der Arbeitssicherheitsbeauftragten der Caritas-Werkstätten nach Dortmund im November 2011

Insgesamt 20 Arbeitssicherheitsbeauftragte der Caritas-Werkstätten fuhren am 23.11.2011 nach Dortmund, um sich die Ausstellung "Arbeitswelt" anzusehen. In einer speziell gebuchten Führung wurde den Beschäftigten und Mitarbeitern der Caritas-Werkstätten die Geschichte und Entwicklung des Themas Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin näher gebracht.

Beeindruckende Maschinen, die mehr als 100 Jahre alt sind, demonstrieren die Gefährlichkeit und Unsicherheit, die damals in der Arbeitswelt herrschten. Im Rahmen der Bismarckschen Sozialgesetzgebung wurde das Unfallversicherungsgesetz verabschiedet, das bessere Bedingungen für Arbeiter schuf. Das bis heute geltende Arbeitssicherheitsgesetz trat 1973 in Kraft. Eine Vielzahl von Beispielen in der Ausstellung verdeutlicht, wie wichtig das Thema "Arbeits- und Gesundheitsschutz" bis heute ist. Alle Teilnehmer waren von der Exkursion nach Dortmund beeindruckt und sahen den Besuch der Ausstellung als sehr gelungen an. Es hat die Arbeitssicherheitsbeauftragten motiviert, sich weiter für das Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz einzusetzen.



Das Gebäude, in dem sich die Ausstellung zur Arbeitswelt, die "Dasa" in Dortmund befindet.
Exkursion nach Dortmund

Die Führung beginnt in der Vergangenheit: die Gruppe der Caritas-Werkstätten bestaunt eine Dampfmaschine aus dem Jahr 1889.
  • Start des Bundesfreiwilligendienstes in den Caritas-Werkstätten

Seit 1. September 2011 haben zwei junge Männer in den Caritas-Werkstätten Westerwald/Rhein-Lahn ihren Bundesfreiwilligendienst begonnen. Im Betrieb Nauort startete Kai Ebelhäuser aus Ransbach-Baumbach und im Betrieb Lahnstein begann Dennis Beck aus Osterspai seine zwölfmonatige freiwillige Zeit in den Caritas-Werkstätten.

Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst

Werkstattbeschäftigter Hans Ruge (links) mit dem 17-jährigen Kai Ebelhäuser (rechts), Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst

Neben Kai Ebelhäuser hat Lukas Wiemer aus Nauort eine freiwillige Tätigkeit im Betrieb Nauort aufgenommen. Er absolviert ein FSJ - ein Freiwilliges Soziales Jahr. Die jungen Freiwilligendienstler unterstützen die Fachkräfte im Arbeitsalltag und bei sonstigen Tätigkeiten, die anfallen.

Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst im Betrieb Nauort

Die drei Nauorter Werkstattbeschäftigte Martina Engelbrecht, Elena Nuss und Brigitte Demuth (von links) sowie Kai Ebelhäuser (Bundesfreiwilligendienst), Axel Detrois (Leiter Betrieb Nauort) und Lukas Wiemer (FSJ seit 1.8.2011) von links.
  • Erste bistumsweite Caritas-Wallfahrt am 6. September 2011 in Hofheim
Wallfahrt in Hofheim, September 2011

Fotos: Petra M. Schubert, Caritasverband für die Diözese Limburg

Neben vielen anderen Wallfahrern folgten auch Mitarbeiter der Caritas-Werkstätten Westerwald/Rhein-Lahn der Einladung, am 6. September 2011 nach Hofheim zu kommen. Unter dem Motto "Mit Christus auf dem Weg zu den Menschen" fand die erste bistumsweite Caritas-Wallfahrt anlässlich des 10-jährigen Bestehens des "Refugiums für Mitarbeitende in Caritas und Pastoral“ in Hofheim statt. Gemeinsam mit Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst gingen die Wallfahrer von der Bergkapelle oberhalb des Exerzitienhauses hinunter in die Stadt.  Stationen der Wallfahrt lagen am Refugium, am Stadtrand sowie vor dem Vincenzhaus.

Ihren Abschluss fand die Caritas-Wallfahrt mit der Eucharistiefeier in der Kapelle des Vincenzhauses.  Bischof Tebartz-van Elst zelebrierte die Messe und würdigte die Arbeit der Caritas-Mitarbeiter. In weiteren Ansprachen wurde das Team des Refugiums um Pfarrer Ludwig Reichert zu seiner langjährigen wirkungsvollen Arbeit beglückwünscht. Im Anschluss waren alle Wallfahrer eingeladen, bei einem Imbiss auf dem Gelände des Vincenzhauses ihre Eindrücke und Erlebnisse auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

  • Fahrradtraining "Gesund und sicher mit dem Rad" für Beschäftigte der Caritas-Werkstätten

Am 13.07.2011 haben Thorsten Kahlke, Ernst Lisowski, Marco Marzanke, Markus Meurer, Maria Parreira , Stefanie Pfeil, Timo Quast, Jose Rodriguez, Dirk Sattler und Christoph Schneider an einem Fahrrad-Sicherheitstraining in Montabaur und Niederelbert teilgenommen.

Thomas Lüning von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege erarbeitete mit den Werkstattbeschäftigten anschaulich die wichtigsten Grundregeln sicheren Radfahrens. Er gewann schnell die Aufmerksamkeit der Teilnehmer durch seine lebendige Art der Präsentation der Themen. Vermeidung von Unfällen durch umsichtiges Verhalten im Straßenverkehr, Gleichgewichtsübungen, ein Schilderquiz sowie informative Filme rundeten diesen theoretischen Teil ab.

Im anschließenden praktischen Teil wurden die einzelnen Fahrräder auf ihre Verkehrssicherheit geprüft und nachdem der Fahrradhelm richtig saß, konnten die Teilnehmer ihre Fahrkünste testen. Verschiedene Übungen wie richtiges Auf- und Absteigen, sicheres Bremsen auf den Punkt oder Fahren an Engstellen wurden durchgeführt. Am Ende des Tages konnte jeder Teilnehmer für sich eine deutliche Verbesserung seines Fahrverhaltens und Fahrkönnens feststellen und mit einer Urkunde nach Hause fahren.

Fahrradtraining 2011

 

 

  • Ehemaliger Werkstattbeschäftigter schafft mit Unterstützung der Viweca Übergang auf allgemeinen Arbeitsmarkt im Rahmen des "Budgets für Arbeit"

Am 12.07.2011 erscheint in der Rhein-Lahn-Zeitung ein Artikel über Markus Salzig, der seit Ende 2010 sein berufliches Ziel erreicht hat: er steht in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis bei der Stadt Lahnstein. Die gute Zusammenarbeit zwischen den Vertretern der Stadt Lahnstein und der Integrationsabteilung Viweca der Caritas-Werkstätten hat diese Entwicklung ermöglicht. Als Mitarbeiter der Stadt Lahnstein stellt der ehemalige Werkstattbeschäftigte auf den städtischen Friedhöfen seine Fähigkeiten unter Beweis. Er ist dort für die Pflege der Anlagen und Wege zuständig.

Die Stadt Lahnstein beschäftigt den 41-Jährigen Mann aus Kampf-Bornhofen im Rahmen des Budgets für Arbeit - ein rheinland-pfälzisches Projekt, das behinderten Menschen den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglichen soll. Mit Unterstützung der Integrationsassistenten der Viweca wurde der sogenannte Außenarbeitsplatz der Caritas-Werkstätten Ende 2010 in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis umgewandelt, bei dem der Arbeitgeber 70 Prozent der Bruttolohnkosten vom Sozialhilfeträger als dauerhaften Nachteilsausgleich erhält. Dieser Lohnkostenzuschuss stellt einen Zuschuss für die tarifliche Beschäftigung von Menschen dar, die unter normalen Bedingungen des Arbeitsmarktes nicht erwerbsfähig sind.



Auf dem Foto vorn, von links: Roland Fleck und Petra Zimmermann von der Viweca, Markus Salzig, Friedhofsbetriebsleiter Klaus-Peter Brauner. Hinten, von links: Michael Naß (Fachgebiet Personal), Thomas Becher (Leiter der Wirtschaftsbetriebe) und Timo Schmitz von der Stadt Lahnstein.

Hier der Pressetext zum Runterladen aus der Rhein-Lahn-Zeitung vom 12.07.2011.

 

  • Erfolgreiche Teilnahme der Sportler der Caritas Werkstätten an den rheinland-pfälzischen Spielen von Special Olympics in Bitburg vom 6. bis 8. Juni 2011

Die Athleten der Caritas-Werkstätten Westerwald/Rhein-Lahn Montabaur, St. Goarshausen und Lahnstein behaupteten sich mit großem Einsatz und fairem Sportgeist bei den „3. Regionalen Spielen von Special Olympics“ in Bitburg. Rund 1.200 Athleten kämpften in 15 Disziplinen drei Tage lang um Medaillen. Aus ganz Rheinland-Pfalz waren Menschen mit geistiger Behinderung angereist, um gemäß dem olympischen Eid „Lasst mich gewinnen! Und wenn ich nicht gewinnen kann, so lasst mich mutig mein bestes geben!“ an den Start zu gehen. Darunter waren auch acht Beschäftigte der Caritas-Werkstätten Montabaur, die sich im Rahmen der arbeitsbegleitenden Maßnahmen im Vorfeld auf das Turnier vorbereitet hatten sowie die Fußballer der Betriebe St. Goarshausen und Lahnstein.

Bei optimalen Bedingungen erlebten die Leichtathleten Nicole Kopf, Maik Wolf, Ebru Yilmaz, Deshir Shala, Markus Dingels, Kevin Metz, Franziska Goldmann und Dirk Sattler ein spannendes Sportereignis. Insgesamt vier Gold-, drei Silber und zwei Bronze-Medaillen erkämpften sich die Sportler der Caritas-Werkstätten im 50m-Lauf, Weitwurf, Weitsprung, Kugelstoßen sowie im Tennis. Sie haben damit die Aussicht, sich für die Special Olympics Deutschland zu qualifizieren, die im Sommer 2012 in München stattfinden. Praktikantin Laura Wirthwein, Sportfachkraft Christine Kexel-Niemann und der Zivildienstleistende Tobias Weyand (von rechts) gratulieren den Athleten.

 



Von links: Nicole Kopf, Maik Wolf, Ebru Yilmaz, Deshir Shala, Markus Dingels, Kevin Metz, Tobias Weyand (Zivi), Christine Kexel-Niemann (Sportfachkraft), Laura Wirthwein (Praktikantin). Auf dem Foto fehlen: Franziska Goldmann und Dirk Sattler.

Die Fußballer aus St. Gaorshausen und Lahnstein waren ebenfalls sehr erfolgreich. Für die Mannschaft, die mit drei neuen Spielern antrat, war es bereits die achte Teilnahme an den Special Olympics. In der stärksten Gruppe verpassten sie schließlich nach drei Turniertagen mit einem Punkt nur knapp die Silber-Medaille. Mit Bronze im Gepäck gibt es dennoch eine große Herausforderung, auf die sich alle schon jetzt freuen: die Teilnahme an den Special Olympics Deutschland, die im Sommer 2012 in München stattfinden. Mit dieser Aussicht traten die Kicker der Caritas-Werkstätten, Trainerin Irene Bade sowie Betreuer Andreas Knecht zufrieden die Heimreise an den Rhein an.

Fußballmannschaft bei Special Olympics

Fußballmannschaft der Caritas-Werkstätten St. Goarshausen und Lahnstein.

 

  • Eine Ära geht zu Ende: letzter Zivi in den Caritas-Werkstätten

Mit dem bundesweiten Aussetzen der Wehrpflicht endet ab Juli 2011 auch die Ära der Zivildienstleistenden in den Caritas-Werkstätten. Dort leisteten in den vergangenen 36 Jahren mehr als 300 junge Männer ihren Ersatzdienst. Tobias Weyand wird nun der letzte Zivi sein, der in den nächsten sechs Monaten in den Caritas-Werkstätten tätig ist. Er wird die Beschäftigten im Arbeitsalltag unterstützen oder für Fahrdienste eingesetzt. 

Zivi 2011

Von links: Betriebsleiter Peter Engel, Zivildienstleistender Tobias Weyand, Werkstattratsmitglied Michaela Bernhardt, Geschäftsführer Erwin Peetz.

Geschäftsführer Erwin Peetz, Betriebsleiter Peter Engel sowie die stellvertretende Werkstattratsvorsitzende Michaela Bernhardt überreichen dem jungen Abiturienten aus Oberelbert anlässlich seines Dienstbeginns ein kleines Geschenk. „Stellvertretend für alle Zivis, die in den vergangenen Jahren in den Caritas-Werkstätten tätig waren, erhalten Sie heute dieses Dankeschön“, begrüßt Erwin Peetz den 20-jährigen Tobias Weyand und wünscht ihm eine gute Zeit im Betrieb Montabaur. 

Peter Engel schildert die positiven Erfahrungen mit den Zivildienstleistenden während der letzten Jahrzehnte. „Berührungsängste hat es in der Regel nicht gegeben. Die jungen Männer beschreiben die Zeit in den Caritas-Werkstätten meist als sehr wertvolle und wichtige Phase ihres Lebens.“ Einige Ehemalige hätten sogar nach ihrer Ausbildung eine Tätigkeit bei der Caritas aufgenommen. Mit vielen bestünde auch lange über ihre Dienstzeit hinaus Kontakt, den die früheren Zivis beispielsweise in Form von spontanen Besuchen in der Werkstatt aufrechterhalten.

Die Caritas-Werkstätten möchten nun alle Interessierten ermuntern, sich über den Bundesfreiwilligendienst zu informieren, der dem Zivildienst folgt. Dieser Dienst kann insbesondere jungen Menschen ermöglichen, soziale Kompetenzen zu erwerben und sinnvolle, prägende Erfahrungen zu machen. Außerdem besteht in allen Betrieben der Caritas-Werkstätten wie bisher die Möglichkeit, ein Freiwilliges Soziales Jahr von mindestens sechs Monaten zu absolvieren. Mehr dazu unter Stellen, oder auf den Internet-Seiten des Bistums Limburg unter www.soziale-dienste.net.

 

  • Werkstattbeschäftigte begeisterten ihr Publikum am 18.03.2011 in Wirges

Wirges. In ganz ungewohnter Manier traten die Beschäftigten der Caritas-Werkstätten Westerwald/Rhein-Lahn ihren Angehörigen, Betreuern und Kollegen im Bürgerhaus in Wirges gegenüber. Der betriebsübergreifende Werkstattchor und das Ensemble des Schattentheaters begeisterten das Publikum mit ihren Auftritten.

Das, was bereits im vergangenen Jahr bei der 35-Jahr-Feier aufgeführt wurde, sollte nun noch einmal einer breiteren Öffentlichkeit gezeigt werden. In mehrmonatigen Proben hatten die Beschäftigten der Caritas-Werkstätten parallel zu ihrer täglichen Arbeit unter professioneller Begleitung intensiv geprobt. Das Ergebnis konnte sich sehen und hören lassen. In einer gelungenen Atmosphäre genossen die mehr als 200 interessierten Zuhörer ein umfangreiches Liederrepertoire des Werkstattchores aus den siebziger Jahren, das unter dem Motto „Flower Power“ stand. Das anschließende Schattentheaterstück mit dem Titel „Traumreise“ entführte die Zuschauer in eine berührende Geschichte, die immer wieder phantasievolle Wendungen nahm. Das Drehbuch wurde von den Werkstattbeschäftigten im Vorjahr selbst geschrieben. Die Schauspieler nahmen ihr Publikum mit auf eine Reise durch verschiedene Erdteile und überraschten mit einfallsreichen Szenen, die sie hinter einer die komplette Bühne ausfüllenden Leinwand spielten. Realität und Traumwelt wurden auf wundersame Weise verknüpft.

Sowohl der Werkstattchor als auch die Mitglieder des Schattentheaters konnten zu Recht stolz sein auf ihre künstlerischen Leistungen, die mit viel Applaus vom Publikum belohnt wurden.

Auftritt

Der Werkstattchor der Caritas-Werkstätten


Eine Szene aus der "Traumreise", dem Schattentheater.
Chorprobe am 06.05.2010 in Montabaur.
Szene aus dem Schattentheater

 

  • März 2011: Geschäftsführung und Vertreter der Agentur für Arbeit besuchten die Caritas-Werkstätten

"Gemeinsames Ziel: Passgenaue berufliche Eingliederung für behinderte Menschen"

Anfang März 2011 besuchten die Agenturvertreter Heike Strack (Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit, Montabaur) sowie Elmar Wagner (stellvertretender Geschäftsführer), Thomas Becker (Leiter Reha-Team) und Gerhard Giebeler (Rehaberater) die Caritas-Werkstätten. Auf  Einladung des Geschäftsführers Erwin Peetz haben die sich Agenturvertreter ein Bild von den Leistungen der Caritas-Werkstätten für behinderte Menschen zur Teilhabe am Arbeitsleben gemacht, Erwin Peetz und Tanja Sprünker (Leiterin des kürzlich gegründeten Kompetenzzentrums Qualifizierung und Integration) zeigten ihnen während ihres Besuches den Zentralen Berufsbildungsbereich in der Moselstraße und die Viweca in der Bahnhofstraße in Montabaur.


Hier der Pressetext zum Runterladen.
Besuch der Agentur für Arbeit 2011

Auf dem Bild von links: Erwin Peetz, Heike Strack (Agentur für Arbeit), Elmar Wagner (Agentur für Arbeit), Tanja Sprünker, Thomas Becker (Agentur für Arbeit), Gerhard Giebeler (Agentur für Arbeit)


Besuch im Zentralen Berufsbildungsbereich. Von links: Elmar Wagner, Heike Strack, Gerhard Giebeler, Thomas Becker, Erwin Peetz, Tanja Sprünker.

 

 

  • Erstes „Special Olympics Hallenfußballturnier“am Nürburgring für Fußballmannschaft der Caritas-Werkstätten Westerwald/Rhein-Lahn im Januar 2011

Die Fußballer der Betriebe Lahnstein und St. Goarshausen der Caritas-Werkstätten Westerwald/Rhein-Lahn nahmen im Januar 2011 erstmalig an einem Hallenfußballturnier für Menschen mit Behinderung teil. Voller Erwartung fuhren die Werkstattbeschäftigten in die Ring Arena zum Nürburgring. Für die Mannschaft aus St. Goarshausen und Lahnstein war es ein ganz neues Erlebnis, auf einem Kunstrasenplatz in der Halle zu spielen. Nach dem ersten Spiel ,das nur 1:1 ausging, drehten die Fußballer voll auf und gewannen die restlichen Spiele. Im letzten Spiel konnten sie sogar mit 12:1 überzeugen und erspielten sich am Ende völlig verdient den ersten Platz!

Die Spieler wurden mit einer Goldmedaille und einem T-Shirt belohnt. Trainerin Irene Bade war voller Stolz, dass die Mannschaft nicht nur große Erfolge im Freien, sondern auch in der Halle erzielen kann. Unterstützt wird die Mannschaft seit neuestem durch Lukas Muisol aus Lahnstein, der bei seinem ersten Einsatz vier Tore erzielte .Der Kapitän Martin Lehmann aus St. Goarshausen, ein „alter Hase“, der schon im achten  Jahr dabei ist, schoss sogar 15 Tore. Nach dem erlebnisreichen Tag am Nürburgring freuen sich die Fußballer jetzt schon auf die nächsten Wettkämpfe bei den Regionalen Spielen von Special Olympics Rheinland Pfalz in Bitburg, die vom 6. bis 8. Juni 2011 stattfinden.

 

  • Ehrung des Siegers des Luftballonwettbewerbs

Während der 35-Jahr-Feier am 27.08.2010 nahmen fast 400 Werkstattbeschäftigte am Luftballonwettbewerb teil. Im November stand dann der Sieger fest: Der Luftballon von Jürgen Benner, Werkstattbeschäftigter in Rotenhain, flog am weitesten. Er schaffte rund 360 km und wurde von einem 9-jährigen Mädchen in Thüringen in der Stadt Triptis gefunden. Betriebsleiter Günter Keßler (2. von links im Bild) überreicht Jürgen Benner dafür ein Geschenk in Form eines Einkaufsgutscheines.



Jürgen Benner (3. von links), Betrieb Rotenhain, erzielt den ersten Platz beim Luftballonwettbewerb. Auf dem Bild von links: Bianca Schütz, Betriebsleiter Günter Keßler, Erika Spiegel, Ilona Harpel, Janette Haas.
  • Erfolgreiche Zwischenbilanz nach einem Jahr "Unterstützte Beschäftigung Westerwald" dank der Kooperationsbereitschaft der Westerwälder Unternehmen.

Vor dem Hintergrund "ein Jahr Unterstützte Beschäftigung Westerwald" wurde in verschiedenen Pressemedien ausführlich über die von der Agentur für Arbeit finanzierten Maßnahme informiert. Hier die interne Pressemeldung, die den Veröffentlichungen zugrund lag, zum Herunterladen.


Pressetext zur "Unterstützten Beschäftigung", die seit Herbst 2009 von der Viweca in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Westerwald durchgeführt wird.

 

  • Caritas-Werkstätten feiern 35-jähriges Jubiläum in Wirges

Die Beschäftigten der Caritas-Werkstätten Westerwald/Rhein-Lahn der Betriebe Montabaur, MoDiTec, Viweca, Rotenhain, Nauort, Niederelbert, Lahnstein, St. Goarshausen sowie der Tagesförderstätte Wirges feierten am 27.08.2010 im Bürgerhaus gemeinsam mit den Mitarbeitern ein stimmungsvolles Fest anlässlich des 35-jährigen Bestehens. Die Feier stand unter dem Motto "Flower Power".

An dem Programm waren die Werkstattbeschäftigten umfangreich eingebunden. Der eigens für das Jubiläum gegründete Werkstattchor gab dem Festgottesdient einen würdevollen musikalischen Rahmen. Das Thema des Gottesdienstes lautete "Gott lässt wachsen". Nach dem Gottesdienst mit Bezirksdekan Heinz-Walter Barthenheier, Pfarrer Wolfgang Weik aus Höhr-Grenzhausen und Jochen Straub, Seelsorger für behinderte Menschen des Bistums Limburg, wurden langjährige Beschäftigte und Mitarbeiter geehrt. Unter dem Motto Flower Power folgte dann ein flotter Tanz der Werkstattbeschäftigten aus Lahnstein und St. Goarshausen sowie ein Auftritt des Chores, der bekannte Titel aus den siebziger Jahren zum Besten gab. Rund 45 Werkstattbeschäftigte von allen Standorten hatten seit vielen Wochen mit großem Engagement und unter professioneller Begleitung für diesen Tag geprobt und erfahren, wie groß das Gemeinschaftsgefühl ist, das ein Chor entwickeln kann [weiterer Text: siehe unten]. 

Hier einige Fotoimpressionen von der 35-Jahr-Feier:



Gäste beim Kaffee trinken


Werkstattchor


Tanzgruppe aus St. Goarshausen/Lahnstein


Kaffee und Kuchen


Schattentheater


Luftballonwettbewerb


Luftballonwettbewerb


Band "Party Animals"

Einer der Höhepunkte des Festes war der Auftritt des Schattentheaters, dem mehrmonatige Proben vorausgingen. Mit Unterstützung einer erfahrenen Regisseurin entstand eine etwa 20-minütige Vorführung, bei der Werkstattbeschäftigte hinter einer riesigen Leinwand die eindrucksvolle und berührende Geschichte „Traumreise“ spielten. Realität und Traumwelt wurden auf wundersame Weise verknüpft und die Darsteller wuchsen im wahrsten Sinne des Wortes über sich hinaus – so zum Beispiel als einer von ihnen einen riesigen Drachen mit einem Schwert bezwang.

Es folgten weitere Programmpunkte wie der Auftritt des hauseigenen Puppentheater-Ensembles Casperimo, ein Luftballon-Weitflug-Wettbewerb und ein Sensi-Parcours, bei dem manch einer von den Sinneseindrücken überrascht war, die er in der Dunkelheit erlebte. Fotostellwände erinnerten an die zahlreichen Ereignisse der 35-jährigen Werkstattgeschichte. Ein letzter Höhepunkt stellte dann der mehrstündige Auftritt der Koblenzer Band Party Animals dar, die das Publikum mit bekannten Schlagern und Disko-Hits aus den siebziger und achtziger Jahren mitriss und dafür sorgte, dass ausgelassen getanzt wurde.

„Die Werkstattbeschäftigten haben entscheidend dafür gesorgt, dass wir heute ein gelungenes und besonderes Jubiläumsfest feiern konnten“, stellt Geschäftsführer Erwin Peetz beeindruckt zum Abschluss fest. „Sie waren heute Hauptakteure und gleichzeitig unsere Ehrengäste. Dieser Tag wird sicherlich noch einige Zeit nachwirken.“


Bericht aus der Westerwälder Zeitung vom 03.09.2010.
35-Jahr-Feier

Selbst gestaltete Sonnenblumen aus allen Betrieben zum Motto des Festes "Flower Power".
  • Special Olympics vom 14.-18. Juni 2010 in Bremen - Fußballer und Leichtathleten der Caritas-Werkstätten sehr erfolgreich

Bei den diesjährigen Special Olympics National Summer Games in Bremen behauptete sich die Fußballmannschaft der Caritas-Werkstätten St. Goarshausen und Lahnstein im nationalen Vergleich. Nach der eindrucksvollen Eröffnungsfeier in der Bremen-Arena, in der u. a. die Band Revolverheld für Stimmung sorgte und Ex-Fußball Nationalspieler Frank Baumann das olympische Feuer entzündete, nahmen die Sportler der Caritas-Werkstätten sehr erfolgreich an den Wettkämpfen teil.

Bei traumhaftem Wetter erlebte die Mannschaft ein spannendes Fußballturnier mit 95 Teams aus ganz Deutschland, die in verschiedene Leistungsgruppen eingeteilt waren. Die Kicker der Caritas-Werkstätten waren in der zweithöchsten Spielklasse eingestuft und absolvierten neun harte Spiele. Mit Unterstützung der Trainerin Irene Bade und des Betreuers Frank Dehne gelang es den hoch motivierten Sportlern trotz einiger verletzungsbedingter Ausfälle die Bronzemedaille zu gewinnen. Während der spielfreien Zeit konnte die Mannschaft die Hansestadt Bremen mit ihrer besonderen Atmosphäre genießen.

Auch die Leichtathleten der Caritas-Werkstätten bewiesen großen Einsatz und fairen Sportgeist bei den Special Olympics. Fünf Tage lang erlebten Michaela Bernhardt aus Herschbach, Marco Marzanke aus Leuterod und der Westerburger Dirk Sattler sowie deren Trainerin Christiane Ammon gemeinsam mit rund 4.500 weiteren Athletinnen und Athleten aus dem gesamten Bundesgebiet ein spannendes Sportereignis. Die im Vorfeld absolvierten Trainingseinheiten im Rahmen der arbeitsbegleitenden Angebote der Caritas-Werkstätten zahlten sich aus: Michaela Bernhardt konnte in ihrer Leistungskategorie im 50m Lauf die Bronze Medaille gewinnen. Ihr Kollege Marco Marzanke überzeugte in zwei Disziplinen: im 100m Lauf holte er in einem aufregenden Endlauf Silber und im Weitsprung erreichte einen sechsten Platz. Im Tennis gelang es dem routinierten und souverän aufschlagenden Dirk Sattler sogar zwei Medaillen zu gewinnen: Bronze im Einzel und Silber im Doppel. Wieder zu Hause in Montabaur sprüht der Funke vom Motto der diesjährigen Spiele "In jedem von uns steckt ein Held" durch die lebhaften Erzählungen der drei Sportler auf ihre Arbeitskollegen über.



Ankunft in Bremen


Hinten, von links: Betreuer Frank Dehne, Thomas Brüggemann, Trainerin Irene Bade, Wolfgang Pioschetzni, Christian Lachner, Michael Lang, Sascha Schury; vorn von links:Andreas Schäfer, Simon Zantop, Peter Eckert, Martin Lehmann und Marco Pelz
Teilnehmer der Special Olympics.

Teilnehmer der Leichtathletik-Wettkämpfe der Special Olympics 2010 in Bremen. Von links: Dirk Sattler, Marco Marzanke, Michaela Bernhardt.
Marco Marzanke

Marco Marzanke (im Bild ganz links) beim 100m-Lauf.

Bericht aus der Westerwälder Zeitung vom 29.07.2010.

 

 

  • „Gesund und sicher mit dem Rad" - Sicherheitstraining für Caritas-Werkstattbeschäftigte

Die Caritas-Werkstätten Westerwald/Rhein-Lahn bieten den Beschäftigten neben den Angeboten zur Teilhabe am Arbeitsleben verschiedene arbeitsbegleitende Angebote aus den Bereichen Sport, Kulturtechniken, EDV oder Kreatives an. Viele Kurse vermitteln praktisches Wissen, um das alltägliche Leben besser zu meistern - so auch das Fahrradtraining, das am 19.05.2010 von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege durchgeführt wurde und das auf reges Interesse stieß.

Fahrrad-Sicherheitstraining in Lahnstein im Mai 2010

Fahrradsicherheitstraining in Lahnstein im Mai 2010

Fahrradsicherheitstraining in Lahnstein im Mai 2010

Fahrradsicherheitstraining in Lahnstein im Mai 2010

Fahrradsicherheitstraining in Lahnstein im Mai 2010

Fahrradtraining in Lahnstein im Mai 2010

Fahrrad-Sicherheitstraining in Lahnstein im Mai 2010.

Fahrradsicherheitstraining in Lahnstein im Mai 2010

Elf Beschäftigte kamen auf dem Gelände der Caritas-Werkstätten Lahnstein zusammen, um unter der Anleitung von Thomas Lüning von der Berufsgenossenschaft einen Tag lang sicheres Radfahren in Theorie und Praxis zu erproben. Mit dabei waren Markus Görg (Niederelbert), Manuel Günther. Meik Schütz (beide Rotenhain), Ernst Lisowski (MoDiTec), Francesco Massari, Nils Rhensius (beide Montabaur) sowie die Lahnsteiner Beschäftigten Angela Prager, Andreas Schäfer, Andreas, Daniel Schnitzler, Albert Ziemer und Michael Müller.

Im theoretischen Teil ging es um die Vermittlung von Verkehrsregeln, umsichtiges Verhalten im Straßenverkehr zur Vermeidung von Unfällen sowie die richtige Sicherheitsausrüstung des Radfahrer. Dem Kursleiter gelang es in Kürze mit viel Sachverstand und Einfühlungsvermögen sowie dem Einsatz verschiedener Medien die ungeteilte Aufmerksamkeit der Teilnehmer für die verschiedenen Themen zu erzielen. Nachmittags konnten die in der Theorie gelernten Inhalte praktisch umgesetzt werden. Bevor es mit den Übungen losgehen konnte, wurden zunächst alle Fahrräder auf ihre Straßentauglichkeit geprüft. Danach hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, in einem extra ausgewiesenen Bereich an ihre fahrerischen Grenzen zu gehen, um im Ernstfall richtig reagieren zu können. Geübt wurde u. a. Bremsen, Aufsteigen, Absteigen, Ausweichen, Gleichgewichtsübungen oder Kurvenfahren.

Am Ende waren sich alle Teilnehmer darüber einig, dass dieses sinnvolle und empfehlenswerte Sicherheitstraining dazu beiträgt die tägliche Fahrradfahrt zur Arbeit in die Caritas-Werkstätten oder zu einem Außenarbeitsplatz wesentlich sicherer zu machen. Alle Teilnehmer erhielten abschließend noch ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme an diesem Kurs.

 

  • Projektchor der Caritas-Werkstätten probt für 35-Jahr-Feier
Chorprobe für 35-Jahr-Feier

Die Sängerinnen und Sänger des Projektchores treffen sich am 06.05.2010 zu einer mehrstündigen Probe im Pfarrzentrum.
Chorprobe am 06.05.2010 für 35-Jahr-Feier.

Chorprobe am 06.05.2010 für 35-Jahr-Feier.

Chorprobe am 06.05.2010

Unter der Leitung von Andeas Nilges, Corina Supper-Münzer und Monika Hoffmann probt der Chor für das Jubiläumsfest im August 2010.

Tag der Begegnung am 25.04.2010 in Niederelbert



Sonderverkauf der Gärtnerei fand großen Anklang.


Tag der Begegnung am 25.04.2010 in Niederelbert.

Niederelberter Werkstattbeschäftigte und Mitarbeiter begrüßten zahlreiche Gäste bei strahlendem Frühlingswetter

Beschäftigte und Mitarbeiter der Caritas-Werkstätten Niederelbert freuten sich über die große Resonanz auf den „Tag der Begegnung" am 25.04.2010. „Dieses Motto wurde hier tatsächlich gelebt" - so das zufriedene Fazit aller Beteiligten.

Bereits die Lesungen und Fürbitten während des Gemeindegottesdienstes von Pfarrer Heinrich Linnighäuser gestalteten Beschäftigte der Caritas-Werkstätten und deren Angehörige mit. Das anschließende Programm auf dem Gelände der Caritas-Werkstätten zog zahlreiche Besucher an. Groß und Klein kamen hier voll auf ihre Kosten.

Eine besondere Attraktion war das selber Baggern auf einem Minibagger, der von der Niederelberter Firma P&B freundlicherweise kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Ausgestellte Oldtimer-Traktoren der Schlepper-Freunde Girod ließen so manche Herzen höher schlagen. Traktoren, die älter als 50 Jahre waren, weckten gerade bei älteren Besuchern lebendige Erinnerungen an die Jugend. Außerdem standen Schredder der Caritas-Werkstätten zum Ausprobieren bereit. Gerade die jungen Besucher hatten größtes Vergnügen beim selber Schreddern der großen Äste und Stämme. „So was erlebt man im eigenen Garten eben nicht" kommentierte eine Besucherin beeindruckt.

Neben diesen Attraktionen aus Landwirtschaft und Gartenbau ging es beim Puppentheater des Werkstatt-Ensembles Casperimo etwas ruhiger zu. Konzentriert lauschte das Publikum dem Märchen „Der Fröschkönig" nach den Gebrüdern Grimm, das Werkstattbeschäftigte in routinierter Weise vorführten. Rustikales Essen aus riesigen Bratpfannen und ein köstliches Kuchenbuffett ließen auch kulinarisch keine Wünsche offen. Viele Besucher nutzten darüber hinaus den Frühlings-Sonderverkauf der Gärtnerei der Caritas-Werkstätten, um sich für den eigenen Bedarf einzudecken. „Tatkräftige Unterstützung leisteten währen des gesamten Tages die Werkstattbeschäftigten" betont Betriebsleiter Noll. So begegneten sich in der Niederelberter Caritas-Werkstatt bei strahlendem Sonnenschein behinderte und nicht behinderte Menschen in einer entspannten und heiteren Atmosphäre, um gemeinsam zu feiern und etwas Besonderes zu erleben.

Tag der Begegnung am 25.04.2010 in Niederelbert

Viel Spaß hatten Groß und Klein beim Baggern...


Äste und Stämme knirschten beim selber Schreddern.


Die Gäste konnte Oldtimer-Traktoren der Schlepper-Freunde Girod bewundern.




Beim Baggern gab es keine Altersbeschränkung nach unten!
Szene aus "Der Froschkönig"

Die ganz Kleinen lauschten beim Puppentheater der Geschichte der Froschkönigs.

Werkstattratswahl 2009

Am 26.11.2009 fand die Werkstattratswahl für die sieben Mitglieder des Werkstattrates statt, die künftig die Beschäftigten der Caritas-Werkstätten vertreten. Die neuen Vertreter werden für vier Jahre gewählt. Im Bild zu sehen ist Sebastian Kettner, Mitglied des Wahlvorstandes 2009.

Die gewählten Mitglieder des Werkstattrates sind:
Daniela Habich (Montabaur)
Peter Eckert (St. Goarshausen)
Michaela Haubrich (Rotenhain)
Michaela Bernhardt (Montabaur)
Thomas Brüggemann (Lahnstein)
Uli Klütsch (Montabaur)
Anette Görlitz (St. Goarshausen).

Werkstattratswahl 2009

Sebastian Kettner, Wahlvorstand in Montabaur

Caritasverband Westerwald - Rhein-Lahn und Diakonisches Werk im Westerwaldkreis bieten neue Maßnahme "Unterstützte Beschäftigung" an

Am 15. September 2009 wurden zehn Teilnehmer der neuen Maßnahmeform "Unterstützte Beschäftigung" vom Reha-Berater der Agentur für Arbeit, Eberhard Adam, von Roland Fleck, Leiter Viweca der Caritas-Werkstätten Westerwald/Rhein-Lahn sowie von Jörg Röder, Diakonisches Werk im Westerwaldkreis (auf dem Foto von links) in Montabaur begrüßt. Unter dem Motto "Erst platzieren, dann qualifizieren" hat die von der Bundesagentur für Arbeit finanzierte Maßnahme das Ziel, Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf innerhalb von zwei Jahren in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse zu vermitteln. Dazu nehmen die Teilnehmer aus dem Westerwaldkreis an Kursen und Beratungen in Schulungsräumen in der Bahnhofstraße 36 in Montabaur teil. Die praktische Qualifizierung findet in Betrieben, Einrichtungen und Diensten des allgemeinen Arbeitsmarktes statt.  

Beginn der Maßnahme Unterstützte Beschäftigung

Eberhard Adam von der Agentur für Arbeit, Roland Fleck, Caritas-Werkstätten Westerwald/Rhein-Lahn sowie Jörg Röder, Diakonisches Werk im Westerwaldkreis (von links) begrüßen die Teilnehmer der Maßnahme "Unterstützte Beschäftigung" am 15.09.2009 in Montabaur.

Für die Umsetzung des Angebotes der Unterstützten Beschäftigung hat die eigens dafür gegründete Kooperationsgemeinschaft zwischen dem Caritasverband Westerwald/Rhein-Lahn und dem Diakonischen Werk im Westerwaldkreis den Zuschlag erhalten. Sie nennt sich "Unterstützte Beschäftigung Westerwald" - kurz UBW - und profitiert vom Wissen und Erfahrungsschatz der beiden Partner: Die Caritas-Werkstätten mit ihren Angeboten zur Teilhabe am Arbeitsleben für behinderte Menschen setzen seit einiger Zeit im Rahmen der Viweca verstärkt auf die Ausweitung ambulanter Arbeitsplätze außerhalb der Werkstatt. Der Integrationsfachdienst der Diakonie bietet seit vielen Jahren Beratung und Unterstützung bei der Arbeitsvermittlung beeinträchtiger Menschen sowie Begleitung im Beruf und beim Übergang Schule-Beruf. Roland Fleck, Leiter der Viweca, erhofft sich durch dieses Zusammenwirken große Synergie-Effekte zugunsten der Teilnehmer.

 

Einweihung der neuen sanitären Anlagen im Betrieb Nauort

Nach mehrmonatiger Modernisierungs- und Renovierungsphase konnten am 17.09.2009 die sanitären Anlagen im Betrieb Nauort eingeweiht werden. Stolz schneiden die beiden Gruppensprecher Joachim Schönborn (2. von links) und Andre Bock (3. von links) das rote Band durch und geben somit den Startschuss für die Benutzung der neuen modernen Anlagen. Geschäftsführer Erwin Peetz (links) und Abteilungsleiter Axel Detrois (rechts) freuen sich mit den Beschäftigten über die Einweihung. Betriebsleiter Peter Engel betont die Funktionalität der neuen Räumlichkeiten, die jetzt auch von E-Rolli-Fahrern gut genutzt werden können.

Neue sanitäre Anlagen im Betrieb Nauort

Einweihung der sanitären Anlagen durch die Gruppensprecher Joachim Schönborn (2. von links), Andre Bock (3. von links), Geschäftsführer Erwin Peetz (links), Abteilungsleiter Axel Detrois (rechts) und Betriebsleiter Peter Engel (nicht im Bild).
Neue sanitäre Anlagen im Betrieb Nauort

Die Beschäftigten Iris Müß und Brigitte Demuth (von links) sehen sich die farbenfrohen und freundlichen Räumlichkeiten an.
Neue sanitäre Anlagen im Betrieb Nauort

Neue Bäder und WC-Anlagen bieten hohen Komfort.

Große Erfolge der Caritas-Beschäftigten aus Rotenhain, Nauort und Montabaur bei den Special Olympics in Mayen

Stolz präsentieren die Beschäftigten der Caritas-Werkstätten ihre Medaillen und Urkunden, die sie während der Teilnahme bei den Special Olympics in Mayen auf sportliche Weise erkämpft haben. Die regionalen Spiele der Special Olympics finden alle zwei Jahre im Wechsel mit den Nationalen Spielen statt.

Austragungsort war in diesem Jahr Mayen, wo mehr als 900 geistig behinderte Athletinnen und Athleten dem olympischen Eid dieser Spiele folgten: "Lasst mich gewinnen! Doch wenn ich nicht gewinnen kann, lasst mich mutig mein Bestes geben". Mit Ehrgeiz und großer Begeisterung beteiligten sich Beschäftigte der Caritas-Werkstätten Montabaur, Nauort und Rotenhain.

Die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler mit ihren Trainerinnen waren:

Christiane Ammon (Sportfachkraft der Caritas-Werkstätten Montabaur), Bianca Arnold (Gold im Schlagball), Markus Dingels (erfolgreiches Absolvieren aller Stationen), Thomas Baumann (Gold im Tischtennis der Herren), Friedhelm Auchtor (vierter Platz im Tischtennis, Herren), Michaela Bernhardt (Gold im Schlagball, Silber im 50-Lauf der Damen), Daniel Fuhrmann (Bronze im Doppel-Tischtennis mit Thomas Klenke), Marion Schafferhans (Sportfachkraft der Caritas-Werkstätten Rotenhain), Thomas Klenke (Bronze im Doppel-Tischtennis der Herren mit Daniel Fuhrmann), die ebenfalls erfolgreichen Sportler Mario Gillich, Marko Marzanke, Carsten Kreuch und Markus Meurer sowie die Sportfachkraft Christine Kexel-Niemann und der ehrenamtliche Betreuer Peter Gottfreund.

 

Pünktlich zum Sommer 2009: T-Shirts mit Caritas-Werkstätten Aufdruck

Endlich sind sie da...: Die neuen T-Shirts mit dem Aufdruck "Caritas-Werkstätten Westerwald/Rhein-Lahn" und dem Caritas-Logo sorgen vor allem bei sportlichen Veranstaltungen für ein einheitliches Erscheinungsbild. Aber auch im Arbeitsalltag und in der Freizeit werden sie gerne getragen. Weitere Exemplare können noch in jedem Betrieb erworben werden.

Kerstin Marx im T-Shirt der Caritas-Werkstätten Westerwald/Rhein-Lahn

Kerstin Marx, Betrieb Montabaur, im druckfrischen Polo-Shirt der Caritas-Werkstätten
Kerstin Marx im T-Shirt der Caritas-Werkstätten

Mai 2009: Fußballer der Caritas-Werkstätten holen Silber und den Fair-Play-Pokal in Lissabon!



Das Team. Hinten, von links: Uwe Köhler, Frank Dehne (Betreuer), Thomas Brüggemann, Christian Lachner, Sascha Schury, Wolfgang Pioschetzni, Trainerin Irene Bade. Vorn, von links: Martin Lehmann, Marco Pelz, Peter Eckert, Sascha Ody, Michael Lang.

Der Einsatz hat sich gelohnt...

Das Daumendrücken hat geholfen: die Fußballmannschaft der Caritas-Werkstätten in St. Goarshausen und Lahnstein freuen sich über ihr erfolgreiches Abschneiden beim Europäischen Fußball Cup der Special Olympics in Lissabon. Am 11. Mai kehrten die zehn Beschäftigten, Trainerin Irene Bade sowie Betreuer Frank Dehne glücklich aus Portugal zurück. Mit im Gepäck hatten sie die Silbermedaille sowie den Fair-Play-Pokal, die sie in ihrer Leistungskategorie gewannen. „Besonders stolz bin ich auf den Fair-Play-Pokal, der das vorbildliche Verhalten unserer Spieler während des gesamten Turniers würdigt“ berichtet die strahlende Trainerin Irene Bade, Sportfachkraft im Betrieb St. Goarshausen und Lahnstein. Auf dem Weg ins Finale musste gegen namhafte Mannschaften wie Frankreich gespielt werden, die die Caritas-Kicker mit 8:0 vom Platz fegten. Zu Ende war die Siegesserie erst im Finale, das die Mannschaft aus St. Goarshausen und Lahnstein gegen Spanien mit 0:4 verlor. Trotzdem ist das gesamte Team hoch zufrieden mit dem Turnierverlauf.

Erwin Peetz, Geschäftsführer der Caritas-Werkstätten Westerwald/Rhein-Lahn gratuliert dem gesamten Team ganz herzlich zu dem Turniererfolg und würde sich freuen, wenn die Beschäftigten der Caritas-Werkstätten auch für die Sommerweltspiele der Special Olympics in Athen im Jahr 2011 nominiert würden.



Die Fußballer am Ort des Geschehens...

April 2009: Vorbereitungen der Kicker aus St. Goarshausen und Lahnstein für den European Football Cup in Portugal laufen auf Hochtouren

Als einzige Fußballmannschaft aus Deutschland nehmen Beschäftigte der Caritas-Werkstätten aus den Betrieben St. Goarshausen und Lahnstein im Mai 2009 am Special Olympics European Football Cup in Lissabon teil. Die sportlichen Vorbereitungen dafür laufen zur Zeit auf Hochtouren.



Die Kicker der Caritas-Werkstätten St. Goarshausen und Lahnstein von links: Uwe Köhler, Wolfgang Pioschetzni, Betreuer Frank Dehne, Sascha Ody, Sascha Schury, Michael Lang, Trainerin Irene Bade, Thomas Brüggemann, Peter Eckert, Christian Lachner, Marco Pelz und Martin Lehmann (vorn knieend).

 

Trainingseinheit bei Colin Bell, Co-Trainer der Tus Koblenz

Ein Highlight für die Fußballer war eine Trainingseinheit beim Co-Trainer der Tus Koblenz. Colin Bell vermittelte den Spielern viele hilfreiche Tipps und motivierte sie im Vorfeld des Turniers in Portugal. Trainerin und Sportfachkraft Irene Bade und Betreuer Frank Dehne sind optimistisch, dass die leidenschaftlichen Amateur-Fußballer volles Engagement zeigen werden.

Presseartikel zum Thema:

 

 

März 2009: Zertifikatsübergabe an die Teilnehmer des Lehrgangs "Motorsäge und Hochentaster"

Betrieb Niederelbert. Stolz halten Alexander Spreier, Jürgen Müller, Oliver Fetz und Markus Stengel (von links), die Teilnehmer des Kurses "Motorsäge und Hochentaster", ihre Zertifikate in Händen. Überreicht wurden sie ihnen vom Lehrgangsleiter Daniel Schnitzler (3. von links) sowie vom Betriebsleiter Albrecht Noll (ganz links). Geschäftsführer Erwin Peetz (ganz rechts) gratuliert den Teilnehmern im Rahmen der Zertifikatsübergabe. Diese interne Teilqualifikation wurde im Betrieb Niederelbert im Winter 2008/2009 durchgeführt und befähigt die Teilnehmer zum Bedienen der Motorsäge und des Hochentasters während ihrer täglichen Arbeit in den Caritas-Werkstätten.

Zertifikatsübergabe im März 2009

Das Foto zeigt die Zertifikatsübergabe an die Teilnehmer des Lehrgangs "Motorsäge und Hochentaster" im März 2009 im Betrieb Niederelbert.
Personen von links: Betriebsleiter Albrecht Noll, Lehrsgangsteilnehmer Alexander Spreier, Lehrgangsleiter Daniel Schnitzler, Lehrgangsteilnehmer Jürgen Müller, Oliver Fetz und Markus Stengel sowie Geschäftsführer Erwin Peetz.

 

August 2008: Caritas-Werkstätten in Montabaur feiern Sommerfest unter dem Motto "Brücken bauen"

Betrieb Montabaur. Am 10.08.2008 feierten Werkstattbeschäftigte,  Gottesdienstbesucher, viele interessierte Besucher und Mitarbeiter der Caritas-Werkstätten Westerwald/Rhein-Lahn ein Sommerfest im Betrieb in der Warthestraße. Motto des Tages war "Brücken bauen". Damit eröffnete der Liedermacher Siegfried Fietz den Gemeindegottesdienst, der von Bezirksdekan Heinz-Walter Barthenheier, Jochen Straub, Seelsorger für Menschen mit Behinderung des Bistums Limburg, Beschäftigten der Caritas-Werkstätten sowie vielen anderen Beteiligten aktiv gestaltet wurde. Ein großer Regenbogen, von Beschäftigten der Schreinerei in Eigenarbeit gefertigt, schmückte den Altarraum und stellte das Thema "Brücken bauen" ganz plastisch dar. Gute Stimmung, viel Musik, ein vielfältiges Rahmenprogramm für Groß und Klein sowie leckeres Essen und Trinken ließen den Tag zu einem gelungenen Fest werden. Die folgenden Fotos vermitteln einen Eindruck von der guten Stimmung...

Gemeindegottesdienst mit Pfarrer Barthenheier am 10.08.2008

Gemeindegottesdienst am 10.08.2008, Pfarrer Barthenheier und Jochen Straub vom Bischöflichen Ordinariat in Limburg

Gemeindegottesdienst am 10.08.2008

Liedermacher Siegfried Fietz und Gerhard Barth im Gemeindegottesdienst

Messdiener Walter Kern und Sebastian Kettner

Liedermacher Siegfried Fietz

Gottesdienstbesucher

Gottesdienstbesucher

Hier werden während des Gottesdienstes Brücken gebaut.

Pfarrer Barthenheier und Jochen Straub, Seelsorger für Menschen mit Behinderung des Bischöflichen Ordinariats Limburg

Werkstattbeschäftigte Angelina Zinselmeier spricht eine Fürbitte.

Gottesdienstbesucher

Eucharistie-Feier mit Bezirksdekan Heinz-Walter Barthenheier.

Besucher des Sommerfestes: Pfarrer Heinz-Walter Barthenheier, Verbandsbürgermeister Edmund Schaaf, Ruth Roth, Bürgermeister Klaus Mies, Bürgermeister Hans-Jürgen Heene, Jochen Straub, Frau Groth, Geschäftsführer Erwin Peetz, Gabriele Wieland (von links).

Musikverein Salz spielt zum Frühschoppen auf.

Werkstattbeschäftigte führen ein Puppentheater auf.

Die Puppenspieler mit ihren liebevoll gefertigten Figuren.

Sebastian Kettner zeigt seine Figur einen jungen Besucherin

Interessierte Besucher nutzen das Angebot von Werkstattführungen.

Besucher am Getränkestand

Geschicklichkeitsspiele

Kinderschminken

Die Cocktailbar lockt viele Gäste an und schafft trotz des durchwachsenen Wetters Südseeatmosphäre.

Cocktailbar

Sinnesspiele fordern die Kinder heraus.

Besucher nutzen die Cafeteria.

Konzert am Nachmittag mit Siegfried Fietz und Gerhard Barth

Konzertbesucher lassen sich von Siegfried Fietz musikalisch begeistern.

Besucher bedienen sich am reichhaltigen Kuchenbuffet

Betriebsleiter Peter Engel, Caritasdirektor Detlef Dillmann, Geschäftsführer Erwin Peetz  (von links).

Die kleinen Besucher nutzen das Luftkissen.

August 2008: Aktionstag im Betrieb Rotenhain

Sport, Spaß und Spiel für einen guten Zweck: Das war das Ziel des Aktionstages im Betrieb Rotenhain am 8. August 2008, der sich auch an externe Besucher richtete. Auf freiwilliger Basis konnten die sportlichen Erfolge in Form einer Spende an das Caritas-Projekt "Eine Million Sterne" sowie an ein Kunstprojekt im eigenen Haus fließen. Unterstützt wurden die Mitarbeiter und Beschäftigten am Aktionstag von einer Delegation der "Historica Rotenhain". Sie bliesen zur Jagd auf die Holzsau oder ermutigten die Besucher, eine Kuhattrappe zu melken.

Sehr motiviert nahmen vor allem die Beschäftigten der Caritas-Werkstätten die sportlichen Angebote an: Nordic Walking, Trimmräder, Laufgeräte, ein Hindernisparcours für Rollstuhlfahrer, Werfen auf Basketballkörbe sowie ein aufblasbarer Menschenkicker führten zu beachtlichen Leistungen der Teilnehmer. Zwischendurch fanden die Sportler Entspannung beim Perlenkettenfädeln.

Aktionstag Rotenhain

Aktionstag Rotenhain

Aktionstag Rotenhain

Aktionstag Rotenhain

Aktionstag Rotenhain

Aktionstag Rotenhain

Aktionstag Rotenhain

Aktionstag Rotenhain

Aktionstag Rotenhain

Aktionstag Rotenhain

Aktionstag Rotenhain

Aktionstag Rotenhain



Aktionstag Rotenhain

Oktober 2007: Caritas-Werkstatt in Nauort feiert 20-jähriges Bestehen

Am Sonntag, 21. Oktober 2007 feierte der Betrieb Nauort sein 20-jähriges Bestehen. 46 Beschäftigte aus den Verbandsgemeinden Ransbach-Baumbach, Höhr-Grenzhausen und Selters nehmen z. Zt. in Nauort die Angebote der Caritas-Werkstätten zur Teilhabe am Arbeitsleben und zur Beruflichen Bildung in Anspruch.

Ein feierlicher Gottesdienst trug zur gelungenen Einstimmung in diesen Jubiläumstag bei. Anschließend sorgten der Musikverein Nauort, die Trommelgruppe der Caritas-Werkstätten sowie der MGV Nauort für die Unterhaltung der zahlreichen Gäste. Besondere Aufmerksamkeit bei Groß und Klein genoss der Kinder- und Ballonzauberer Manioli. Handwerkliches Geschick konnten beim Töpfern selbst kleinste Gäste unter Beweis stellen.

Im Namen des Teams der Caritas-Werkstätten Nauort dankte der Abteilungsleiter Axel Detrois abschließend den vielen ehrenamtlichen Helfern, die maßgeblich zum Gelingen dieses Festes beitrugen.

Jubiläum Nauort 2007

Jubiläum Nauort 2007

Jubiläum Nauort 2007

Jubiläum Nauort 2007

Jubiläum Nauort 2007

Dirk Sattler holt Gold-Medaille im Tennis-Doppel bei Special Olympics in China

Mit einer Goldmedaille im Tennis-Doppel kehrt der Westerburger Dirk Sattler, der in den Caritas-Werkstätten in Montabaur beschäftigt ist, im Oktober 2007 von den Special Olympics aus China zurück. Auch im Tennis-Einzel zeigte er sein Können. Hier erzielte er den vierten Platz und verpasste damit nur knapp das Siegertreppchen.

In einer Feierstunde wird er im Betrieb Montabaur von seinen Kollegen und den Vorgesetzten zu seinem Erfolg herzlich beglückwünscht.

 

Olympiasieger Dirk Sattler

Olympiasieger Dirk Sattler

Olympiasieger Dirk Sattler

Olympiasieger Dirk Sattler

Olympiasieger Dirk Sattler

Sport- und Spielfest 2007 unter dem Motto "Rund um den Ball"

Am 31. August 2007 drehte sich in Wirges beim diesjährigen Sport- und Spielfest alles "Rund um den Ball". Selbst im Gottesdienst zu Beginn der Wettkämpfe stand die Weltkugel im Mittelpunkt. Bei verschiedenen Disziplinen zeigten die Beschäftigten anschließend ihre Geschicklichkeit - etwa am Slalom mit Ball, Weitwurf mit Bocciakugeln, beim Dartwerfen auf Luftballons oder beim Torwandschießen. Mannschaftswettkämpfe, bei denen die Gewinner mit Pokalen belohnt wurden, gab es beim Menschenkicker, Volleyball und Kegeln.

Sportfest 2007

Sportfest 2007

Sportfest 2007

Sportfest 2007

Sportfest 2007

Sportfest 2007

Sportfest 2007

Sportfest 2007